Ein hölzernes Digitalodrom entsteht....

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    • Hallo Gernot

      Toller Bericht, Tolle Ideen!
      So kann man auf einer Holzbahn auch Digital fahren.
      Da gibt es blötzlich ganz neue Möglichkeiten.
      Ich selbst hab nur wenig Platz, aber jetzt würde ich noch einmal neu anfangen.
      Hatte erst etwas anderes vor ( Dualumbau ) aber jetzt warte ich noch.

      Mfg. aus Graz...
      Kurt
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    • @Kurt, so geht es mir auch :D Wenn der Nachwuchs mal kommt und ein Umzug ansteht, wird jedenfalls direkt auf Holz gebastelt :)

      Echt toller Berict! Direkt abonniert und bin echt gespannt wie es weiter geht. Hoffentlich schön detailliert :thumbsup:

      Beste Grüße und ruhige Feiertage,

      Pascal
    • Das Lackieren :

      Als Mechaiker muss ich ja nicht betonen, dass mich das staubige fettfreie Gedöns nicht sonderlich erfreut !

      Kenn mich auch beim Lack nicht besonders aus, drum ging ich zum Farbenhändler in der Ortschaft. Wenns nicht hinhaut, kann ich beim Dorfwirten Dampf machen ! ^^

      Lack ist so ein "Tigerzeug" auf Wasserbasis...ziemlich geruchsneutral mit dazupassender Grundierung. Den anthrazithfarbenen Teint hat sich Junior ausgesucht, ich hätte einen Ton heller genommen um die Spuren der Moosis besser zu sehen :)

      Nachdem Grundieren stellte das MDF mal gehörig die Haare auf. Die mussten mit 240 er Schleifpapier wieder gestutzt werden. Ehrliche Handarbeit ! Danach erfolgte der erste Anstrich mittels Schaumstoffrolle. Nach ersten Versuchen zeigte sich, dass bei schön dicker Konsistenz das Ergebnis am Besten war.Denke Das Mischungsverhältnis war so 1:1 zwischen H2O und dem Lack. Der Lack selbst war so zähflüssig, man konnte förmlich Männchen formen .

      Ich hatte ein Versuchsbrettchen mit Slot vorbereitet. Das lackierte ich als erstes , dann stellte ich das Auto rein und kippte es langsam. Bei so 62 Grad Schräge begann das Heck eines Slotit Gruppe C mit NSR Bereifung zu Rutschen. Dem gleichen Prozedere musste sich die unlackierte C-Schiene stellen. Hier rutschte das gleiche Fahrzeug bereits bei 45 Grad oder knapp darüber oder drunter.

      Also war ich mit dem Reibwert ganz zufrieden :)

      Nach dem ersten Anthrazithanstrich wurde nochmal mit 320er Papier geschliffen . Es kam an einigen Stellen ein supergeiles Asphaltbild zustande, denn der hellere Grund kam ein wenig durch. Aber Junior meinte : "Papa ich will es aber lieber ganz dunkelgrau haben !"

      Also gut....dunkelgrau ! ;(

      7 Wochen später, ich glaube es war Ende April, hatte ich alles lackiert. Junior rollte brav mit !

      Da ich bis Ende 2015 eine gutgehende Motorradwerkstatt meinem Job als techn. Angesteller in einem großen Konzern betrieb, musste die Bahn nun in einer Ecke im Keller ausharren, bis es weiterging.....
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    • Spitzenbericht :danke2:
      Da bekommt man Lust sofort eine Bahn der selben Art zu bauen ;(
      Bin gespannt wie es weitergeht!
    • ...So zwischen Motorradreparaturen meinem Technikerjob und fast Vollzeitpapa, hier ein riesen Dank an die Großmutter !!!, gab es auch mal Zeit im Sommer den Weichenprototyp zu basteln.

      Wie gesagt nach dem Zerschnippseln auf das gewünschte Maß, richtete ich mal die Leiter auf dem "Richtplatz" gerade. Der Richtplatz wo das Stündchen für den krummen Leiter schlägt , ist ein MDF Rest der Bahn auf dem ich zwei Flacheisenstreifen mit 3mm Höhe montierte. Diese haben genau den Abstand , dass der Leiter gerade reinpasst. Mit dem Lederhandschuh hielt ich die eine Seite des Leiters nieder, während ich den anderen Teil mit der "Flex" skalpierte. So wurde der Überstand aus dem Litzenbett entfernt.

      Die gebogenen Leiter der Weichen wurden laut Indianermanier "freihand" skapliert ! Der Leiter hat nun eine Schenkellänge von 3 mm und verschwindet brav in der dafür vorgesehenen Nut und wird mit Superkleber L*401 befestigt. Vorsicht ist geboten ! Einmal verklebt geht der Leiter nie wieder mehr raus !

      Danach folgte das Downsizing der Verkabelung. Alles wurde in die verbliebene Hälfte der Weiche übernommen und mit Superkleberpünktchen fixiert. Danach wurden die Anschraublöcher der Weichen bestimmt (6 Stück an der Zahl , gebohrt und auf der Fahrbahn gesenkt) .

      Von diesem Bohrbild fertige ich dann eine Schablone an , damit alle Rechts und Linksweichen gleich "verbohrt" sind und untereinander ausgetauscht werden können.

      Das Ganze ist etwas zeitraubend, aber wenn man "Tauschobjekte" haben möchte ist es nicht zu vermeiden.

      Bin zu Zeit gerade dabei die Weichen anzufertigen :evil:
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    • ...Im Herbst gönne ich mir immer eine Woche Auszeit mit ein paar Kumpels auf Sardinien , ist mittlerweile Tradition ^^ und dort lassen wir eine Menge Gummi auf dem Asphalt liegen --> ein Motorradmekka herrlich, wenn da bloß nur nicht mal der Teufel zuschlägt !

      Der 12. Sept. 2015 war ein schwarzer Tag ! Ich freute mich schon irgenwie auf das Nachhausekommen vom Urlaub um dann die Strippen zu kleben, denn schließlich sollt ja unsere Bahn mal auch fertig werden. Doch es kam anders.

      Ein Freund, den ich für unverwundbar hielt - er ist in 30 Jahren Motorradsport kein einziges Mal runtergefallen- verunglückte im Urlaub tödlich . Nachdem ich den Rücktransport, die Formalitäten und teilweise auch die Begräbnisadministration für die Witwe erledigte, fiel ich in ein tiefes Loch, fühlte mich leer und ausgelutscht. An Bahnbau war nicht zu denken. Die Litzen waren vergessen ....

      Endlich so Ende November überkam mich wieder der Slotvirus ! Ich war geheilt ! Die Litzenspule wurde auf den Wuchtständer zum Auswuchten der Räder der Maschinen gehängt und los gings. Im Vorfeld machte ich schon mehrere Versuche welchen Kleber ich nehmen würde. Der Zuschlag fiel auf einen Profilgummikleber einer namhaften Zulieferfirma mit Rotem Logo ;)

      Mit einem gebrauchtem Haarfestigerfläschchen meiner Mutter, in dem ich den Kleber füllte, ging der Auftrag des Klebers super klasse ohne Fäden zu ziehen! Und vom Auswuchtständer lief die Litze ohne Verknoterei ...

      Die Kurven ohne komlizierte Weichenunterbrechnungen waren im Handumdrehen geklebt....Tolle Sache ..."gleich hab ichs !" , kam mir in den Sinn....

      Weit gefehlt, a wengerl dauerts noch :(
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    • ....mit Feuereifer machte ich mich über die Weichen, Ein und Ausfahrten und Kreuzungen her, schließlich hatte ich den Dreh raus und wusste alles besser als ein berühmter Rennbahnhersteller.

      Wie das so ist, kommt der Hochmut bekanntlich vor dem Fall ! Als ich auf mein supergenaues Werk schaute - man will ja die Litzenunterbrechnungen für das Digitalsystem so klein wie möglich gestalten- erkannte ich sofort, dass ich der Dumme bin und nicht der Serienhersteller. Ich wählte die Unterbrechnunegn viel zu gering und hätte mir beim Überfahren immer einen Kurzschluß mit dem Schleifer bereitet.

      Schnell erkannte ich den Kurzschluß in meinem Gehirn und überarbeitete alles bisher falschgemachte .... Auf den Bilder kann man gut die ersten Schlitze der Litzendurchführungen sehen, die sich aber beim Hinsehen auf das Gesamtbild der Bahn bald in Luft auflösen :)

      Es ging ganz gut voran bis zum 15. Dezember und ich hatte schon wieder die Moosis und die dicken Striche im Kopf....

      Dann ein Anruf vom Lebensgefährten meiner Exfrau als ich gerade mit Junior die Hausübung machte: Die Mutter meines Sohnes ist einem Schlaganfall erlegen !

      Ich muss nicht dazusagen, dass der Bahnbau sofort eingestellt werden musste, andere Dinge hatten jetzt Vorrang .....
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    • Noch viel größer als deine bisher tolle Leistung beim Bahnbau ist die Fähigkeit solche Schicksalsschläge zu verkraften. Mein herzliches Beileid ;( . Zum Glück ist das Jahr 2016 bald vorbei...

      Alles erdenkliche Gute,
      Stefan
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    • ...

      DAs Weihnachtsfest 2015 war eher für die Katz ! Zuviel war ich in die Abwicklung der Beerdigung, Die Auflösung der Wohnung und die Verstärkung des Kontakts zur Großmutter müttelicherseits mit eingebunden. Junior wurde zur Ablenkung mit Geschenken und Action überschüttet. Ob dies zielführend war .....wer kann es sagen ?

      Soviel sei aber gesagt: Mein Junior steckte es besser weg als erwartet, hier ist der Verband der Familie das Wichtigste, da kann kein Geschenk der Welt mit !

      So ab Februar 2016 stellte sich ein wenig ein Alltag ein, und Junior und meine Bescheidenheit wagten uns wieder in den Keller um an der BAhn weiter zu arbeiten ! Meine Motorradwerkstatt hatte ich mit Jahresende 2015 stillgelegt, damit ich mich voll und ganz
      meinem Sohn widmen kann. Eine alte Freundin, Ihreszeichens eine begeisterte Modellbahnerin, hörte von unserem Schicksal und besuchte uns des Öfteren uund half bei Kleinigkeiten mit . Schließlich will man sich ja nicht ins Handwerk "murksen" lassen :D !

      Die Litzenverlegung bei den Kreuzungen gab uns allerhand zu Denken auf, aber mit Juniors Hilfe ,meisterten wir auch diese Schwierigkeiten.
      Irgenwie kam ich mir immer mit den Litzen ins Gehege und der "Dualtraum" machte es nicht einfacher.

      Ein Anschlußplan musste her ! Ich und ein Plan ? Sowas gibt es selten....aber ohne stand ich irgendwie an.

      Somit kriegte Slot 1 und 2 jeweils verschiedene Farben und schon sieht es einfacher aus . Die Einspeisung bei der Kreuzung bleibt aber ein Kuriosum .

      Wir fertigten jede Menge Anschlußkabel an, die wir farbabhängig an Solt 1 und 2 löteten. Eine Seite Männlein, die andere Weiblein, somit können wir Bahnteile miteinander verbinden und gleichzeitig bei Bedarf einspeisen, wo immer nötig.

      Die Kabel wurden dann an die teilmagnetische Litze gelötet, mit Schrumpfschlauch überzogen und im Abstand von 25 mm von Ende des Bahnsegments festgetackert. Dies ist wichtig, da wir den Großteil der Bahn auf eine Plattform schrauben und lediglich die Überführung in der "Luft" hängt. Für die Durchführung des Anschlußkabels unter den Bahntisch haben wir uns wieder eine Bohrschablone gemacht und haben somit die Kabel immer an der gleichen Stelle bei jeden Bahnteil.

      Zur Sicherheit speisen wir aber nun mindestens jeden 2. Bahnteil an. Jede Weiche kriegt dann noch extra Strom von unten. Braucht sie auch, sonst geht nix !

      Die Litze geht etwas pestig zu löten, aber mit dem richigen Flußmittel (Löthonig) kriegten wir auch das in den Griff !

      Claudia, so meine alte Bekannte war Feuer und Flamme und nicht mehr aus unserem Keller zu bekommen :D

      Meinem 11 jährigen Junior braucht man über das Löten nix mehr erzählen :D :D ;) :thumbsup: ....
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    • ....Ach ja , und besonders wichtig ist es mit "Reifenkomo" das eine oder vielleicht auch andere Bierchen zur rechten Zeit zu kippen um die "Festplatte neu zu formatieren" und immer wieder neuen Mut zu tanken !

      D A U N K E O I D A !!!
    • Wahnsinn was dir in der letzten Zeit widerfahren ist. Respekt wie du dich und vor allen Dingen deinen Sohn da raus geholt hast. Auch ein super Projekt, welches du da in Holz umsetzt. Mir steht das such noch bevor, wobei ich brim fräsen professionelle Hilfe heranziehen und zahlen werde. Ich werde aber versuchen die Weichen nur mit der Elektronik von Carrera zu versorgen. Die Mechnik gefällt mir nicht. Der Flipper und seine Mechanik sollte stabiler daherkommen. Freue mich auf deine weitere Dokumentation. Daumen hoch!!!

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    • AndreP wrote:

      Der Flipper und seine Mechanik sollte stabiler daherkommen
      ....schon mal so eine C Weiche in ihre Bestandteile zerlegt ? Und vielleicht eine Materialprüfung des Leitbügels gemacht ?

      Die Weichenzunge der C Weiche ist ziemlich fester Federstahl. Fahr mal mit einer Feile drüber, die Weichezunge lacht bei jeden Feilstrich. Der Einzige Schwachpunkt glaube ich ist der kleine Keil der die Zunge am Platz hält . Dort könnte sich nach geschätzten 100000 Schaltungne vielleicht was ausleiern . Wir hatten die Weichen 6 Jahre im Betrieb , jeden Freitag zwischen Oktober und April wurde mindestens zu viert geraced und die Kindernachmittage will ich gar nicht zählen.

      Bei Reifenkomo gibt es seit 6 Jahren jeden Freitag Raceabend. Hier fahren im Schnitt 6 -9 Leute manchmal auch einige mehr Serienrennen, meines Wissens ging dort auch nie eine Weiche kaputt. Nicht mahl mit den fetten 1:24er vom großen C.

      Meiner Meinung nach kann man nicht mehr viel robuster bauen .... Einfacher vielleicht , wenn man es drauf hat, aber dazu zähle ich mich leider nicht :( ...

      Es ist nicht alles schlecht was China produziert :D :D ;)
    • Sehr schönes Projekt, dass ich auch gebannt verfolge. :thumbup:

      Bzgl. der Weichen, einziger Kritikpunkt finde ich die Mechanische Rückstellung, das hätten sie bei den großen Weichen meiner Meinung nach weglassen können. Bei den kleinen Go-Weichen haben sie das auch nicht drin, hier ist eine Doppelspule im Einsatz und die Weiche schaltet auch in die normalposition mit dem Motor. Thomas (slot-xtreme) hat das mal in eine große Weiche umgebaut, das funktionierte sehr gut, was auch mehr als nur positiv war, die Geräusche der Weiche waren fast komplett weg, sehr angenehm!
      "Nur weil ich beim Slotten paranoid bin, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht hinter mir her sind." :wacko:

      "Keine Sorge, wir verstehen uns schon. Ich spreche fließend ironisch!" :D
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    • Die Mechanische Rückstellung hat aber den Vorteil, dass sie I M M E R funzt !

      Bin halt a Mechaniker und da brauchts a bissl a Mechanik 8) :thumbsup:
    • Schöne Bahn!

      Ich hätte die nur noch etwas mehr mit Strecke und Brücken belegt. Aber das muss jeder selber sehen wie er es macht. ;)

      Keine einfache Sache, weiter so und halte uns auf dem Laufenden!

      Es ist schon interessant was man nicht alles selber so bauen kann, vor allem komplett ungebunden von einem Hersteller dann (bis auf die Technik).
    • Wie schon eingangs erwähnt bauen wir bereits auf !

      Anbei einige Bilder vom bisherigen Status. Alles was auf Bild Aufbau_08 zu sehen ist steht bereits unter Strom und funktioniert digital und analog tadellos.

      Auch die ersten Weichen sind bereits integriert, die Zeitnahme funzt (analog und digital) , Tankprozedere funktioniert und die Leitplanken im hinteren Bereich sind fix montiert.

      Die vorderen sind nur Professorium , damit die BIlde ned so fad sind...

      Leider hab ich noch keine Bilder der Weichen im Holz gemacht....die halbe Familie ist krank und gestern war keine Zeit dazu...

      Als nächstes folgt der Einbau der Sektorzeitnehmung , es wird 3 Sektoren geben und die Topspeedmessung an der langen Geraden. Hier möchte ich am WE auch die Auffahrt und die Überfahrt irgenwie hinkriegen....

      Am 16. Jänner hab ich eine kleine OP an der linken Flosse und wer weiß , wie schnell die wieder so geschickt ist, damit ich alles hinbringe. Also bis dahin möchte ich den Kreis schließen.
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    • weiter gehts.... :)
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