Leitkielposition und Fahrverhalten

    • Leitkielposition und Fahrverhalten

      Ich komme mit dem D132 Ferrari 488 nicht auf gute Zeiten.Mein Z4 GT3 ist immer noch Benchmark, gefolgt von meiner Corvette C7R.
      Der Neuling auf der Bahn , nämlich AMG GT3 ist allerdings ebenfalls brandschnell.

      Zum Fahrverhalten:
      Z4 zappelig, aber trotzdem schnell
      Corvette und AMG: man kann sehr früh ans Gas und ist stabil unterwegs
      Ferrari: fährt bei mir nur Quer.

      Alles mit Orthmann Reifen und geschliffen. Der FS Kiel hat mir mir keine Auswirkung auf die Rundenzeit.

      Wenn ich mir jetzt die Autos von unten anschaue, fällt mir auf, dass der Drehpunkt des Autos, also die Leitkielmite verschiedene Abstände zur Vorderachse hat.
      Der Radstand ist natürlich ebenfalls unterschiedlich. Zu meinem Erstaunen hat der Ferrari den größten Radstand =O

      IMG_0164.jpg
      Corvette/AMG/Ferrari

      und hier nochmal nur Corvette und Ferrari
      IMG_0165.jpg
      Hier sieht man besonders gut wie weit vorne der Slot vom Ferrari ist.

      Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
      Kann ich an der Leitkielposition Rückschlüsse aufs Fahrverhalten ziehen?
      Das ist ja der Drehpunkt des Fahrzeuges und somit beeinflusst es die Hebelwirkung.
      Der Ferrari fährt als ob er nen megakurzen Radstand hätte, dabei hat er einen längeren Radstand als die Vette und der AMG.
      Ist die Position ein konzeptioneller Vor/Nachteil?
      Oder sind alle meine Beobachtungen reiner Zufall?
      Gruß Maggo
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    • Eigentlich ist es von Vorteil wenn der Leitkiel so weit wie möglich von der Hinterachse entfernt ist ( Länge läuft sagt man da gerne ) . Es könnte also andere Ursachen haben wie Spurbreite oder Gewichtsverteilung . Der Ferrari hat ja scheinbar noch einen Difusor hinter der Hinterachse . Gewicht hinter der Hinterachse begünstigt ein Ausbrechen mit dem Heck .

      Gruß Ralf

      :auto25: :auto3:
      "Der 2. Platz ist eine Ehrentafel auf der Damentoilette"
    • müsste ich nochmal messen.
      Es ist eher , dass ich mit Corvette und AMG früh ans Gas kann und das Auto super sauber fährt und mit dem Ferrari extrem aufpassen muss um ja nicht quer zu stehen und zeit zu verlieren.
      Beim Ferrari sind andere Ortmann drauf, die sind sogar breiter. Ob was mit der Mischung nicht stimmt kann ich nicht beurteilen.

      Bislang habe ich alle Autos auf ein ähnliches Zeitenniveau bekommen (kleiner 1/10).
      Das wären
      2x Corvette Z07R
      1x Z4 GT3
      1x Ford GT
      1x AMG GT3

      Prozedur ist standart:
      Magnete raus
      Felgen prüfen ggf schleifen
      Reifen schleifen
      Lager Ölen
      Ritzel fetten

      Ich messe den Ferrari nochmal, möchte jetzt nichts falsches schreiben
      Gruß Maggo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Maggo ()

    • Servus Maggo,

      eine ausführliche Info (PDFs) findest Du unter Beitrag #11 in diesem Thread:
      Ideale Position des Leitkiels

      beste Grüße :)
      klaus
      schlitzlos ist witzlos
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    • Das kurvenäussere VR bekommt evtl. zu spät Fahrbahnkontakt, infolgedessen
      hebt das kurveninnere HR "das Bein" und die Haftreibung nimmt ab, das
      kurvenäussere HR kann den nun fehlenden Gesamtgrip nicht ausgleichen = quer.
      Also VA etwas tiefer setzen, so dass die VR eher Bodenkontakt bekommen.

      Keiner macht, was er soll, jeder macht was er will und alle machen mit



    • @Murphy57 : klingt logisch. nur wie setze ich bei nem Carrera die Achse tiefer? Alternativ könne ich den Leitkiel bearbeiten und die Schleifer etwas "plätten"
      Gruß Maggo
    • @Viper : Danke. Der Link hat meine Vermutung bestätigt

      Ich zitiere:

      Lediglich die Längenverhältnisse von Achsabstand, Schwerpunktlage und vor allem ein großer Abstand vom Leitkiel zur tragenden Vorderachse beeinflussen negativ die maximal mögliche Kurvengeschwindigkeit. Dann können die Hinterreifen nicht genügend Grip aufbauen, um einen zeitraubenden Drift zu verhindern.

      Anhand eines Beispiels wurde berechnet:

      In diesem Diagramm erkennt man sehr gut den Nachteil des relativ großen Leitkiel-Vorderachsabstands von 21mm. Obwohl beim Radstand von 85mm die Hinterräder 106mm vom Leitkiel entfernt sind („Länge läuft“), so ließe sich doch eine höhere Kurvengeschwindigkeit erzielen, wenn der Leitkiel näher zur Vorderachse rutschen würde. Die maximal mögliche Kurvengeschwindigkeit liegt dann bei 1,94 m/s , wenn der Abstand s gleich null ist.

      An der Geometrie des Chassis lässt sich in der Regel wenig ändern und ist auch in den meisten Reglements nicht zulässig. Aber das ungünstige Abstandsverhältnis von Leitkiel-
      Vorderachse zu Vorderachse-Schwerpunktlage kann man verbessern, in dem man den Schwerpunkt in den Heckbereich verschiebt.

      Also: Frage beantwortet :thumbup:
      Gruß Maggo
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    • ....wurde in einem anderen Beitrag auch schon mal geschrieben, das
      Copyright liegt also nicht bei mir: "...zu schön, wenn das so einfach wäre..."
      Wobei die grundsätzliche Aussage schon stimmt, nur spielen in diese
      Abhängigkeiten noch viele weitere Faktoren hinein und entwickeln dabei
      ihre Eigenschaften....zuviel, um dieses auf einigen wenigen Seiten darzustellen.

      Keiner macht, was er soll, jeder macht was er will und alle machen mit