Revell BMW M1 Procar @ Plafit SLP1

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  • Revell BMW M1 Procar auf Plafit-Fahrwerk SLP 1

    Ich möchte mich nun mit einem klassischen Bausatz in der Slotcar-Szene beschäftigen - den Revell-Bausatz für den BMW M1 Procar. Dieser Bausatz wurde schon sehr häufig in meinem Umfeld in ein Slotcar konvertiert und hat viele Fans. Die Bestückung hinsichtlich Fahrwerk und Motor sind vielfältig. Es gibt auch eigene Rennserien zu dem Auto, in denen dann nach Reglement gefahren wird, in denen Fahrwerk, Motor und Reifen vorgegeben werden.


    Ich selbst habe mich entschlossen einen 18D Motor in das Auto zu bauen - allerdings nur den schwarzen Carrera mit 18.000 UpM. Werkeln soll das Ganze in einem Plafit SLP 1 mit angepassen Seitenhaltern. Reifen werde ich Moosgummi verwenden - ich denke dass das Auto vorwiegend auf verwinkelten Plastikbahnen zum Einsatz kommt. Dafür sind Moosgummi-Reifen am besten geeignet. Für den Einsatz auf schnellen Holzbahnen würde ich eher zu einem Bison II (26.000 UpM) mit PU-Reifen greifen - wobei Moosgummis auch da sehr gut funktionieren, jedoch bei gut eingestelltem Auto eigendlich unnötig sind. PU-Reifen sind anfangs recht aufwendig herzustellen sind aber auf Dauer pflegeleichter, wenn man auf ständiges Polieren verzichtet.






    Hier sind die Einzelteile des Bausatzes zu sehen. Wie bei einer Bausatz-Konvertierung üblich, werden hier nur die Karosserie inkl. Anbauteilen und die Felgen verwendet. Aus letzteren werden Felgeneinsätze für die Alufefelgen hergestellt.





    Etwas ungünstig ist die Vielzahl der Einzelteile für die Karosserie..... Diese müssen alle Einsatzresistent zusammengeklebt werden werden. Der Kofferaum muss komplett entfernt werden - er würde das spätere Innenleben stören bzw. Arbeiten am Antrieb unnötig erschweren.





    Der Kofferaum ist vom Innenleben mittels Dremel befreit - Das geht auch mit den meisten Reglements einher und ist somit erlaubt.






    Die Karosserie ist mittels Revell-Contacta zusammengesetzt was nach ausreichender Trocknungszeit guten Halt liefert. Zur weiteren Verstärkung der Nähte habe ich Pattex Stabilit-Express verwendet. Wo es ging (ebene Fläche) habe ich Polystyrol-Streifen zur Verstärkung eingesetzt.





    Ein bischen Sorge bereiten mir die Fehlstellen in der Karosserie - Da ist man von Tamiya-Bausätzen besseres gewohnt. Die neueren Bausätze von Revell sollen aber lt. Aussage versierter Slotter auch von deutlich besserer Qualität sein. Hier werde ich mit Spachteln und Schleifen einiges zu tun haben.





    Die zu kurz geratene Heckklappe ist besonders ärgerlich. Das werde ich nicht so lassen und versuchen die Heckklappe zu verlängern. Hier zeichnet sich einiges an Arbeit ab, bevor das Modell lackiert werden kann....





    Zur Verlängerung verwende ich einen Polystyrolstreifen. Der ist zwar deutlich dicker kann aber später flacher geschliffen werden. Eingesetzt wird er mit Revell Contacta, welcher die beiden Teile regelrecht miteinander verschweisst - vorausgesetzt man wartet lange genug....






    Nach dem Trocknen wird erstmal grob Spachtelmasse aufgetragen.






    Wenn ich grob sage, dann meine ich grob....



    Nach dem ersten Schliff schon besser aber noch einiges an Arbeit übrig. Nichts passt so wirklich richtig gut zusammen und überall tun sich Krater und Lücken auf.





    In der Zwischenzeit habe ich alle Teile zusammengetragen, die zum Aufbau des Slotcar nötig sind. Im Besonderen zu erwähnen sind hierbei der komplette Innenausbau inkl. Motor- und Fahrerattrappe aus Lexan und die Moosgummi-Rohlinge von Sigma- damit es nicht langweilig wird, werde ich die Moosgummi-Räder selbst machen. Diesmal kein Scaleauto-Produkt.





    Hier das SLP-Fahrwerk mit Achsen und Sigma-Felgen. Das Fahrwerk ist zu breit, da für ein Gruppe C Auto vorgesehen. Im Bereich der Karosserieträger wird es schmaler gemacht, damit es unter den M1 passt (Tipp hier aus dem Forum - User "xXx" und "Slotcarracer")





    Hier sieht man sehr gut dem Überstand der Karo-Halter.







    Die Räder sind fertig. Die Bausatzfelgen wurden zum Felgeneinsatz umgearbeitet und der Stern schön in Gold lackiert. Die Reifendurchmesser habe ich erst mal 1mm grösser gelassen als bei den Bausatz-Reifen. Darum kümmere ich mich erst nach dem Einkleben der Karosse. So kann die Karo beim Einkleben auf den Rädern aufsetzen und macht Abstandshalter obsolet.




    Fahrwerk und Karosserie sind verklebt. Die Karohalter musste ich extrem bis kurz auf Höhe der Langlöcher runterschleifen. Viel schmaler dürfte der M1 nicht sein, dann würde das SLP nicht ohne weitere Massnahmen passen.





    Hier während der Trocknungsphase des Klebstoffes. Hinten habe ich doch noch 0.5 mm Polystyrol dazwischengeschoben, weil es rein rechnerisch ohne die 1mm schon nicht gepasst hätte.





    Danach ging es ans Ausrüsten und Elektrifizieren des Antriebs. Hier wir der schwarze Carrera verwendet, der zu schlapp für den Canon-Porsche war. Bin gespannt, ob der im M1 ausreicht.... Übersetzung habe ich erst mal als grobe Richtung 11/40 verbaut.



    Die ersten Runden sind mit dem Rohbau absolviert und ich bin positiv überascht. Das Auto fährt traumhaft und ist nur mit roher Gewalt in den Drift zu bekommen. Das ist sicher auch dem noch leeren Deckel geschuldet. Der schwarze Carrera ist ideal dafür - Bremse ist brachial, so dass ich erst mal den Bremsüberschuss in Endgeschwindigkeit umgewandelt habe, indem ich auf 11/38 gegangen bin. Auf der grossen Holzbahn im SOKO-Keller konnte ich so anständige Rundenzeiten abliefern, obwohl Moosis dort nicht ideal sind. Auf meiner Heimbahn funktioniert das sowieso.



    Zeit sich wieder der ungeliebten Karosserie zu widmen.....Den verbleibenden Lunkern und Ritzen rücke ich mit Füller aus dem 1:1-Automobilbereich zu Leibe....ich hoffe das verträgt sich später mit den Tamiya-Produkten - sonst wirds fies....




    Immer noch nicht alles dicht *grummel*




    Der Basislack ist aufgetragen. Vorher habe ich die Karosse noch mal mit Tamiya Grundierung weiss geduscht. Als nächstes werden die Decals aufgebracht, bevor es dann mit dem Klarlack weiter geht. Bevor das geschieht brauche ich aber erst mal eine Lackierbox mit Absaugung. Die Staubeinschlüsse beim Porsche haben mich doch genervt - auch wenn es nur wenige waren....






    Decals und einige manuelle Detailmalungen (z.B. Türgriffe, Blinker vorne etc.) sind aufgebracht. Als nächstes wird die Karosse klar lackiert. Die Scheibeneinfassungen kommen erst danach, da diese schwarz-matt sein sollen und nicht mit klarlackiert werden.








    Die Karosse inkl. Spoiler wurden in der neuen Airbrushkabine klarlackiert. Bin mit dem Ergebnis zufrieden - keine Staubeinschlüsse oder nur vereinzelte, sehr kleine. Die Oberfläche lässt sich wahrscheinlich nur durch Verwendung anderen Klarlacks verbessern; z.B. 2K-Klarlack. Unmittelbar nach dem Lackieren war die Textur perfekt. Nach einer Stunde ist der Lack eingefallen und hat die Orangenhaut ausgebildet... Trotzdem ganz gut geworden.











    Ich weiss, dass ich nichts weiss - also mehr als einer der nicht weiss, dass er nichts weiß

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