Matra Sports: Bienvenue le Bleu (off-topic: Alfa 33/2)

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    • Hallo Udo,

      schließe mich meinen "Vorrednern" uneingeschränkt an: Klasse Autos und toll geschrieben :thumbup: .....mehr davon!

      Ich hab' auch noch eine kleine Hintergrundstorie zum MS 640:
      Schon beim Roll-Out zeigten sich Jean-Pierre Beltoise und Henri Pescarolo enttäuscht von der Performance und besorgt über eine Instabilität beim Bremsen.

      Beim ersten richtigen Test in LeMans sollte eigentlich Johnny Servoz-Gavin fahren, dieser verspätete sich aber aus irgendwelchen Gründen und so stieg Henri Pescarolo in den Matra - dann passierte der Unfall.

      Pescarolo meinte dazu später: "Robert Choulet (der Aerodynamik-Konstrukteur) baute den MS 640 mit einem Flügelprofil wie bei einem Flugzeug. Selbst bei noch relativ moderaten Geschwindigkeiten erreichte der Wagen sehr bald einen kritischen Winkel und hob schon auf der kleinsten Kuppe ab."

      Nach Pescarolos Unfall wurde das Projekt MS640 eingestampft.
      "Ronnie Peterson gehört zu jenen Fahrern, die man nie vergisst - er war einer der schnellsten, die je da waren." - Niki Lauda
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    • d181cl schrieb:

      Du darfst ruhig so weiter berichten, auch mit den Insider-Stories & Hintergrundberichten!

      xXx schrieb:

      Ruhig mehr davon...

      Ronnie schrieb:

      .....mehr davon!

      stopit schrieb:

      Tooler Thread, bitte unbedingt weiterführen.
      Danke und mache ich gerne. :thumbup:

      1968 ist Matra mit einem MS630 (#24) in Le Mans an den Start gegangen. Am Sonntagmorgen lag der MS630 von Johnny Servoz-Gavin und Henri Pescarolo auf dem zweiten Gesamtrang als die Aufhängung brach und die Beiden aufgeben mußten.

      Sieger wurde in diesem Jahr der Gulf Ford GT40 Mk1 von Pedro Rodriguez und Lucien Bianchi mit der Startnummer 9.
      Ihr Teamchef John Wyer ist mit seinen Fahrern sehr zufrieden.

      1969 war John Wyer auch nicht zu schlagen. Es gewannen Jacky Ickx und Jackie Oliver im Gulf Ford GT40 Mk1 mit der Startnummer 6.
      Diesmal kamen zwei Matras ans Ziel und belegten sogar
      Platz 4 (MS650, #33, Jean Pierre Beltoise und Piers Courage) und
      Platz 5 (MS630, #32, Jean Guichet und Nino Vaccarella)
      Es fehlte in diesem Jahr leider der grüne Helm bei Le Mans. Henri Pescarollo mußte nach seinem schweren Unfall bei einer Testfahrt mit dem Matra MS640 genesen.

      Der MS650 war sogar "nur" 4 Runden vom Sieger entfernt!
      Immerhin hat der Ford GT40 Mk1 einen 4.9L V8 Motor als Antrieb, während die Matras mit ihrem 3.0L V12 Motor dagegen halten mußten.
      Aber die Zeit von Matra auf dem obersten Podest wird kommen. :thumbup:

      Dafür hat Matra ein gutes Team zusammengestellt.
      von links nach rechts:
      Gerard Ducarouge (Teammanager)
      Francis (Wheels Carrier)
      Michel (left Refueller)
      Maurice (right Refueller)
      Dominque (Airjack Man)
      Damien (One Jack Actioner)
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      Gruß Udo


      "If everything seems under control, you're just not going fast enough." (Mario Andretti)

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    • Moin Slotter.

      1972 sollte ein gutes Jahr für Matra werden.
      Henri Pescarolo war wieder genesen und voller Tatendrang.
      In diesem Jahr rollte der Matra MS670 aus den Werkhallen von Romorantin-Lanthenay.
      Der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

      1972 trat in der Sportwagen-Weltmeisterschaft ein neues Reglement in Kraft, und der Hubraum wurde von 5 Liter auf 3 Liter begrenzt.
      Somit gehörte Matra in Le Mans mit seinem 3 Liter-V12-Motor zu den Favoriten, zumal Ferrari den neuen 312PB kurz vor dem Rennen zurück zog.
      Man befürchtete, das der 312PB die lange Distanz nicht durchhalten würde.
      Porsche schickte keine Werksfahrzeuge an den Start, war jedoch mit 6 Privatwagen gemeldet. Alfa Romeo war mit 3 Fahrzeugen Tipo 33TT3 vertreten.
      Zuvor wurde die gefürchtete Maisson-Blanche-Passage aufgrund von vielen Unfällen entschärft, und BMW kehrte nach dem letzten Rennen in 1939 wieder nach Le Mans zurück.

      Nach dem Start ging der Schwede Jo Bonnier mit seinem Lola T280 in Führung. Nach einer Stunde waren jedoch die Matra Werksprototypen vorne und hatten eine komfortable 3-Wagen-Führung.
      Um 8 Uhr am Sonntagmorgen hatte Jo Bonnier einen schweren Unfall.
      Sein Lola wurde bei Tempo 250 km/h 8 Meter in die Höhe katapultiert und der Fahrer aus dem Cockpit in die Pinienbäume geschleudert. Bonnier starb noch am Unfallort.

      Mit 344 gefahrenen Runden gewannen Henri Pescarolo und Graham Hill im MS670 #15 das Rennen.
      Auf den zweiten Platz fuhren Francois Cevert und Howden Ganley im MS670 #14 (333 Runden).
      Dritter wurde das Porsche-Team von Jo Siffert A.T.E. Racing u.a. mit Reinhold Joest am Steuer (325 Runden).

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      Gruß Udo


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    • xXx schrieb:

      Weiter so, Udo!
      Also gut, Du hast es nicht anders gewollt. ;)

      Matra ist 1972 in Le Mans mit 4 Fahrzeugen an den Start gegangen.
      Es wurde auch eine Langheckversion des MS670 mit Jean-Pierre Beltoise und Chris Amon am Steuer eingesetzt.
      Leider ist Amon nach einem Unfall in der ersten Runde ausgefallen.

      Jean-Pierre Beltoise war der Schwager von Francois Cevert, der im MS670 #14 den zweiten Platz belegte.
      Während Beltoise im Jahr 2015 altersbedingt natürlich verstarb, ist Cevert 1973 bei einem Trainingsunfall in Watkins Glen (USA) ums Leben gekommen.
      Der nicht nur bei den Frauen beliebte Cevert galt als die große Hoffnung Frankreichs auf einen kommenden F1-Titel, und sein großer Mentor war Jackie Stewart.
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      Gruß Udo


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    • Der "grüne" 670er mit der Nr.15 ist ein SRC und aus einem Chrono-Kit modifiziert entstanden.
      Zumindest von diesem Kit bin ich enttäuscht, da er eine schlechte Verarbeitung hatte.
      Deshalb sind Slot.it-Teile ersatzweise eingebaut worden und damit fährt sich das Fahrzeug gut.
      Hinterreifen sind PUs von Bruno Dautin.

      Der Langheck-MS670 ist von Le Mans Miniatures und diese Modelle sind bei mir nur zum cruisen da.
      Zum "heizen" sind die mir zu schade.
      Gruß Udo


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    • Es geht weiter mit ....

      >>>> 1973 <<<<

      Matra hat den MS670 zum MS670B weiterentwickelt und sammelt Siege

      Matra gewinnt in diesem Jahr 5 von 10 Wertungsrennen zur Sportwagen Weltmeisterschaft.

      Vallelunga
      Dijon-Prenois
      La Sarthe
      Österreichring
      Watkins Glen

      Alle Siege wurden durch die Fahrerpaarung Henri Pescarolo und Gerard Larrousse heraus gefahren, und sie sammelten insgesamt 124 Punkte.

      :p1: Damit ist Matra Sportwagen Weltmeister 1973 !! :thumbsup:
      :p2: Ferrari 115 Pkt.
      :p3: Porsche 82 Pkt.

      Die Krönung war natürlich Le Mans.
      Diesmal war Ferrari mit dem 312PB dabei, aber Alfa Romeo war nur mit einem Privatfahrzeug an den Start gegangen.
      Wie erwartet konnte man einen spannenden Kampf zwischen Matra und Ferrari sehen.
      In den ersten beiden Stunden lagen Merzario/Pace auf einem 312PB vorn.
      Nach der zweiten Boxenstoppserie übernahmen die Matras die Führung.
      Beltoise/Cevert und Depailler/Wollek fielen jedoch mit ihren MS670B in Führung liegend aus.
      Nach 6 Stunden wechselte die Führung zu Schenken/Reutemann im zweiten Werks-Ferrari,
      die jedoch um Mitternacht wegen einem Motorschaden vor der Mulsanne stoppen mußten.
      Das Rennen wurde erst in der letzten Stunde entschieden, als dann auch der Ferrarimotor der führenden Ickx/Redman streikte.

      Mit 6 Runden Vorsprung gewannen Henri Pescarolo und Gerard Larrousse im Matra MS670B #11,
      vor Arturo Merzario und Carlos Pace im Ferrari 312PB #16,
      und Jean-Pierre Jaussaud und Jean-Pierre Jabouille im Matra MS670B #12
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      Gruß Udo


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    • Moin Slotter.

      Mal was anderes als Matra .....
      und weil ich den Alfa in diesem Thread schon behandelt habe.

      Nachdem ich gestern in der eBucht eine Bietniederlage auf einen wunderschönen Alfa Romeo Tipo 33/2 Daytona von Mulsanne Models hinnehmen mußte X( ,
      gallery.mulsannemodels.co.uk/#!album-0-218
      da ich bei 199 Euro ausgestiegen bin, habe ich mich zur Frustbewältigung wieder mit meinem Policar beschäftigt.

      Na ja, kurzum, die Dinger von Policar sind für Bastler nicht empfehlenwert. 8|
      Versucht mal einen Frankenslot Leitkiel zu befeilen, und dann die Oberfläche wieder in einen lackierfähigen Zustand zu bringen.
      So ein Material o.ä. verwendet Policar. Der Lack hält auch nur wie eine Haut auf dem Fahrzeug und hat nur eine geringe Haftung.
      Tja, nun habe ich das Teil mal angefangen und dann habe ich es auch als "abschreckendes Beispiel" zum Ende gebracht.
      Sieht einigermaßen aus, ist aber kein Leckerchen. :|
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      Gruß Udo


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