HBR Carrera D132/Evolution-Chassis "plug & play" - Test & How to

Liebe Mitglieder und Freunde des freeslotter Forums.
In Kürze wird das Forum auf einen neuen Eigentümer übergehen.
Nach über 20 Jahren werde ich mich vollständig aus dem Slotracing und damit auch Internet zurückziehen.
Leicht war es nicht jemanden zu finden der das Forum in gleicher Art und Weise fortführen will.
Der neue Eigentümer wird sich nach dem Übergang bei euch vorstellen und seine zukünftige Strategie mitteilen.
Ich danke euch für eure langjährige Treue die zum Erfolg der Seite beigetragen hat und hoffe ihr werdet auch weiterhin mit viel Enthusiasmus die Seite mit euren Diskussionen am Leben erhalten.
Gruß
Michael
  • Epilog (wer keinen Bock zu lesen hat und lieber Bilder gucken will, kann diesen Abschnitt getrost überspringen und direkt zum Umbaubericht des M1 scrollen - ich kenn ja meine Pappenheimer :D )


    In der Vergangenheit war ich immer zu faul - und zu geizig - bei einem meiner 132er eins dieser 3D-Druck-Chassis auszuprobieren, die auf Slot.it-, NSR- oder Thunderslot-Technik basieren. In erster Linie, weil mein bevorzugter Maßstab 1/24 ist und ich bis auf ganz wenige Ausnahmen fast ausschließlich mit Teilen für 3 mm-Achsen ausgestattet bin und nicht auch noch mit 2,3x mm-Teilen anfangen wollte. Zudem erschien es mir wirtschaftlich immer irgendwie wahnsinnig, ein komplettes Auto zu kaufen, davon nur den Deckel zu verwenden und dann nochmal irgendwas zwischen 30 und 60 Euro in die Hand zu nehmen, um es fahrbar und schnell zu bekommen. Ich hab das am Anfang des Hobbys mit einigen D132 zu genüge praktiziert, aber wirklich zufriedengestellt hat mich das nie. Erst als ich über Sideways, Slot.it oder Revoslot gestolpert bin, hab ich realisiert, dass es Hersteller gibt, die schnelle, gute Autos auch ab Werk anbieten. Wenn es sowas aber fertig gibt, warum dann erst eine Möhre kaufen und die untenrum komplett umoperieren?


    Natürlich weiß ich, dass das schon Sinn macht und es einfach wahnsinnig schicke Autos gibt, die erst durch einen solchen Umbau auch schnell und fahrbar werden. Für mich selbst hab ich aber entschieden, die Autos so zu nehmen wie sie sind, höchstens einen für die Carrera-Schiene passenden Leitkiel zu verbauen (oder den vorhandenen so zu modifizieren, dass er passt), sie mit etwas Gewicht zu trimmen und - wenn alles verkleben und rund schleifen der originalen Reifen nichts hilft - ihnen einen Satz griffigere Reifen für die HA zu gönnen (was tatsächlich aber viel seltener nötig ist als man glaubt). So haben sich bei mir ein paar hundert 132er verschiedenster Hersteller angesammelt, die ich einfach so fahre, wie sie sind. Manche sind sauschnell, andere nur schnell und wieder andere eben eher entspannt. Mein Hauptaugenmerk lag bei diesen Autos immer auf deren Fahrbarkeit und nicht darauf, mit ihnen Rekorde zu brechen - dafür habe ich andere Autos, die weit weniger Zuwendung benötigen und von Haus aus schon schnell sind.


    Aber warum jetzt diese Einleitung? Um deutlich zu machen, dass ich 3D-Fahrwerken gegenüber nicht so wirklich aufgeschlossen bin. Klar bin ich schon welche gefahren und ja, damit werden aus Schweineeimern echte Rennmaschinen - aber für mich selbst war mir das immer viel zu viel Aufwand und auch viel zu kostenintensiv.


    Und dann kam da mit einem Mal der Heinrich von HBR ums Eck und stellte sein neues Carrera-D132/Evo-Plug&Play-Chassis vor: ein Chassis komplett mit allem (und scharf), das keine Magnete braucht, in das man einfach die vorhandenen Carrera-Teile einbauen und mit dem man quasi ohne auch nur ein zusätzliches Teil zu benötigen direkt drauf los fahren kann. Und genau da wurde ich neugierig, auch weil rund 30.-€ pro Chassis eine für mich sehr überschaubare Investition sind, um aus einem Sack Muscheln ein fahrbares Slotcar zu machen.


    Also kurze PN an Heinrich und die drei zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Chassis geordert: M1, Z4 und Roadrunner. Letzterer war noch in der Mache und ich war zwischenzeitlich in Urlaub, aber M1 und Z4 kamen noch beizeiten, sodass ich beide ausgiebig testen konnte. Und wie das so verlaufen ist, möchte ich euch jetzt berichten.


    Ich beginne mit dem M1, da hier ein klein wenig mehr gemacht werden muss, weil die unter Heckpartie der Karo fest mit dem Originalen Chassis verbunden ist und umgepflanzt werden muss - was zwar nicht wirklich schwer, aber für weniger geübte Bastler vielleicht doch ein bisschen tricky ist…



    Das M1-Chassis


    Ausgangspunkt war ein M1, den ich "analogisiert" habe - Decoder und Beleuchtung waren ausgebaut, das originale Chassis mit ca. 14 Gramm Zusatzgewicht getrimmt, ein FS-Leitkiel verbaut, die vorderen Schleifer der Doppelschleifer entfernt, die (originalen) Reifen auf der HA mit Pattex Repair verklebt und auf der TireRazor rundgeschliffen. Alle Magnete waren selbstverständlich entfernt, wie das bei gut 99,7% meiner Autos der Fall ist.


    Die dazugehörigen Eckdaten: 99,3 Gramm, 12 Volt, Bestzeit 7,93, Schnitt ca. 8,2, Bahnlänge 21,40 Meter (wer mehr zum Kurs wissen will: Klickeldiklack) - der Wagen war ganz ok fahrbar, musste aber konzentriert bewegt werden weil sich der Hang zur latenten Slotflucht nur mit noch mehr Gewicht hätte reduzieren lassen.


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    Nach dem Auspacken findet man folgende Teile inkl. aller (!) benötigter Schrauben vor - lediglich die originalen Karo-Schrauben werden übernommen:


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    Die Zuordnung der zu verschraubenden Achs- und Motorhalterungen ist dank vorherigem Brainstorming mit Heinrich quasi "deppensicher" konstruiert und nicht mal ich konnte da was verkehrt machen: jede Halterung hat eine "Nase" die nur an einer Stelle mit dem entsprechenden Gegenstück auf dem Chassis korrespondiert. :thumbup:


    Alle Schrauben haben die passende Länge und sind logisch zuzuordnen. Lediglich die drei Schrauben für den Motor/Achs-Halter haben nur anfangs ein Gewinde und sind zum Kopf hin glatt, um so einen Motorwackel erzeugen zu können. Die drei anderen Schrauben derselben Länge haben mich Anfangs etwas verwirrt: zwei sind für die Befestigung des LK-Drehtellers gedacht, soviel war klar - aber wofür ist die Dritte? Naja, hätte ich gleich nen digitalen M1 hergenommen, wär's gleich offensichtlich gewesen: zur Befestigung des Decoders natürlich.


    An dieser Stelle ein großes Lob an Heinrich: statt den Kunden mit den originalen Schrauben das Chassis verhunzen zu lassen legt er gleich passende Schrauben mit Feingewinde bei, die im verwendeten Material bombig halten.



    So sieht das Chassis dann im direkten Vergleich zum Original aus:


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    Und hier nochmal in "gestripptem" Zustand:


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    Bevor man mit dem (sehr einfachen) Zusammenbau des M1-Chassis beginnen kann, muss man sich allerdings erst um das Heckteil kümmern, das natürlich ebenfalls zum neuen Chassis wandern soll.


    So schaut das Original aus…


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    …und so das HBR-Chassis


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    Heinrich hat die beim Original am Heckteil befestigten Anbauteile direkt an sein Chassis konstruiert, sodass es theoretisch tatsächlich genügt, nur das Heckteil selbst umzusetzen.


    Das Entfernen desselben ist allerdings mit Vorsicht und Geduld durchzuführen, da es mehr Befestigungspunkte gibt, als man auf den ersten Blick wahrnimmt.


    Hier mal alle Schweiß-Punkte, die man mit einem Skalpell o.ä. freischaben/schneiden muss:


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    Zu allem Übel wurde das Heckteil zusätzlich mit einem Tropfen Sekundenkleber gesichert, wie man hier am originalen Chassis gut sehen kann:


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    (die roten Abfärbungen sind Lackreste, die am Kleber hängen geblieben sind)


    Hat man dann alles entfernt, findet man tatsächlich 4 Teile vor:


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    Von den Anbauteilen benötigt man eigentlich keines mehr, da Heinrich aber das Hitzeleitblech (?) nicht nachgebildet hat, hab ich für mich entschieden, das zu übernehmen:


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    Also wieder eingesetzt, mit einem alten Lötkolben (mit schräger, flacher Spitze) sauber verschweißt und mit einer kleinen Feile möglichst glatt geschliffen, damit das Heckteil später wieder schön dicht am Chassis anliegt


    Leider blieb bei mir am Heckteil selbst nur wenig Material stehen, um es erneut verschweißen zu können. Hier kann man sicher auch mit Kraftkleber o.ä. arbeiten, aber verschweißen ist meiner Meinung nach dennoch die stabilere Methode, um Auffahrunfall-gefährdete Teile so stabil wie möglich anzubringen. Also habe ich ein paar passende, kurze Polystyrolröhrchen am Heckteil angeklebt…


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    …und das Heckteil dann ordentlich verschweißt (der Kleber diente nur zur Fixierung, das Polystyrol verschmilzt beim Verschweißen sowohl mit dem Chassis, als auch mit dem Plastik des Heckteils):


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    So vorbereitet ist der Rest schnell erledigt:


    1.) den vorhandenen Motor im neuen M/A-Halter verschrauben…


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    2.) die vorhandene HA ebenfalls im M/A-Halter verschrauben…


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    3.) den M/A-Halter mit Motor und HA im Chassis verschrauben (natürlich von unten) und anschließend jede Schraube je nach Gusto um 1 bis 2 Umdrehungen wieder lösen, damit das Teil beweglich wird…


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    4.) die vorhandene VA im Chassis verschrauben (hat Höhenspiel)…


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    5.) den vorhandenen Drehteller samt Leitkiel und Schleifern im Chassis verschrauben…


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    6.) die ebenfalls mitgelieferten Madenschrauben für die Höheneinstellung der VA einschrauben (oben…


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    …und unten)


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    7.) die Höhe der Vorderachse passend einstellen…


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    Fertig!


    Der ganze Schrauber-Spaß dauert ungefähr 10 Minuten, der Umbau der Heckpartie nimmt ebenfalls nochmal 10 bis 15 Minuten in Anspruch (wer da ungeübt ist, nimmt sich einfach etwas mehr Zeit - Ungeduld führt nur zu Bruch und Frust ;) ).


    Das fertige Auto sieht am Ende so aus, wie vorher auch:


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    Nur von hinten wirkt es etwas "grober", was aber schlicht der Auflösung des 3D-Drucks geschuldet ist. Wem das Endrohr nicht gefällt der kann sicherlich das Originale übernehmen und das gedruckte entfernen. Mich stört es nicht, man sieht sowieso nicht viel davon - und es hält Auffahrunfällen mit Sicherheit besser stand, als das Einzelteil, das sich doch hin und wieder verselbständigt und gerne in der 4. Dimension einer jeden Bahn verloren geht.


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    Und wie fährt sich das jetzt?


    Mit einfachen Worten: genial! Man erhält ein völlig anderes Auto, das man erheblich entspannter bewegen kann, als mit dem originalen Chassis.


    Die neuen Eckdaten lauten (die alten zum Vergleich dahinter in Klammern): Gewicht 90,6 Gramm (99,3), 12 Volt (12), schnellste Runde 7,24 (7,93), Schnitt ca. 7,45 (ca. 8,2).


    Würde man dem Wagen PUs spendieren oder die alten Reifen mit Ballistol etwas geschmeidiger machen (die vorhandenen haben Carrera-typisch schon etwas "abgebaut") wären sicherlich noch bessere Zeiten und auch eine höhere Spannung drin, aber ich wollte ja gezielt einen Vorher/Nachher-Vergleich.



    Fazit: wer mal das Fahren ohne Magnete mit deutlich weniger Frust als üblich ausprobieren will, keine Lust auf Tuning-Teile hat oder so wie ich ein paar alte D132/Evos besitzt und die ohne viel Aufwand verbessern will, ist mit diesem Chassis bestens versorgt. Klar, gerade beim M1 muss ein klein wenig gebastelt werden, aber das ist nunmal der Grundkonstruktion von Carrera geschuldet und unterm Strich keine große Sache. Von meiner Seite kann ich dem interessierten Heimbahn-Slotter dieses Chassis jedenfalls uneingeschränkt empfehlen - man erhält zwar keinen Über-Rennwagen, aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Dafür bekommt man aber ein magnetfrei sehr gut fahrbares Auto, das enormen Spaß macht und das originale Carrera-Chassis locker in den Schatten stellt.



    Den Z4 reiche ich hier demnächst nach, aber ihr hattet ja jetzt auch erstmal genug zu lesen… 8)

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  • Toller Bericht, da kann ich mir ne Scheibe von abschneiden :thumbup:


    Vielleicht darf ich noch kurz anfügen, dass ich vor einigen Wochen das HBR "C" Chassis (Prototyp) für den 3,5 CSL BMW testen durfte. Und obwohl seitens des Konstrukteurs noch etwas Nacharbeit an der VA nötig war, lief das HBR Chassis um 0,65 sec (bei 21 Meter Bahnlänge) schneller als das Carrera Chassis.


    Ich kann Vau Acht also meine vollste Zustimmung geben :daumen3:

  • V8 is back. Very impressive. :thumbsup:

  • Nachfolgend nun noch der Test mit dem


    Z4-Chassis


    Mit diesem Auto aus meiner noch rein digitalen Anfangszeit stand ich eigentlich immer auf Kriegsfuß. Damals gekauft, direkt die Magnete entfernt und umgebaut: vorne und hinten KuLas und Stahlachse, vorne Sigma-Alus mit Slot.it Zerogrip-Reifen, hinten FS-Alus und -PUs, Slot.it Kronenzahnrad, FS-Leitkiel - halt das, was man so macht, wenn man mit D132 ins Tuninglager wechselt und ein Auto auch ohne Magnete fahrbar bekommen will. Da das Auto dennoch eine Diva vor dem Herrn war, hab ich ihm noch 8 Gramm Zusatzspeck verpasst, aber so wirklich Freude habe ich dennoch nie am Fahren mit ihm empfunden. Das Ding ist einfach zickig und will nur selten so wie ich - obwohl ich sicher an die 30.-€ an Zusatzteilen reingesteckt hab.


    So umgebaut ergaben sich folgende Eckdaten: Gewicht inkl. Decoder und Beleuchtung 109,5 Gramm, 12,5 Volt am LNT, Speed 10 und Break 5 an der CU, mit Ach und Krach, viel Heimweh und jeder Menge Dusel gerade mal eine 7,5 in der Spitze, im Schnitt ca. 7,7 - und schon bei 13 Volt bereits kaum noch im Slot zu halten, weil jede engere Kurve eine Aufforderung zum spontanen Leitplankenbesuch darstellte. Mal zum Vergleich: andere D132, die ich mit demselben Aufwand modifiziert habe, sind locker 2 Zehntel schneller und liegen erheblich besser als diese Möhre.


    Da ausgerechnet dieses Modell das erste von Heinrich war, für das er sein Plug & Play-Chassis entworfen hat, hat er damit überhaupt erst mein Interesse an einem Austausch-Chassis geweckt - denn wenn alle Carrera-Komponenten eingebaut werden können, können sicher auch die vorhandenen Tuningkomponenten übernommen werden.


    Also los geht's…


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    Allerdings gab es direkt ein kleines Problem: Heinrich hat die Aussparung in seinem Chassis - logisch - auf das Carrera-Kronenzahnrad abgestimmt. Das geschraubte von Slot.it ist jedoch minimal stärker und hat eine Beschriftung mit erhabenen Buchstaben - und genau die hat am Chassis geschliffen. Ergo habe ich mit einer kleinen Flach- und einer Vierkant-Feile die Aussparung einen Tick vergrößert, damit das Zahnrad reibungsfrei laufen kann.


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    Selbstverständlich habe ich das direkt mit Heinrich kommuniziert, sodass nachfolgende Chassis nun auch ohne Nachbearbeitung für Tuning-Zahnräder ausreichend Raum bieten werden - mit nem Profi arbeiten macht halt einfach Spaß! :thumbsup:


    Der Rest ist schnell erzählt: nach dieser Hürde war alles andere in Kinderspiel. Die Kugellager liesen sich genauso verschrauben, wie die Carrera-Lager, auch der Zusammenbau mit Decoder und Lichtplatinen war ein Kinderspiel und nach 10 Minuten sah das Chassis so aus:


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    Und damit ihr auch sehen könnt, dass Heinrich sich auch dort Mühe gibt, wo man es nicht sofort sieht hier noch ein Blick auf die Unterseite, deren Front- und Heckbereich er quasi 1:1 vom Original reproduziert hat:


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    So umgebaut und natürlich mit vernünftig eingestellter Vorderachse und Motorwackel ging's direkt für 50 Runden auf die Bahn - was mir spontan ein Dauergrinsen ins Gesicht zauberte. So fahrbar war diese Karre noch nie. Und noch nie hat die so viel Spaß gemacht. Vollkommen entspannt, ohne Hektik konnte ich eine Runde nach der anderen abspulen und musste dabei nie unterbrechen, um den Wagen wieder in den Slot zu setzen - er blieb einfach von selbst drin.


    Die neuen Eckdaten lauten dementsprechend wie folgt: Gewicht 104 Gramm (109,5 Gramm inkl. 8 Gramm Trimmblei), 12.5 Volt am LNT/Speed 10 und Break 5 an der CU, auf Anhieb eine 7,4 (7,5 bis 7,7)- ohne jede Mühe oder Anstrengung.


    Da ich es kaum schaffte, den Wagen zu deslotten, hab ich das LNT mal auf 13 Volt gedreht. Vor dem Umbau quasi unfahrbar, aber danach? Immer noch sicher im Slot, schnellste Runde 7,25 - und das auch noch konstant reproduzierbar!


    Wenn 13 gehn, gehn vielleicht auch 13,5 Volt? Jawoll, tun sie: eine Runde gefahren, 7,13 Sekunden auf der Uhr, konstant zwischen 7,15 und 7,2 Sekunden unterwegs - und das Ding macht immer noch jede Menge Laune und lässt sich viel kontrollierter bewegen als früher. Geil!


    Fazit: auch das Z4-Chassis ist eine lohnende Investition, wenn man beim magnetfreien Fahren Spaß statt Frust haben und trotz fehlender Hafthilfen die Kontrolle über das Fahrverhalten haben möchte. Natürlich ist ein vorheriger Umbau auf Tuningteile völliger Unsinn, wenn die nicht von früheren Tuningorgien eh schon vorhanden sind. Aber auch damit funktioniert dieses Chassis einwandfrei und macht das Auto definitiv besser. Die Zeiten sind zwar nicht ganz so unterschiedlich, wie das bei den Originalteilen der Fall ist, aber was die Fahrbarkeit und den Fahrspaß angeht ist dieses HBR-Chassis absolut ein Quantensprung.


    Von daher auch hier eine ganz klare Kaufempfehlung für alle, die ihr Auto auf möglichst unkomplizierte und günstige Weise verbessern und fahrbar machen wollen. Einfacher kommt man nicht zu einem D132, der auch ohne jeden Magnete richtig Spaß macht! :thumbup:

  • Hallo Sascha,


    Ich weiß überhaupt nicht wie Ich mich ausdrücken soll und das kommt bei mir RuhrPottBlach echt selten vor... :w00t::w00t::w00t:


    Der M1-Bericht war der Hammer und dann haust du beim Z4 auch noch so einen raus :thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    U N G L A U B L I C H happy_004happy_004happy_004



    Ich freue mich natürlich sehr (sehrsehrsehr...) das dir meine Chassis so gut gefallen :thumbsup::thumbsup::thumbsup:



    Der direkte Austausch und sofortige Umsetzung der Rückmeldungen ist eben das was Ich mit der Manufaktur in Verbindung mit der eigenen Produktion erreichen will.


    Und das schöne ist man lernt auch noch nette Menschen kennen :thumbsup::thumbsup::thumbsup:



    Vielen Lieben Dank für diese beiden genialen Berichte :thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    Der Heinrich



    P.S. der M1 kann auch ohne Motorattrappe bestellt werden :D Oder für Slotit-Motorhalter 2,38mm Achsen und Alufelgen :thumbsup:

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