Gäsbockbiker 2017/2018 - 3 Klassen eine Serie

    • Autsch! Mein Fehler und es wird korrigiert. Es ist der 16.03. und der Geburtstag meiner besten Ehefrau von allen. Glaubt aber bloß nicht, dass ich deshalb aussetze :D
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    • "Bleibschd hinne draaan, da basiert Dir nix!"

      5. Lauf und es geht in Richtung Finale


      Unübersehbar geht unsere kleine Heimbahnrennserie in Richtung Finale. Der fünfte und damit vorletzte Lauf stand an und wie im Vorfeld zu vernehmen war, wurden hier und da noch Zehntel gesucht und gefunden, oder andere Motoren und Setups verprobt. Ob es was geholfen hat?
      Bevor es mit dem Rennbericht losgeht ein fettes Lob an die Truppe. Wir sind insgesamt elf Mitfahrer und bis jetzt hat nur der lomo (er weilte im Urlaub) einen Lauf verpasst und der Pfadsucher wurde für zwei Läufe von der Grippe dahingerafft. Jetzt waren wieder alle an Bord, um sich der Bahn ohne Gerade auszuliefern und aller Wahrscheinlichkeit nach erfurchtsvoll zu bestaunen, wie Miro seine Renner um die Strecke knallt. Wir haben ja noch Glück, dass es für das Catering keine Extrapunkte gibt. Es war wie immer klasse. Es hatte Würze/Schärfe, das Fleisch war saftig und der Fisch "a Drraum!". Besonderes Lob für den Nusszopf von Oma Haag. Da würde ich ein Abo für buchen wollen. Einmal die Woche bitte.

      Rennen! Es wurden Rennen gefahren, oder? Ja doch. Haben wir gemacht. Zunächst aber zwei Gastautos auf die Bahn gestellt. Ich mag diese Farbkombination und die Vetten von NSR sind einfach schöne und schnelle Autoles.

      Zur Erinnerung: Die Bahn ohne Gerade


      Die erste Klasse waren diesmal die Gruppe 5 Renner von Sideways. Nicht so im Flüsterton unterwegs wie die NSR oder die meisten slot.it, aber sehr sehr schöne Autos. Wobei die Capris irgendwie alle leiser sind als die meisten anderen Renner. An der Bahn tat es diesmal einen Knall und damit war wohl ein Knoten geplatzt. Patrick pilotierte seinen Liqui Moly-Capri total sicher und mit sehr guten Zeiten um die Strecke. Der Wagen ist die Show an sich inklusive Licht und Auspuffflammen.


      Belohnt wurde das saubere Fahren mit einem tollen fünften Platz in der Klasse. Glückwunsch. Auf dem Bild steht der Capri vom Funker ein wenig weiter vorne, aber im Ergebnis der Klasse musste er sich doch weiter hinten anstellen. Spannend das Duell auf der Bahn zwischen Ritzel im wunderschönen JPS-Porsche gegen mich und meine Cassettenschachtel BMW M1. Wir duellierten uns über fast 30 Runden Kopf an Kopf. Brutale Spannung und weil man ein wenig aufpasst, fehlt in den Runden schnell mal ein Zehntel zu den "normalen" Zeiten. Egal. Das war es wert. Leider verlor ich dann kurz die Kontrolle über meinen Wagen ausgangs der Kurve nach Start/Ziel und Ritzel war weg.

      Miro konnte sich nach 100 Runden deutlich absetzten, aber danach war es von Platz zu Platz sehr eng. 0,26 sec. Abstand zwischen Ritzel und dem Vize. Was ist das denn? Das ist irgendwo ein Ausrutscher mit dem Heck oder eine kurze Unkonzentriertheit.
      Im Bild sieht das Ergebnis der Gruppe 5 so aus:


      Da jetzt alle in Richtung Finale schauen, ein Blick auf die Wertung in der Klasse vor dem letzten Lauf. Kurz und knapp kann man davon ausgehen, dass ganz vorne der Drops gelutscht ist. Da müsste schon eine mittelschwere Katastrophe eintreten, bevor Miro den Platz an der Sonne verliert. Acht Punkte Vorsprung sind ein echtes Brett. Um so enger das Gedränge um Platz zwei auf dem Stockerl. Gleiche Punktzahl beim Vize und bei mir. Es scheint allerdings sicher, dass der siegreiche Martini-Porsche von zwei BMW M1 eingerahmt wird. Zwischen den Plätzen sechs und neun ist noch nichts entschieden. Da kann noch jeder auf den vorderen Platz fahren. Nach einer kleinen Delle im dritten Lauf hat sich Patrick wieder gefangen und die Formkurve geht nach oben. Wir bleiben gespannt.

      Wenn die Spannung schon auf 10V steht, machen wir mit der Gruppe C weiter. In den bisherigen fünf Läufen gab es vier unterschiedliche Sieger. Immer ganz vorne dabei: Ritzel mir seinem toll laufenden Löwenbräu IMSA-Porsche. Diesmal geparkt neben dem Budweiser-Renner vom Funker. Dieser Wagen scheint mir den stärksten 2024-er Motor im Feld unter der Haube zu haben. Der Anzug aus den Kurven heraus ist gewaltig.



      Doppel-IMSA by kelme_sis, auf Flickr


      Insgesamt liegen auch hier die Abstände nach den jeweils 2x50 Runden im Bereich zwischen starken zwei oder nicht mal einer Runde. An der Spitze wirklich Ritzel, der schon in der zweiten Disziplin des Abends einen Durchmarsch von Miro verhindert. Der hat sich nur einen schwachen Lauf bis jetzt geleistet und sammelt damit weiter fleißig Punkte auf das Gruppe C Konto. Der schwächere Lauf wird das Streichergebnis, da fünf von sechs Läufen pro Klasse in die Wertung kommen.
      Das Ergebnis in Zahlen:


      Im Bild der Gruppe C bestätigt sich dann auch hier die bunte Zusammensetzung. Porsche vor Toyota. Dann ein Lancia vor dem Jaguar, der wiederum von meinem Nissan verfolgt wird.


      Wie schaut es insgesamt aus? Entweder Sieg oder zweiter Platz und das macht im Ergebnis für Ritzel eine ungefährdete Führung in der Rennklasse. Da zudem das Finale auf seiner neuen Bahn stattfindet, die der Rest der Truppe nicht kennt, kann hier der Siegersekt schonmal kalt gestellt werden. Zur Absicherung hat Ritzel für das Finale eine gute Lösung für Training und Rennen: Strom auf der Bahn und damit Training: 18:59 Uhr. Beginn der Rennen. 19.00 Uhr. Spässle, oder? Platz zwei und drei könnte zwischen Magnus und Miro ausgefahren werden, aber da ist mindestens bis Platz Fünf noch die Chance gegeben was zu reissen.

      Nach der Gruppe C kommt als letzte Gruppe die NSR GT3-Flotte auf die Bahn. Hier machten Schreckensmeldungen im Vorfeld des Laufes die Runde, das Miro nochmal drei Zehntel an seinem Aston Martin "gefunden" hat. Wo soll das hinführen? Als ernsthaften Konkurrenten muss man immer die Corvette vom Vize im Auge behalten. Die Flunder geht wie das Messer und die Auslosung der Rennpaarungen über Cockpit XP bescherte uns ein "Duell der Giganten". Die Vette und der ASV in einem Lauf.


      Man könnte vom Ergebnis der Klasse fast sagen "die üblichen Verdächtigen", aber durch die bunte Durchmischung der Paarungen bleibt die Spannung bis zum Schluss des Rennabends erhalten. Der Funker fuhr mit dem schönen Z4 weiter nach vorne und belegte den sechsten Platz. Für einen Rallyepiloten, der keine eigene Flachbahn zum Training daheim stehen hat, wird das über die Saison immer besser.


      Ich fing schon an meinem an sich grundsoliden und schnellen R8 zu zweifeln. Auf der roten Spur kam der Wagen einfach nicht aus dem Quark und ich nicht in den Rhythmus. Zur Versöhnung strengten sich Pilot und Renner an und die zweiten 50 Runden wurden in 3:58 min. zurückgelegt. Mit so einer Zeit auf der roten Spur wäre mehr drin gewesen. Hat aber sollen nicht sein.


      Für die große Wertung fährt sich Miro also wieder 21 Punkte ein und bis Platz fünf liegt das alles dicht beieinander. Dann kommt seltsamerweise ein 30 Sekundenloch und danach wieder alles dicht beeinander. Woran lag das?
      Im Bild das Ergebnis der bunten Truppe


      Corvetten vorne und Corvetten hinten. ASVs vorne und auch hinten. Die Mischung passt. Porsche und BMW scheinen mir ein wenig unterrepräsentiert. Mal schauen, was in der neuen Saison kommt.
      In der Betrachtung der Wertung vor dem Finale ist eines sicher: Wenn der Vize beim Finale nicht gerade rückwärts fährt, ist ihm der Klassensieg nicht zu nehmen. Der Abstand zu Ritzel als Bahneigner des Finales ist viel zu groß. In der Wertung unter Berücksichtigung des Streichergebnisses schlagen da nur erste Plätze und ein zweiter Platz zu Buche. Magnus liegt sicher auf der Zwei. Wer das dritte Plätzchen auf dem Podest ergattert, kann noch nicht gesagt werden. Die sechs Punkte Rückstand von Ritzel sind nicht zu groß und wenn Miro und ich "verwachsen", sind wir schnell nach hinten durchgereicht. Wir haben beide mit den vorläufigen Streichergebnissen schwache Läufe aus der Wertung genommen. Einen zweiten Ausrutscher sollten wir uns da nicht erlauben.


      Nach dem ganzen Zahlenwerk für die Einzelklassen braucht es eine kleine Analyse der Gesamtwertung "over all".


      Auf den ersten drei Plätzen ist da noch nichts entschieden und bis Rang fünf kann noch jeder auf das Podest fahren. Der Vize liegt mit drei Zählern vorne und das ist im Wesentlichen ein Ergebnis großer Ausgeglichenheit. Zwar bis jetzt kein Sieg in der Gesamtwertung eines Rennabends, aber immer fleißig Punkte als Zweiter gesammelt. Ok, jetzt mal ein dritte Rang, aber der wird das Streichergebnis bis jetzt.
      Zeck befindet sich im Niemandsland der Tabelle. Abstand nach vorne und abgesichert nach hinten. Da wird nichts mehr anbrennen. Bis auf den Pfadsucher, bei dem die Grippe weiteres Puntkesammeln verhindert hat, können sich alle anderen noch hinter Zeck in die Tabelle einreihen.

      Mit feinen und tiefsinnigen pfälzer Gesprächen ging der Abend zu Ende. Die Koffer wurden gepackt und zum Finale geht es sogar auf die andere Rheinseite und wir besuchen die badischen Lande. Memo an mich: E Fläschel pälzer Riesling oipacke fer de Schorle!
      Und wie so oft am Ende des Berichts mein persönliches Lieblingsfoto des Abends.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kelme ()

    • Servus,
      muss schon sagen das Foto meines JPS gefällt mir sehr gut.

      Aber der Rennabend als solcher war ein echter Hit. Klar werden mir auch die tiefgründigen Gespräche zu späterer Stunde in Erlnnerung bleiben aber die Rennen noch viel mehr.
      Kelme, Du hast es bereits erwähnt, unser kleines Duell war schon sehr cool. Es war mir wie immer eine Ehre gegen Dich zu fahren. Hierbei schätze ich bei aller Ernsthaftigkeit den Respekt voreinander. Diese Rad an Rad Duelle sind nur möglich weil jeder auch auf den anderen dabei achtet. Großes Kino!

      Ansonsten bin ich schon erleichtert dass es mir gelungen ist eines meiner Lieblingsautos (JPS 945) endlich auch so hinzubekommen dass dieser renntauglich ist. Diese Weihen erhält demnächst mein NSR Aston.

      Miro, was soll ich sagen- sehr lecker! Wenn Dir das malen einmal nicht mehr gefällt dann koche einfach.
      Der Kuchen Deiner Mom, ein Gedicht!

      Ich freue mich in 4 Wo. mit Euch allen den Ritzelburgring seiner ersten Feuertaufe zu unterziehen. Bin gespannt wie das Layout und die Charakteristik ankommt.
      Und ja, das mit einer Min freien Training um mir einen Heimvorteil zu sichern war ein Scherz. Denk 5 Min für jeden sollten drin sein :D :D :D
      Gruß
      Ritzel
      der "Ritzelburgring"
      ...und was ist Dein Projekt?
      http://freeslotter.de/index.php?page=Thread&threadID=74358

    • "Einfache Erklärungen klingen plausibel, sind aber oft falsch. Ein komplexes Problem benötigt eine Mindestkomplexität der Erklärung."
    • Neu

      Der Geruch von warmgelaufenen Motoren, Öl und ein wenig Angstschweiß macht sich an den Trainingsbahnen und den Basteltischen breit.
      Das Finale steht am Freitag an. Der "Boxenfunk"ergeht sich in Themen, die der reinen Ablenkung dienen (typisch für Pfälzer) und Ritzel hat uns mit ein paar Detailfotos der Bahn komplett wieder auf den Boden der Realität zurück geholt. Ja, wir fürchten uns alle ein wenig.

      Außer der Rennleitung hat auch niemand eine Idee, welches Auto dieses Jahr der Lospreis wird. "Zitronengelb" war schonmal falsch.
      Wir bleiben gespannt.
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