Angepinnt Glossar der verwendeten Akronyme (nicht nur) im Digitalbereich - 09.01.2018

    • Glossar der verwendeten Akronyme (nicht nur) im Digitalbereich - 09.01.2018

      Moin freeslotter,

      da auch bei uns der Aküfi (Abkürzungsfimmel) umgeht, habe ich die hier im Forum gerne verwendeten Kurznamen zusammengestellt und bitte Euch um Ergänzung, wenn ich eine vergessen habe. Die Erklärungen hier sind stark Carrera- und Digital-lastig, aber auch die ein oder andere Abkürzung mit Relevanz für andere Bahnsysteme wurde inzwischen aufgenommen.
      Für einen Überblick über andere als die hier zugrundeliegende Bahn im Maßstab 1:24 gibt es einen guten Wkipedia-Artikel.


      Hinweise:
      Ich hafte nicht für evtl. Fehler in den folgenen Erläuterungen. Nachmachen und Nutzen geschehen stets auf eigene Gefahr. Bitte meldet mir Fehler per PN, dann korrigiere ich diese.
      Manche von den Tips unten sind nicht von Carrera authorisiert und können zum Garantieverlust führen!

      Hinweis: (L) bedeutet, dass der Begriff/Tipp ins Lexikon übertragen wurde.


      C / Big C = Carrera (L)
      Siehe Wikipedia-Artikel oben.
      Website: carrera-toys.com/de/
      Service-Portal: carrera-service.com/de/carrera-toys/
      Im Serviceportal finden sich u.a. FAQs und Bedienungsanleitungen (einfach nach der Artikelnummer suchen).
      Club: carreraclub.com


      124 = Maßstab 1:24 (L)
      Carrera 124, Exklusiv (analog) und D124 (digital) sind im Maßstab 1:24. Das seit 1966 produzierte Schienenmaterial ist miteinander kombinierbar und wird auch für die 1:32 Bahnen Evolution und Pro-X/D132 verwendet. Die Königsklasse der Carrerabahnen.
      Mit "124er" sind meist Autos im Maßstab 1:24 gemeint.

      D124 = Digitalsystem im Maßstab 1:24 (L)
      Der digitale Nachfolger der analogen Exclusiv, die es seitdem nicht mehr neu zu kaufen gibt.


      132 = Maßstab 1:32 (L)
      Carrera Universal, Servo 132, Carrera Evolution (analog), das alte Digitalsystem Pro-X und das aktuelle System D132 (digital) sowie die Systeme von SCX, Scalextric und Ninco sind im Maßstab 1:32.
      Mit "132er" sind meist Autos im Maßstab 1:32 gemeint.

      EVO / Evo = Evolution (L)
      Analoge Autos von Carrera im Maßstab 1:32, in Packungen zusammen mit den Schienen im Maßstab 1:24.
      Digitalfahrer können lästern, das die D132 der logische Evolutionsschritt nach der Evolution ist 8)

      D132= Digitalsystem im Maßstab 1:32 (L)
      Der digitale Partner der analogen Evolution. Der Maßstab in "D132" bezieht sich nur auf die Fahrzeuge, da die Schienen im Maßstab 1:24 sind.


      143 = Maßstab 1:43 (L)
      Carrera Go (analog) und D143 (digital) sowie Kyosho Dslot43 sind im Maßstab 1:43. Eigenes Schienensystem, nur zu sich selbst kompatibel.

      D143 = Digitalsystem im Maßstab 1:43 (L)
      Der digitale Partner der analogen Go. Hier im Weiteren nicht mehr betrachtet.

      Tip: (L)
      Von Carrera124 gibt es Fahrzeuglisten, die hier Download-Links: Fahrzeuglisten für Carrera Digital 132/124, Evolution, Exclusiv, Pro-X verlinkt sind.
      Bei C gibt es ebenfalls Listen für die verschiedenen Syteme mit den Ersatzteilartikelnummern.


      Dual = Dualmubau (L)
      Umbau einer Bahn um sowohl analoge als auch digitale Autos (teils sogar gleichzeitig) fahren zu können
      MacMcWood hat dafür einen lesenswerten Grundlagenartikel geschrieben


      ootb oder oob = out of the box (L)
      Soll eigentlich aussagen, das das Auto aus der Schachtel fällt und sofort ohne weitere Aktionen auf die Bahn gestellt werden kann und soll.
      Da dies dennoch so gut wie nie funktioniert, wird ein Grundservice - genaues Ansehen, richten von Dingen die die Grundfunktion behindern (z. B. von losen Lagern, Schleifern, schleifenden Rädern), säubern und neu abschmieren von Lagern und Achsen - von den meisten Slottern noch als ootb akzeptiert.
      Definitiv nicht mehr ootb ist es, wenn Teile gegen besser funktionierende ausgetauscht werden. Damit beginnt dann der vielfältige Bereich des Tuning.


      GruPa = Grundpackung (L)
      Eine Grundpackung ist ein Starterset, das wohl für die meisten Schienenslotter der Einstieg in die anschließende Bahnplanungs- und Kaufrauschphase ist.
      Diese gibt es sowohl in analoger, als auch in digitaler Ausstattung. Grundsätzlich enthält die Grupa alles Nötige an Schienen und Technik sowie meistens zwei, selten drei Autos um loszulegen. In Carrera Grupas in 1:32 sind nur K1/60 Kurven (s.u.), Geraden, eine Anschlussschiene, Regler und in D132 Grupas auch weitere Technik wie z.B. Weichen enthalten. Andere Kurvenradien und Randstreifen gibt es nur in D124 Grupas. Bei D132/D124 wird die Grupa häufig nach der enthaltenen Technik und/oder den Autos ausgewählt, da diese in der Grupa günstiger sind, als einzeln gekauft. Grupas werden auch gerne (von Händlern) geschlachtet, da mit dem Verkauf der Einzelteile mehr Profit zu machen ist. Andererseits ist dies auch eine Möglichkeit für Käufer lose Teile erheblich günstiger als solche in OVP zu erwerben.

      Tip: (L)
      Zuerst den verfügbaren Platz klären, dann eine GruPa aussuchen und auf der Basis der enthaltenen Schienen, des Platzes und notwendiger Schienenzukäufe eine Planung machen. Dabei hilft der Blick in die Galerie (Kategorie Streckenlayouts) und ins Bahnplanungstutorial. Das Tutorial ist keine Bibel, aber es vermittelt ein Gefühl für den Planungsprozess und zeigt beliebte Fehler auf.
      Hier im Forum gibt es genügend Planungsgötter, die für fast jeden noch so exotischen Platzbedarf und mit einer vorgegebenen Schienenliste tolle Layouts bauen, wenn man sie lieb bittet 8)
      Wenn man vorher auch noch des Schneehasen Post für die Basisinfos gelesen hat, erhören die Planungsgötter i.d.R. auch das Flehen um Vorschläge.


      SPLA = Spurlängenausgleich (L)
      Die einfache 8 aus vielen Grupas hat ihn automatisch, ansonsten muss - sofern man ihn will - beim Planen darauf geachtet werden, dass eine Überfahrt immer nach Außen, also nicht ins Infield der Bahn, führt und Rechts- und Linkskurven in gleicher Anzahl vorhanden sind. Dann sind nämlich i.d.R. beide - oder alle - Spuren gleich lang.
      Ein SPLA ist nicht zwingend erforderlich, wird aber bei analogen Bahnen empfohlen. Digital ist er weniger wichtig, da hier die Spur gewechselt werden kann. Außerdem sind Spuren nicht immer auch gleich schnell, nur weil sie gleich lang sind. Auf die erzielbare Rundenzeit haben nämlich auch die jeweils zu fahrenden Kurvenradien einen Einfluss.
      Im analogen Rennen fährt deswegen jeder Fahrer jede Spur.
      Mein Dreiwasserring hat keinen SPLA, nicht ausgeglichene Kurvenfolgen und eine innenligende 8 - drei "Todsünden" auf einmal - aber die kürzere Spur ist nicht die schnellere, sondern beide sind zeitlich gesehen ziemlich ausgeglichen. Außerdem fahre ich zu Hause überwiegend digital und da ist im Rennen der gut getimte Wechsel zum Überholen oder Blocken viel wichtiger.


      SG = Standardgerade (L)
      Eine SG ist das zweispurige gerade Streckenteil des C Baukastens.
      Auch als 1/3 und 1/4 Gerade verfügbar. 1/3 und 1/4 Geraden dienen als Ausgleich für Versatz der durch Kurvenradienkombinationen und Überfahrten entsteht.
      Eine C SG ist 34,5cm lang und wegen der Ausbaubarkeit das Maß für alle geraden Streckenteile, wie Spurwechsel, Piteinfahrt, Engstellen und Weichen.

      ESG = Einspurgerade (30341) (L)
      Die Hälfte einer SG in der Breite. Wird für den Boxengassenbau und Aufweitungen der Strecke durch digitale Engstellen benötigt.
      C nennt diese einspurige Gerade "Schiene für Pit Stop Verlängerung".


      K1 = K1/30 bzw. K1/60 (L)
      Kurvenradius 1 mit 60 bzw. 30 Grad.
      Außenrandstreifen auch bei 132ern notwendig, ohne Innenrandstreifen fallen 124er von der Bahn.
      2xK1/30=1xK1/60, auch bei den Randstreifen.

      K2 = K2/30 (L)
      Kurvenradius 2 mit 30 Grad.
      Außenrandstreifen auch bei 132ern sinnvoll, ohne Innenrandstreifen fallen 124er von der Bahn.

      K3 = K3/30 (L)
      Kurvenradius 3 mit 30 Grad.
      Außenrandstreifen auch bei 132ern schön, Innenrandstreifen bei 124ern sinnvoll.

      K4 = K4/15 (L)
      Kurvenradius 4 mit 15 Grad.
      Außen- und Innenrandstreifen sind schön anzusehen.

      K5 = Kurve im Radius 5 (L)
      Lange Zeit ein Wunschtraum um mehrspurige Bahnen mit weiten Außenradien und möglichst ohne die verpönte, weil enge K1, bauen zu können.
      Wurde dann zu einem stolzen - aber gerechtfertigten - Preis von einem bekannten Bastler angeboten, der die Schienen durch Zerschneiden und wieder Zusammnkleben anderer Kurven hergestellt hat. Stelladriver hat diese Arbeit nachvollzogen und hier dokumentiert.
      Und dann hat FotN die K5 inkl. Randstreifen einfach konstruiert und 3D-Druckdateien hergestellt, die Mao dann testhalber gedruckt hat. Hi (L)er findet ihr das Ergebnis.

      SK = Steilkurve (L)
      Steilkurven sind eine feine Sache um den Vollgasanteil kurzer Bahnen zu erhöhen und müssen auch nicht immer als 180 Grad Kurve aufgebaut werden.
      SK1 (1/60) funktioniert mit den wenigsten modernen Autos, da diese meist vorne aufsetzen. Auch SK2 (2/30) ist für viele Autos noch zu eng. SK3 (3/30) und SK4 (4/15) sind nutzbar, brauchen aber viel Platz (2,20m für SK4 mit Randstreifen).
      SK-Teile können auch kombiniert werden um interessante Kurven zu bauen.
      Hinweis: Um auf die Höhe der gekrümmten SK-Schienen zu kommen, empfiehlt es sich mind. drei SG vor und nach einer SK einzuplanen.

      Tip: (L)
      Für den mehrspurigen Ausbau passen Kx Außen in Kx+1, also SK3 in SK4 oder K1 in K2.

      RS / IRS / ARS = Randstreifen / Innen- / Außenrandstreifen (L)
      Außenrandstreifen sind bei 124ern und immer ohne bzw. nur mit Teilmagnetbestückung Pflicht, bei 132ern sinnvoll und autoschonender als Leitplanken.
      Empfehlung: Immer mit Randstreifen planen, selbst wenn diese aus 8mm Holz selbst gebaut werden und nicht von C kommen sollen.


      LNT = Labornetzteil (L)
      Ein LNT ersetzt beim ambitionierten oder systemübergreifend fahrenden Slotracer häufig den Standardtrafo des Bahnherstellers.
      Lohnt sich spätestens, wenn man digital 132er und 124er abwechselnd fahren will. Ermöglicht bei Dualbahnen (analoger und digitaler Betrieb) auch das "artgerechte" Fahren analoger Autos mit 12V. Auch im Digitalbetrieb kann es sinnvoll sein mit weniger als den vom Originalnetzteil gelieferten 14,8V bzw. 18V zu fahren. Dann bleiben die evtl. zum Angleichen verschiedener Autos eingestellten Fahrtstufen (SPEED) der Control Unit erhalten.
      Benötigt wird zum Anschluss an die BB/CU ein Adapter vom C-Stecker auf Bananenstecker, da ein LNT i.d.R. Bananenbuchsen zum Anschluss des Verbrauchers hat. Diesen kann man aus dem abgeschnittenen Stecker des Originalnetzteils (D132 Netzteile kosten in der Bucht und bei manchen Händlern ca. 10€), Kabel (mind. 1,5qmm) und 4mm Bananenbuchsen leicht selbst herstellen. Polung messen! Bei mir war das markierte Kabel des Netzteils Minus - nicht wie erwartet Plus.
      Alternativ kann man die BB/CU auch direkt mit Bananenbuchsen versehen.


      Polung (L)
      An den Leitern der Bahn liegt Gleichstrom an, aber nicht immer in derselben Richtung (Polung).
      Die C Digitalbahn hat in Fahrtrichtung im Slot Plus unten (links) und Minus oben (rechts). Analog ist in Fahrtrichtung Plus oben (rechts) und Minus unten (links).
      Der Schalter der C Autos passt die Fahrzeugelektrik genau auf diese wechselnde Polung an, ist also ein Fahrtrichtungsumschalter.
      Wenn man ein analoges Auto auf die Digitalbahn setzt, fährt dieses deshalb Vollgas rückwärts.
      Bei allen anderen Fabrikaten, kann man die Polung am Motor mit dem Lötkolben oder an den Schleifern durch Umstecken der Motorkabel ändern.


      ZE / ZSE / ZES = Zusatzeinspeisungen (L)
      Direktanschluss entfernter Schienenteile an die Haupteinspeisung der Bahn um auf längeren Bahnen (>8m Streckenlänge) überall dieselbe Spannung zu haben.
      Die Leiter in der C Schiene bestehen aus Edelstahl, was diese zwar rostfrei macht, aber auch für einen relativ schlechten Stromfluss sorgt. Spezialisten murmeln jetzt irgendwas von Übergangswiderstand. Der Strom geht von einem Schienenteil zum nächsten nur durch die Steckzapfen in den Leitern. Theoretisch sind diese so gebogen, dann sie anliegen, aber diese verbiegen schnell und brechen auch gerne mal ab, so dass dann nur wenig Kontakt zwischen den Leitern besteht. Indem der Bahnstrom an vielen Stellen eingespeist wird, wird der Stromfluss besser und der Strom ist im Idealfall auf allen Teilen der Bahn identisch.

      Faustformel für den Digitalbetrieb:
      Immer zwei Schienen vor jeder Weiche und an dem oder direkt vor/nach dem Schienenteil an dem nicht vom Bahnstrom abgekoppelte Digitalkomponenten (z. B. Driver Display, Position Tower) angeschlossen sind, sonst alle 6-10 Schienenteile eine ZE setzen.
      Mit zwei Adern je Slot (also vieradrig bei einer zweispurigen Bahn) für Analog- bzw. Dualbetrieb, zweiadrig mit Brücken in den Anschlussschienen zwischen den Slots nur(!) für reinen Digitalbetrieb.
      Achtung: Bei Einbau von AKS (s.u.) in eine Weiche muss auch hinter die Weiche eine ZE, denn für die Funktion der AKS wird der Sensorbereich vom Bahnstrom abgekoppelt und der Slot hinter der Weiche hat dann auf dem Slot des Sensorbereichs keinen Strom mehr.

      Tip:
      Abzapfen kann man, wenn man nicht direkt an die CU-Ausleitung ran will, die Versorgung der ZE entweder von der CU-Schiene oder von einer Schiene direkt neben der CU.
      Die einfachste Variante ist, 1,5qmm Boxenkabel unten in beide Leiter der Slots zu stopfen. 6cm abisolieren, den abisolierten Teil mittig umknicken (nicht verdrillen!), bis zur Isolierung in den Leiter stopfen, ein kleines Stück zurückziehen damit sich der Draht etwas auffaltet und fixieren. Damit hat man dann einen sauberen Stromfluss.
      Diese Kabel legt man sich in eine Verteilerdose und schließt dort dann die weiteren ZE an. Das geht mit großen Lüsterklemmen, bequemer sind Wago-Klemmen.
      Dabei die Kabel sauber markieren, damit es keinen keinen Kurzschluss gibt!
      Die ZE führt man dann mit derselben Stopfmethode in eine beliebige Schiene ein.


      CU = Control Unit 30352 (L)
      Aktuelle Schaltzentrale der Digitalbahn. Anschluß für den alten D132/D124 Rundenzähler, den modernen Lap Counter oder das PC-Kabel bzw. die Original Carrera PC-Unit oder den AppConnect Bluetooth-Adapter, vier Handregler und/oder die Handreglererweiterungsbox, den Wireless-Tower in Form einer Mobil-Öl-Flasche und das Wireless+ Modul.
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…Carrera_BA_30352_D_01.pdf

      BB = Blackbox 30344 (L)
      Alter Digitalcontroller, CU-Vorgänger.
      Achtung: Auch als Version mit Pro-X (erstes Digitalsystem von Carrera) unter derselben(!) Artikelnummer (bis 2007 produziert) vorhanden.
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…132_30344_Blackbox_01.pdf
      Die hier carrera-service.com/fileadmin/…ds/D132_KurzAnleitung.pdf beschriebene Fahrzeugprogrammierungsmethode der BB funktioniert auch noch bei der CU.

      MSL = Multstart Lane 30370 (L)
      Zusatzschiene mit Sensoren und START/FINISH Linie zum mehrspurigen Ausbau der Digitalbahn.
      Die MSL soll direkt an die CU angesteckt werden und hat deswegen an der Seite Stecker für die AU-Anschlüsse.
      Spekulation: Da es keine direkte Verbindung zur CU-Platine gibt, werden die Sensordaten vermutlich über das Bahnprotokoll übertragen.
      Der Erfinder dieser Abkürzung ist @slot-xtreme, der diese hier zuerst benutzt hat.
      Anleitung: carrera-toys.com/fileadmin/use…MultistartLane_korr_2.pdf


      Ghost / Autonomous Car (L)
      Mit einer festen Geschwindigkeit programmiertes Auto, das zufällig Weichen schaltet und dadurch ab und zu die Spur wechselt.

      SC = Safety Car / Pace Car (L)
      Ein prima Thread zum SC findest sich unter Funktionsweise Pace Car bei Carrera Digital


      W / W+ = Wireless / Wireless+ = kabellose Regler (L)
      Das alte Wireless-System mit der Mobil-Flasche als Empfänger basiert auf Infrarot (IR) und hat deswegen eine begrenzte Reichweite. Außerdem funktioniert dieses System nur bei Sichtverbindung zwischen Regler und Empfänger - schon wenn der Regler unter die Platte der Bahn gehalten wird, kann die Verbindung abreissen.
      Das neue Wireless+ System basiert auf einer 2,4GHz Funktechnik und ist dadurch ziemlich störunempfindlich.

      LiPo = Lithium-Polymer (L)
      Akkubauform in den Wireless+ Reglern. Empfindlich gegen Tiefentladung und sollte deshalb spätestens nach sechs Monaten in der Schachtel neu geladen werden.

      ID = Identifier (L)
      Die digitalen Fahrzeuge werden auf eine ID programmiert indem sie einem Regler zugeordnet werden. Die Regler wiederum erhalten ihre ID über den Anschlussport an BB/CU oder per DIL-Schalterprogrammierung (Wireless) bzw. Funkadapter-Programmierung (Wireless+).
      Sobald ein digitales Auto auf eine ID programmiert ist, "funkt" es diese ID und Kommandos wie "Weiche schalten" durch seine LED im Boden des Chassis nach unten. Im Gegenzug empfängt das Auto Kommandos über den Fahrstrom.
      Die Fahrautos haben die IDs 1-6, alle Ghosts immer die ID 7 und SCs die ID 8.
      Ohne Handreglerweiterungsbox oder Wireless/Wireless+ können an BB und CU nur die IDs 1,2,3 und 4 mit Kabelreglern in den entsprechenden Buchsen genutzt werden. Steckt man die Erweiterungsbox, den Wireless-Tower oder Wireless+-Adapter in Port 1 oder 2, werden die Anschlussbuchen 3 und 4 zu Anschlüssen für die IDs 5 und 6.

      Tip:
      Je nach Hardware (BB, CU, Wireless, Wireless+, Erweiterungsbox, Kabelregler) funktionieren manche Kombinationen gut, manche gar nicht.
      Bei C gibt es eine nicht ganz vollständige Wireless Kompatibilitätsübersicht.
      Der freeslotter @ICHAUCH hat eine Kombination von Handreglern mit W+ ausprobiert, die nach der C Doku eigentlich nicht funktionieren sollte.

      Ichauch schrieb:

      Schließe Deine Regler wie folgt an die CU an:

      Nummer1 = Erweiterungsbox (Box ist beschriftet mit 1-3-4) somit erfolgt Anschluß an Nummer 1 um eine Doppelbelegung zu vermeiden!
      Nummer2 = Empfänger / Receiver für die Wireless+ Regler (Funkregler werden auf die Adressen 2 und 5 codiert)
      Nummer3 = bleibt frei (entspricht der Adresse Nummer 5 die ja von einem Deiner Funkregler benutzt wird)
      Nummer4 = Handregler mit der Adresse Nummer ? Richtig Nummer 6!

      Somit sind alle Adressen sauber belegt und Du hast keinerlei Überschneidungen. Die Handregler haben somit die Adressen 1,3,4 und 6 / die Wireless+ Regler laufen auf den Adressen 2 und 5 [img]http://www.freeslotter.de/wcf/images/smilies/attention.png[/img]


      GLS = Gabellichtschranken (L)
      Im Slot verbaute Lichtbrücke, die beim Durchfahren mit dem Leitkielschwert durch die Unterbrechung der Lichtbrücke ein Signal zur Rundenzählung und Zeitmessung erzeugt. Je nach eingestellter Empfindlichkeit kann es Probleme mit verschiedenfarbigen Leitkielen geben, da diese evtl. Licht passieren lassen. Auch die Einbautiefe in der Schiene kann bei kurzem Leitkielschwert problematisch sein. Wurde bei Pro-X und wird für die analoge Rundenzählung und Zeitmessung verwendet.

      RZ = Rundenzähler 30342 (L)
      Unter der Artikelnummer existieren zwei Versionen: der alte Pro-X/D132 kompatible RZ (mit GLS und Dioden) oder der nur noch für D132/D124 (nur mit Dioden) nutzbare. Dieser RZ kann auch mit der CU benutzt werden (nicht von mir getestet), schaltet aber den PT ab. Der RZ wird an den Mini-Klinkenanschluß der BB/CU angeschlossen.

      Tipp:
      Die Pro-X kompatiblen RZ 30342 und die alten, nur mit GLS ausgestatteten RZ 30304, ausschließlich für Pro-X verwendbaren RZ, können zusammen mit Doppelherz (DH) vom Slotbär (slotbaer.de) für die Zeitmessung analoger Autos bei Dualumbauten genutzt werden. Dabei wird der RZ oder nur die RZ-Schiene mit den GLS in die Bahn eingebaut, die GLS an DH und DH an die Diodenanschlüsse der BB/CU angeschlossen. DH gaukelt der BB/CU dann vor, dass bei der Durchfahrt durch die GLS ein Signal von der Diode - also der digitalen Zeitmessung - gekommen wäre. Damit können analoge Autos, die ja keine Diode haben, mit derselben Hardware und Software gemessen werden wie digitale Autos.
      carrera-toys.com/de/sortiment/…behoer/rundenzaehler-665/
      Service-Portal: carrera-service.com/de/carrera-toys/?searchterms=30342
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…s/30342_rundenzaehler.pdf

      LC = LapCounter 30355 (L)
      Aktueller Rundenzähler zum Direktanschluss nur für die CU. Kommt an die (Mini-DIN) PC-Schnittstelle, so dass er nicht mit der PC-Unit oder dem BT-Adapter App Connect zusammen betrieben werden kann. Zeigt immer nur die Werte einer ID an, die Umschaltung auf andere IDs erfolgt am LC.
      carrera-toys.com/de/sortiment/…ures-781/lap-counter-406/
      Service-Portal: carrera-service.com/de/carrera-toys/?searchterms=30355
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…ds/Carrera_BA_30355_D.pdf

      Rundenzähler 71590 (L)
      Dieser Rundenzähler ist für Evolution, Go oder andere analoge Bahnen gedacht. Gemessen wird mit einer Lichtschranke in einer Bahnbrücke.
      carrera-toys.com/de/sortiment/…behoer/rundenzaehler-682/
      Service-Portal: carrera-service.com/de/carrera-toys/?searchterms=71590
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…_BA_EVO_GO_71590_D_01.pdf

      PC-Unit / PC-Kabel (L)
      Die PC-Unit 30349 ist ein Konverter vom Signal des RZ oder der CU auf eine USB-Schittstelle zum Anschluss an einen PC. Alternativ zur Originalhardware von Carrera gibt es mehrere Varianten von Kabeln die den Konverterbaustein im Kabel integrieren und deswegen wie ein simples Kabel mit PS/2 bzw. Mini-DIN Stecker auf der einen und USB-Anschluß auf der anderen Seite aussehen. Hiervon existieren ältere bis Windows 7 verwendbare und neuere Varianten, die auch für Windows 8 geeignet sind. An meiner CU steckt ein Win8-Kabel, das auch problemlos mit meinem iMac unter macOS funktioniert. Neu sollte man nur noch Win8-Kabel kaufen!
      Tip:
      Ist das Kabel zu kurz, sollte es nicht auf der USB-Seite verlängert werden, sondern mit einem PS/2 Tastatur- oder Maus-Verlängerungskabel. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch störanfälliger, da USB-Signale erheblich empfindlicher gegenüber Verärgerungen sind.

      AC = App Connect 30369 (L)
      Bluetooth (BT) Adapter als Anschlusssadapter an der CU (nicht an der BB!) für die Tablet-App von Carrera. Läuft auf iOS und Android, wobei die iOS-Version stabiler sein soll.
      Ein Hauptgerät übernimmt die Einstellung und Anzeige des Rennmodus, weitere Geräte können dann für jeweils einen Fahrer angekoppelt werden.
      Es gibt inzwischen auch mindestens zwei Drittanbieter-Apps: Smartrace für iOS und Android, Slotcar Buddy für Android, die beide mit dem BT-Adapter laufen.
      WICHTIG: Das ganze kann nur mit Tablets oder Smartphones funktionieren, die Bluetooth (BT) 4.0 können, denn ausschliesslich das spricht der Carrera Adapter!
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…nnect_BA_Dezember2014.pdf

      Hinweis:
      An die PC-Schnittstelle der CU kann entweder der LC, die PC-Unit/ein PC-Kabel oder App Connect angeschlossen werden!

      RMS = Rennmanagementsoftware oder Rennmanagementsystem (L)
      Software die unter Windows, OS X oder evtl. auch Linux die Rundenzählung und Zeitmessung auf Bildschirmen oder Beamer ermöglicht. Meist mit Fahrer-, Auto-, Renn- und Rekorddatenbank. Auf dem Bildschirm werden meistens die Spuren bzw. Fahrer, deren letzte und beste Rundenzeit und der Tankinhalt angezeigt.
      Für macOS ist mir nur iLap bekannt, für Windows gibt es unzählige, teils kostenfreie, teils kostenpflichige RMS: XLap, Slotman, Slotlap, Slotraser, Slotrun, Bruce, Cockpit XP, ...

      CXP = Cockpit XP (L)
      Kostenpflichtiges, sehr beliebtes und fast beliebig erweiterbares, aber auch entsprechend komplexes RMS. Wird mit sog. USB-Boxen für jede Menge Sensoren (lizenzpflichtig!) in der Bahn ergänzt und kann durch Add-Ons vom Anwender auf Softwareebene erweitert werden. Eine eierlegende Wollmilchsau sozusagen.
      Beliebte Sensoren sind Tanksensoren um vom CU-Tanken unabhängig zu werden oder auch dem analogen Rennbahnspieler den Tankbetrieb zu ermöglichen, Frühstartsensoren je Startplatz (die CU erkennt zwar den Bösewicht, liefert aber auf Protokollebene keine Info darüber wer es war, so dass ein RMS keine Strafe verteilen kann), Zwischenzeit- und Top-Speed-Messungen.
      Beliebte AddOns sind Regensimulation, Schadensimulation und automatische Bestrafungen für jede Menge verwerflicher Handlungen.
      Hier im Forum tummeln sich eine Reihe von CXP-Experten, die auch einen kurzen Draht zum Entwickler haben.

      RBS = Rennbildschirm (L)
      Das was ihr auf dem Monitor Eures an BB/CU angeschlossenen Computers seht. Kann bei manchem RMS bzgl. der anzuzeigenden Informationen konfiguriert werden.


      DD = Driver Display 30353 oder Digital Decoder (L)
      1.
      Das DD zeigt vor dem Rennen die zugeordnete ID, im Rennen oder Training die Position des jeweiligen Fahrers, den Füllstand des Tanks bzw. ohne Tanken die "Drehzahl" des Motors und die Anzahl der Boxenstopps an.
      Das DD kann ebenso wie der PT direkt an den Bahnstrom angeschlossen werden, fall man keine AU einbauen kann oder will.
      shop.carrera-toys.com/Carrera-…tures/Driver-Display.html
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…Carrera_BA_30353_D_01.pdf
      2.
      Das Akronym DD wird manchmal auch für den Digitaldecoder benutzt. Für diese gibt es einen lesenswerten KnoffHoff-Artikel von Minislot hier Carrera Digital Decoder - kurze Beschreibung und eine Übersicht bei Carrera carrera-service.com/fileadmin/…ht_Digital_Decoder_01.pdf

      PT = Position Tower 30357 (L)
      Der PT zeigt entweder die gefahrenen Runden oder die Restzeit des Rennens und die Platzierung der Fahrer in Training oder Rennen an. Der PT kann ebenso wie das DD direkt an den Bahnstrom angeschlossen werden, fall man keine AU einbauen kann oder will.
      shop.carrera-toys.com/Carrera-…tures/Position-Tower.html
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…ds/Carrera_BA_30357_D.pdf

      SL = Startlight 30354 (L)
      Startampel - zeigt den Countdown bei Rennstart an. Im Prinzip ist das dasselbe, was auch die Dioden an der CU anzeigen, nur etwas schicker. Auch das SL kann direkt an den Bahnstrom angeschlossen werden.
      shop.carrera-toys.com/Carrera-…-Features/Startlight.html
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…ds/Carrera_BA_30354_D.pdf

      AU = Adapter Unit 30360 / 30368 (L)
      Ein- oder zweispuriges Schienenteil zum Direktanschluss digitaler Komponenten. Zwei AU-Anschlüsse sind auch hinten an der CU verbaut.
      Eigentlich ist das schlicht ein Anschluss an den Bahnstrom. DD, PT und SL können also (Polung beachten!) mit etwas Kabel (z. B. 1,5 qmm Boxenkabel) auch ohne AU irgendwo an der Bahn angeschlossen werden.
      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…ds/Carrera_BA_30360_D.pdf

      PSAU = Pit Stop Adapter Unit 30361 (L)
      Tankschiene mit Diode zur Fahrzeugerkennung.
      Die PSAU wird in der Boxengasse eingebaut um mit der CU tanken zu können.
      Zu einer kompletten Pit Lane (30356) gehört eine PSAU, eine ältere Pit Stop Lane (30346) aus der BB-Zeit kann mit einer PSAU ergänzt werden.
      Funktion:
      An der CU muss der Schiebeschalter "FUEL" auf "On" oder "Real" stehen.
      Die Diode der PSAU muss überfahren werden, danach darf nur noch maximal 50% Gas gegeben werden - stehen bleiben geht natürlich auch - und dann wird mit Drücken der Weichentaste getankt.
      Am DD oder über die Anzeige des DMS kann der Tankstand beobachtet werden.
      Bei leerem Tank blinken die Scheinwerfer und Rücklichter des Autos.
      shop.carrera-toys.com/Carrera-…p-Adapter-Unit.html?shp=2

      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…ds/Carrera_BA_30361_D.pdf



      PSL / PL = Pit Stop Lane / Pit Lane = Boxengasse (L)
      Komplett als Carrera Artikel 30356 (Pit Lane) mit aktiver Einfahrt- und passiver Ausfahrtweiche, einer SG ohne Mittelmarkierung, zwei ESG und einer PSAU. Die alte PSL 30346 (Pit Stop Lane) enthält anstelle der PSAU eine zusätzliche ESG. Ergänzt man eine separat erworbene PSAU, funktioniert die 30346 genau wie die 30356, da sich die Einfahrtweiche und die restlichen Schienen nicht voneinander unterscheiden.
      Safety Cars schalten nach dem "fahr-nach-Hause-Kommando" alle Weichen und nehmen dadurch auch die erste in der Strecke gefundene PSL-Weiche, fahren in die Pit ein und bleiben dann unmittelbar stehen.
      Für Ghosts schalten PSL-Weichen nie.
      Die Boxengasse wird gerne zweispurig ausgeführt um eine Durchfahrt und mehr als einen Tankplatz zu realisieren. Benötigt bei zweispuriger Ausführung mit mehr als einem Tankplatz einen Spurwechsel, eine Kreuzweiche oder eine halbe/kurze Kreuzweiche (kein Carrera Standardteil, Drittanbieter oder Eigenbau aus Spurwechsel und Piteinfahrtweiche).
      Offiziell soll man nach Carrera hinter einer Pitweiche keine zweite verbauen. Dies funktioniert allerdings technisch problemlos.

      Hinweis:
      ZE dürfen nicht in eine Pit hineingelegt werden, da sonst das durch die Einfahrtweiche erzeugte Pitsignal überlagert wird. Ist eine Box sehr lang oder enthält die Bahn einen ProXudo-Dualumbau, sollte die Weichenplatine direkt von der CU-Ausleitung und nicht vom normalen Bahnstrom versorgt werden. Eine ZE in der Box legt man dann von der Einfahrtweiche (hinter der Sloteinspeisung der Weichenplatine) aus innerhalb der Box an andere Schienen der Box, z.B. in die letzte Schiene vor der Ausfahrtweiche.
      Der normale Tankmodus der CU (ON) entspricht dem Tankmodus der BB.
      Der Witz beim Tanken im REAL Mode der CU ist, das Autos mit vollem Tank schwerfälliger fahren als solche mit leerem Tank, die wiederum spritziger wirken.
      Je nach Fahrweise ändert sich im REAL Modus auch der Spritverbrauch, wer viel Vollgas fährt, verbraucht mehr Sprit.


      Anleitung: carrera-service.com/fileadmin/…ds/Carrera_BA_30356_D.pdf


      LW = Linksweiche 30343

      RW = Rechtsweiche 30345

      KW / DW = Kreuzweiche / Doppelweiche 30347

      SW = Spurwechsel 20517
      Eigentlich für die analoge Bahn gedacht, um einen Spurlängenausgleich zu realisieren, wird der SW in digitalen Bahnen gerne in der zweispurigen Boxengasse eingesetzt um zwei unabhängige Tankplätze zu erzeugen. Digital kann ein SW einzeln verbaut werden, analog müssen immer zwei verbaut werden, da sonst ein Kurzschluss zwischen den Slots entsteht.

      KWL = Kurvenweiche links
      Gibt es als Innen/Außen-Slotwechsel 30362 KWLI und Außen/Innen 30363 KWLA.

      KWR = Kurvenweiche rechts
      Gibt es als Innen/Außen-Slotwechsel 30364 KWRI und Außen/Innen 30365 KWRA.

      Hinweis:
      Vor allen Weichen- und Rundenzähldioden sollte mindestens eine SG, besser zwei SG, verbaut werden, damit die Autos sich nach einer vorhergehenden Kurve wieder gerade ausrichten und mit ihrer Diode auch die Diode der Weiche oder des RZ/der CU treffen.

      AKS / ACS = Anti Kollisions System / Anti Collision System
      Wird in Weichen eingebaut um Crashs in der Weiche zu verhindern. Sperrt die Einfahrt in die Weiche, wenn die Parallelspur befahren wird. Gibt es von verschiedenen Drittanbietern - nicht von Carrera - mit oder ohne Diode zur Freischaltungsanzeige.
      Einzige Methode um Ghosts daran zu hindern sich in der Weiche gegenseitig abzuschiessen.
      Eine Variante sperrt auch die Piteinfahrt oder (mit Relais) die Pitausfahrt.


      Weitere Akronyme, die nicht nur bei Carrera-Hardware verwendet werden:

      Abziehen = Säubern der Reifen von Staub (L)
      Eigentlich ja keine Abkürzung 8) , aber eine wichtige Slotter-Kulturtechnik um Grip zu haben.
      Die Reifen werden über die Klebeseite von Klebeband (meistens Malerkrepp) oder einer Fusselrolle abgerollt. Dabei bleibt der Staub, den die Reifen von der Bahn eingesammelt haben, dann hoffentlich auf dem Klebeband zurück.

      Bei eingestaubter Bahn kann das Anfangs durchaus jede Runde wiederholt werden.

      GT = Gran Tourismo
      siehe de.m.wikipedia.org/wiki/Gran_Turismo

      LMP = LeMans Prototyp
      siehe de.m.wikipedia.org/wiki/Le-Mans-Prototyp

      HoBa = Holzbahn (L)
      In zumeist MDF, seltener andere Holz- oder Kunststoffplatten, gefräste Autorennbahn.
      Vorteil: Auch andere Kurvenradien und -folgen möglich als bei Standardplastikschienen und meistens auch deutlich günstiger realisierbar.
      Nachteil: Aufwändig, wenn es digital werden soll. Bei Verwendung von Litze muss zusätzlich zum Slot auch das Litzenbett gefräst werden.
      Die Lackierung entscheidet über Optik und den Grip, weswegen auch einige Plastikjünger ihre Schienen lackieren.
      Schöne Hobas können hier im Unterforum Holzbahnen oder im Holzbahnforum besichtigt werden.
      Auch einige wenige kommerzielle Anbieter von Holzbahnen gibt es und in grauer Vorzeit gab es auch von Carrera - noch unter Neuhierl - Holzbahnen für Clubs.

      MT = Motorträger (L)
      Separates Bauteil, das im Auto verschraubt wird und in dem der Motor, häufig auch die Hinterachse, montiert ist.
      Wenn der MT frei schwingend im Chassis sitzt - z.B. bei slot.it und NSR - kann dieser durch lockern der Schrauben beweglich gelagert werden und damit das Auto ruhiger machen.
      Auch Carrera hat in den D124ern einen separaten Achs-MT verbaut, dieser wird aber im Chassis verschraubt und sollte nicht mit losen Schrauben betrieben werden.

      AW = Anglewinder
      Schrägantrieb der Hinterachse mittels Spur- oder Schrägzahnrad. Der Motor liegt schräg im Chassis.
      Antriebsart der Scaleauto und BRM 1:24 Fahrzeuge. Wird auch von NSR (GT3) und sideways sowie in den Racing Ausführungen von slot.it in 1:32 verwendet.

      SW = Sidewinder
      Parallelantrieb der Hinterachse mittels Spurzahnrad, Motorwelle und Achse liegen dabei parallel.
      Standardantrieb der D124, Exklusiv und Carrera 124 Fahrzeuge. Wird auch von NSR (Classic), slot.it (Classic), MRRC, SRC und vielen anderen Firmen verwendet.

      IL = Inliner
      Motor liegt um 90 Grad zur Hinterachse versetzt und treibt diese über ein Kronzahnrad.
      Standardantrieb der D132, Evolution und Pro-X Fahrzeuge. Wird auch von NSR (R18, Mosler), slot.it (Gruppe C) und in älteren BRM (1:24) verwendet.

      VA = Vorderachse (L)

      HA = Hinterachse (L)

      VR = Vorderräder

      HR = Hinterräder

      HH = Hafthilfe = Magnete (L)

      HM = Heckmagnet (L)

      MM = Mittelmagnet (L)

      BLST = Best Lane Slot Track (L)
      Mit BLST werden Strecken bezeichnet, bei denen Spurwechsel vor und nach Kurven auf der Ideallinie möglich sind und teils auch - bei Vermeidung von Kollisionen durch die Elektronik - erzwungen werden.
      Ein Beispiel ist das iTrack4Fun-System von carrera4fun.de.

      TNT = Tanknetzteil (L)
      Elektronische Steuerung der Stromzufuhr, die auch - und nur - bei analogen Bahnen die Geschwindigkeit - also die verfügbare Spannung - je nach Füllgrad des Tanks steuert.
      Ursprünglich von cockpit-toolbox.de entwickelt und vertrieben, aber inzwischen nur noch gebraucht aufzutreiben.


      C1, P6, S1 = Reifentypen von slot.it
      slot.it bietet Reifen für verschiedene Schienen und Einsatzwecke an.
      C1 sind Gummireifen für die Scalextric-Schiene und z.B. auf sideways standardmäßig drauf.
      P6 sind Gummireifen für die C-Schiene und bei slot.it i.d.R. auf den Gruppe C und LMP Modellen montiert.
      S1 sind Silikonreifen. Prominenteste Silikonreifen sind Supertires oder slot.it Silikonreifen. Silikon steht allerdings im Ruf auszuölen und damit den Gripp für alles außer Silikon zu versauen, aber ich habe keine eigenen Erfahrungen mit Silikonreifen. Silikonreifen halten wohl ewig, haben bei sauberer Bahn guten Grip, sind abriebfest, aber sehr staubempfindlich.

      PT07, PT15, PT24, PT25 = Varianten der Gummireifen für die C-Schiene
      PT07 und PT15 sind sog. NoGrip-Reifen für die VA. Diese Mischung ist so hart, dass die Räder möglichst nur rutschen und dem Auto vorne keinen Widerstand entgegensetzen.
      PT24 und PT25 sind P6-Reifen mit unterschiedlichem Maßen und auf C-Schiene die Allzweckwaffe für fast alle slot.it-Modelle.
      Natürlich passen die nicht nur auf slot.it-Felgen und ebenso klar ist, das man Autos anderer Hersteller auf passende slot.it-Felgen umrüsten kann, wenn man diese Reifen fahren will oder muss.

      PU = Polyuréthane
      Wird in Reifenform gegossen und dann zum

      PUR = PU-Reifen

      DOW = Dickel, Ortmann, Wiesel
      Hersteller von PU-Reifen.
      Bei Umpfi kann man sich hier in die Welt der PU-Reifen einlesen.
      Frankenslot (FS), YellowDog, Odes oder Paul Gage Reifen sind übrigens auch aus PU. Die verschiedenen Fabrikate unterscheiden sich im Wesentlichen durch geheime Bestandteile der Mischung.
      Ortmann hat den Vorteil, dass es für fast jede Serienfelge eine Variante gibt - siehe Ortmann-Reifenliste
      Auch von Frankenslot gibt es für populäre Carreramodelle Reifen, die auf die Originalfelgen passen und sog. Donuts für Flachfelgen, falls man die Autos entsprechend umbaut.
      Zu den diversen Gerüchten im Umfeld dieser Reifen gibt es hier einen guten Post „Ortmannreifen glätten die Bahn“ – Gerücht oder Tatsache?

      Ich fahre auf meiner Bahn Ortmann auf D132 und wenn verfügbar auf D124 Frankenslot. Analog fahre ich, was mir das Reglement vorschreibt. Bisher habe ich im Mischbetrieb zwischen Gummi und PU keine Probleme. Meine Bahn wird ab und zu nebelfeucht mit Glasreiniger gewischt und sonst nur sauber gefahren.

      So gut wie alle Slotcarhersteller liefern ihre Autos mit Gummireifen aus. Alternativen zu den Serienreifen sind Gummireifen desselben oder anderer Hersteller und neben PUR auch Silikon- oder Moosgummireifen. Da hat jeder Slotter und jeder Club seine eigenen Vorlieben, die sich dann auch in den jeweiligen Reglements wiederspiegeln.

      RSM = Reifenschleifmaschine
      Eigentlich ist die RSM eine patentierte Maschine zum Schleifen beider Reifen auf einer C-Achse. Da C die Plastikfelgen und hinten auch das Kronrad (132er Inliner, alte Exclusiv F1) bzw. Achszahnrad (124er Sidewinder) auf die Achse aufpresst und nicht schraubt, können die Reifen nur auf der Achse und nicht einzeln geschliffen werden. Dazu wird die Achse in einen Haltearm der RSM eingesetzt und mittels einer zusätzlich montierten Antriebsscheibe und einem über diese laufenden Riemen angetrieben und dann auf einen Schleifblock abgesenkt. Einige Varianten von anderen Herstellern (z. B. die TireRazor aus den U.S.A.) bedienen sich ebenfalls dieses Prinzips, unterliegen aber wegen des Patents immer dem Risiko vom Markt vertrieben zu werden.

      Wenn die Räder auf den Achsen geschraubt sind, können diese einzeln auf eine Schleifachse einer RSM montiert, und damit i.d.R. präziser auf ein einheitliches Maß geschliffen werden. Hierfür gibt es diverse RSM, z.B. die alte und neue(re) Frankenslot RSM, die Hudy, die Ilpe, die Werner und sogar eine Variante zum selber in 3D drucken.

      Die billigste Variante zum Reifenschleifen, sozusagen die "RSM des armen Mannes", ist die "Brettchenmethode", bei der die Hinterachse angetrieben durch den Motor des Slotcar auf ein mit Scheifpapier belegtes Brettchen (oder noch einfacher auf Schleifpapier auf der Schiene) gepresst wird und dabei die Reifen angeschliffen werden. Diese Methode belastet allerdings sowohl Motor als auch Getriebe des Autos deutlich und der Schleifabrieb wandert dabei ins Auto und durch evtl vorhandene Lüftungslöcher auch in den Motor.

      Für gute Schleifergebnisse wird zunächst mit gröberer Körnung (80, 150) vorgeschliffen, dann mit feinerer Körnung (300, 500, 800, 1000) nachgeschliffen und abschließend mit sehr feiner Körnung (3000, 4000) ggf. sogar naß poliert. Wichtig ist auch die Außenflanke der Hinterachsreifen abzurunden. Dies kann mit einer Reifenfeile oder einem Schleifklotz erfolgen. Zu breite Reifen können auf einer RSM auch bequem mit einem Dorn oder scharfen Messer abgestochen und damit auf die richtige Breite gebracht werden.

      WC = Wing Car
      Ein Auto (sort of) mit Plexiflügeln, das so gut wie nichts wiegt und mit einem extrem starken Motor auf soviel Speed gebracht wird, dass die Flügel einen wesentlichen Beitrag zum Fahrverhalten bringen.
      Nichts für Leute mit svhlechten Augen oder langsamen Reaktionen.
      Werden auf Bahnen wie der BlueKing in Brühl gefahren.


      Fussnoten der Geschichte
      Und manchmal entstehen hier im Forum auch Abkürzungen, die nicht immer ganz ernst genommen werden müssen.


      ALB = Allgemeine Layout Bedingungen
      Diese müssen von planenden Newbies zur Kenntnis genommen werden und sollen sicherstellen, dass nicht immer wieder dieselben Fehler - keine Randstreifen, nur K1, K1-K2-K3-K1 Kurven, gleiche Kurven mit parallelen Geraden,... - gemacht werden.
      Dafür sind die folgenden Threads zu konsumieren:
      Anschließend darf unter Beachtung von
      ein Hilferuf an die Planungsgötter ergehen.
      Quellennachweis: Hier kreiert von @OT112.


      FISTA = Federation International de Slot Track Approvals
      Die selbsternannten Vertreter dieser imaginären, aber dennoch für das Ansehen der Bahn wichtigen, Organisation sind zuständig für die offizielle Abnahme einer neuen, durch irgendeine Eigenschaft als "besonders" im Sinne eines gelungenen Bahnbaus geltenden, Schlitzrennbahn.
      Es gibt Gerüchte, dass die Kommissare nicht ganz unbestechlich sind und manchmal auch den Bahneigner mit Hilfe geistiger Getränke zu unbedachten Äußerungen und nicht regelungskonformen Bahnmanöverm motivieren.
      Quellennachweis durch den Gründer @slot-xtreme
      FISTA Regelwerk
      Tätigkeitsnachweis (an der Bahn des FISTA-Gründers)



      Bitte ergänzt diesen Thread, ich aktualisiere dann diesen Beitrag.

      Frohes Fimmeln,
      HuGo

      Dieser Beitrag wurde bereits 81 mal editiert, zuletzt von HuGorrera () aus folgendem Grund: Korrektur bei Side- und Anglewindern, Ergänzung mit Artikelnummern, Inkludierung aus dem parallelen Artikel unter Digital 132 Links ins Serviceportal und zu einigen Anleitungen ergänzt PU, Evo und TNT aufgenommen 4/15 hat 15 Grad ZE um AKS-Bedingung erweitert Handreglererweiterungsbox eingebaut DD-, PT- und Startlight-Beschreibung ergänzt PSL-Beschreibung ergänzt Korrektur von Links, die sich bei C geändert hsben K5 und SPLA ergänzt RSM, GT, LMP, Abziehen, slot.it Reifen, Reifeninfos, HoBa hinzugefügt MT und Link zum Dual-Grundlagenartikel eingebaut WC eingefügt Regleranschlusstip übernommen, Korrektur der ID-Belegung MSL eingebaut Mehr Übertragungen ins Lexikon.

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    • Wie wäre es mit der altbekannten Grupa ? ;)
      Eine Grundpackung / Starterset von Carrera wo erstmal
      alles nötige vorhanden ist um zu fahren. Wohl meist nur mit
      K1 und ohne Randstreifen. Analog als auch Digital.

      Tante edit sagt: ootB wäre noch was. Ein Fahrzeug out of the Box.
      Ohne Veränderungen.
      Beste Grüße

      Manuel


      "Ich kenne nicht die Lösung, aber ich bewundere das Problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Maverick2K ()

    • Überarbeitet, diverse weitere Begriffe und Erläuterungen aufgenommen, manches präzisiert und ausgebaut.
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    • Zes - Zusatzeinspeisung

      Gute Arbeit!
      Bei der mittlerweile sehr sehr üppigen Anzahl von Begriffen wäre eine alpabetische Reihenfolge sinnvoll, vor allem macht es das auffinden noch fehlender Begriffe deutlich einfacher.
      Lattenrost ist keine Geschlechtskrankheit
    • Moin zoppotrump,

      Danke für das Lob!

      ZE ZSE ZES sind schon drin.
      Alphabetisch habe ich auch schon überlegt, zurzeit ist es thematisch sortiert.
      Manches muss auch eingeführt werden, bevor ich es zu Übungszwecken benutzen kann und das richtet sich leider nicht nach dem Alphabet.

      Frohes Slotten,
      HuGo
    • Tolle Arbeit, schön erklärt!
      Evtl. wäre das TNT = Tanknetzteil der analogen Kollegen noch was für die Liste unter "Weitere..."

      Gruß
      Fluff

      TanteEDIT meint noch: EVO für Evolution, die "nur" bei 132 erwänt werden.
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    • Vielen Dank für die Liste!

      Ich muss immer wieder lachen wenn das eine Kürzel mit 3 bis 6 anderen erklärt wird ;)
      Ist fast wie in der IT.

      Zur Liste selbst: Eine thematische Sortierung ist sinnvoll. Eine alphabetische aber auch.
      Wie wäre es mit zwei Listen? ;)
      Und dann noch alle Kürzel mit Links versehen...
      Alternativ könnte die Forensoftware auch so erweitert werden, dass sie definierte Kürzel automatisch in jedem Text mit einem Link hinterlegt, der einen kleinen Erklärungskasten öffnet.

      Zum letzten Vorschlag, der tatsächlich ernst gemeint ist, mache ich mich mal schlau.
    • Moin Halderian,

      wenn ich mal wieder viel Zeit habe, ergänze ich noch ein paar Links.
      Für eine alphabetische Liste müsste ich mich entscheiden ob nach Kürzeln oder nach Langnamen und ob ich dafür einen zweiten Post erstelle. Im Post selber kann ich nicht verlinken.

      VG, HuGo
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    • Danke, Jungs!

      Ich denke immer noch darüber nach, wie ich das alpabetisch hinbekomme.
      Das Problem dabei ist, dass ich dann nicht alle Begriffe einführen kann, bevor ich sie selber benutze.
    • HuGorrera schrieb:

      Ich denke immer noch darüber nach, wie ich das alpabetisch hinbekomme.

      Tabellenkalkulation, 3 Spalten -> sortieren nach Abkürzung
      Alle Spalten markieren und hier als Text einfügen. Müsste gehen

      Beispiel:
      ZES - Zusatzeinspeisung

      ZES = Spalte 1
      - = Spalte 2
      Zusatzeinspeisung = Spalte 3

      VG
      Thomas
      Der Hirntod bleibt bei einigen Menschen jahrelang unbemerkt. :tongue:
      __________________________________________________________________________
      [img]http://www.freeslotter.de/gallery/userImages/6b/38950-6b2d96a8.jpg[/img]
      2016 - Linden Park Speedway - Planungsthread
      2016 - Linden Park Speedway - Bauthread
      bis 2015 - Linden Park Speedway 2010-2015
    • Hmm, vielleicht als Index oben im Artikel geeignet, aber nicht mit dem zugehörigen Text.
      Und das Referenzproblem bleibt bestehen. Ich mag keine Vorwärtsreferenzen.