Angepinnt Tricks und Kniffe bei der Bahnplanung - Ein Add-on zum Bahnplanungs-Tutorial

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    • Tricks und Kniffe bei der Bahnplanung - Ein Add-on zum Bahnplanungs-Tutorial

      Tricks und Kniffe bei der Bahnplanung
      Ein Add-on zum Bahnplanungs-Tutorial

      Hallo liebe Slotter,

      der Baum ist geschmückt, die letzten Einkäufe erledigt. Was also tun mit dem vorweihnachtlichen Nachmittag? Also dachte ich mir: "Werd doch mal kreativ!"

      Mit der folgenden Zusammenfassung möchte ich eine kleine Hilfestellung zur Bahnplanung geben. Dieses Dokument ist als Erweiterung, oder Neu-Deutsch: Als Add-on, zum Bahnplanungs-Tutorial von Stelladriver zu verstehen.

      Stelladriver hat dort wirklich ein grandioses Dokument geschaffen und euer erster Schritt als Neuling in der Bahnplanung sollte immer zunächst sein Tutorial sein!

      Darum will ich hier auch gar nicht weiter auf öffnende oder schließende Kurven usw. eingehen. Mir geht es darum kleine Tricks aufzuzeigen, mit denen man sich behelfen kann, wenn man bei der Planung seines Layouts nicht weiterkommt.
      Oft lese ich bei Neulingen Sätze wie: „Das Bahnplanungs-Tutorial habe ich gelesen, aber ich bekomme die Strecke trotzdem irgendwie nicht zu.“ oder „ … aber ich bekomme die Stummelgerade einfach nicht rausgeplant.“
      Ich hoffe, dass meine Ausführungen genau dort erste Hilfe leisten können. Ich beziehe mich, genau wie Stelladriver, hier nur auf das Carrera 1:24/1:32 Schienenmaterial. Auf keinen Fall möchte ich, dass meine Tipps als einzige Lösung, die zum Ziel führt, verstanden werden. Auch erhebe ich keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Angaben und alles, was ich als schön, nicht so schön, optimal oder drgl. bezeichne spiegelt nur meine eigene Meinung wieder.

      Alle Fallbeispiele und gezeigten Layouts wurden von mir selber mit Hilfe des Softyroyal Bahnplaners erstellt. Ich habe versucht das Dokument nicht zu textlastig zu gestalten, der besseren Lesbarkeit wegen, habe ich die Schriftgröße etwas erhöht. Da ich auf 10 Dateianhänge beschränkt bin, muss ich die Kapitel leider auf mehrere Postings aufteilen. Ich werde das dann aber hier vorne im Inhalt verlinken.


      Inhalt

      # 01 – Die Bahnplanung, wie fange ich an?
      # 02 – Lücken schließen
      # 03 – Austauschbarkeit von Radien
      # 04 – Drei weitere Radien
      # 05 – Drittel- und Viertelstücke aus Kurven wegbekommen
      # 06 – Layout Optimierung Schritt für Schritt
      # 07 - Grundpackung sinnvoll erweitern
      # 07.1 - Layoutvorschläge - Grundpackung erweitert mit 6x K2
      # 07.2 - Layoutvorschläge - Grundpackung erweitert mit 6x K2 und 6x K3
      # 08 - Was sonst noch Einfluss auf die Bahnplanung hat
      # 08.1 - Unterschiede Analog / Digital
      # 08.2 - Zusatzeinspeisungen
      # 08.3 - Boxengasse und Safetycar


      EDIT 02.02.2018: #03, #06, #07 und #08 sind jetzt verlinkt!


      # 01 – Die Bahnplanung, wie fange ich an?

      Auf die grundlegenden Dinge ist Stelladriver im Tutorial schon eingegangen, ich möchte gerne aufzeigen, wie man an eine Layout Planung herangeht. Am Anfang sollte immer die Ermittlung der vorhandenen Grundfläche stehen. So habt ihr schon vorab die Grenzen für eure Strecke abgesteckt. Welche Varianten und Formen für die Grundfläche in Frage kommen ist auch hinreichend im Tutorial beschrieben.

      Los geht’s!
      Regel Nr.1 – Ruhe bewahren! Als erstes solltet ihr euch davon verabschieden, in 10 Minuten mal eben was zusammenzuwürfeln. Und mit Sicherheit wird nicht sofort das erste Layout der große Wurf. Ihr dürft euch nicht davor scheuen auch mal einen kompletten Entwurf einfach zu löschen und wieder neu zu beginnen. Es gibt natürlich verschiedenste Möglichkeiten mit der Planung zu beginnen. Ich starte zumeist mit der Start/Ziel Geraden, die ich auch meistens am vorderen Grundflächenrand positioniere. Dabei lasse ich gleich immer schon einen Abstand für Randstreifen frei. Wenn man mal nicht weiterkommt, kann man mit der Start/Ziel auch variieren, und sie mal in der Mitte beginnen lassen, oder diagonal verlegen. Eine andere Möglichkeit wäre, eine schöne Kurvenkombination, die man z.B. irgendwo gesehen hat, auf die Fläche zu „legen“ und dann den Rest der Strecke um diese Kurve herum zu planen.
      Regel Nr.2 – Das Auge fährt mit! Ich versuche zu viele parallele Geraden zu vermeiden. Fahrtechnisch macht das natürlich keinen Unterschied und wenn mal zwei Geraden parallel zueinander sind, ok, aber wenn es drei oder mehr werden finde ich das einfach optisch nicht schön. Mit den unterschiedlichen Kurven-Radien lässt sich das aber in der Regel vermeiden.
      Hier ein Beispiel:


      #01a + #01b
      #01a-b Das Auge fährt mit 01.jpg

      Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt sind Überführungen und Überlappungen. Diese sollte man so gering wie möglich halten. Will ich einen Spurlängenausgleich haben, komme ich um eine Überführung allerdings nicht herum (außer man würde mit Analogen Spurwechseln arbeiten). Eine ideale Überführung sollte am besten aus zwei sich kreuzenden geraden Abschnitten bestehen. So habe ich die geringste Sichtbehinderung. Eine Überführung über einer Kurve ist in der Regel kritisch, wobei hier gilt, je größer der Radius der Kurve desto eher kann man die Überführung vertreten. Im Zweifel hilft meistens nur, die Passage aufzubauen und zu testen. Das Gleiche gilt für Überlappungen, was am Planer störend aussieht, kann in echt halb so wild sein und umgekehrt.
      Regel Nr.3 – Selber machen ist Trumpf! In Planungsthreads lese ich regelmäßig: „Hast du mal den Link zu dem Layout?“. Dazu muss ich sagen, dass ich kein Freund dieser Verlinkung bin. Wenn ihr einen Layout Vorschlag bekommt, tut euch selber einen Gefallen und baut ihn am Planer selber nach. So bekommt ihr ein „Gefühl“ für das Layout und nicht selten kommen einem beim Nachbau die besten Ideen, wie man es anders oder vielleicht sogar besser machen kann. Und mal ehrlich, wenn wir nicht gerade von einer 30m-Bahn reden, sind das höchsten 5 Minuten, die man investieren muss.
      Regel Nr.4 – Immer das große Ganze im Auge behalten! Wenn es bei der Planung mal hakt, sollte man sich nicht stur auf den einen Punkt konzentrieren, an dem man nicht weiter kommt. Bekommt man z.B. einen Spalt nicht geschlossen, kann die Lösung ganz oft am ganz anderen Ende der Strecke liegen (dazu kommen wir noch). Manchmal hilft es auch einfach sein Layout zu drehen oder sogar zu spiegeln.
      Regel Nr.5 – Erlaubt ist was gefällt! Alles was im Bahnplanungs-Tutorial und hier steht, soll euch als Hilfestellung dienen. Nichts davon ist in Stein gemeißelt. Fühlt euch frei zu probieren, denn eines ist klar: Am Ende ist es euer Layout, eure Bahn. Ihr müsst damit zufrieden sein!
      Regel Nr.6 – Fahren, fahren, fahren! Am Ende eurer Planung sollte immer eine ausgiebige Testphase stehen. Also nicht nur mal eben 50 Runden, sondern ruhig 500+ Runden und das mit verschiedenen Fahrzeugen. Was am Planer super aussieht kann sich beim Fahren als furchtbar rausstellen. Und wenn das Layout doch nichts ist? Tja, dann fangt ihr einfach nochmal von vorne an…

      PS.: Bevor ihr von vorne anfangt, probiert doch mal die Fahrtrichtung zu ändern! Vielleicht ist das Fahrgefühl ein ganz anderes, wenn man gegen den Uhrzeigersinn fährt…


      # 02 – Lücken schließen

      Wer kennt das nicht? Wir haben ein, wie wir meinen, super Layout entworfen, jetzt nur noch die letzte Kurve und dann sind wir fertig. Aber was ist das? Da bleibt ja eine Lücke über…! Kriege ich die Bahn jetzt noch zusammen???
      Zunächst mal kann ich euch beruhigen (Regel Nr.1), man bekommt jeden Spalt irgendwie geschlossen und wenn am Ende doch mal eine kleine Lücke bleibt passt die Bahn meistens doch zusammen. Durch Höhenunterschiede und durch die Tatsache, dass nicht jedes Streckenteil saugend-schmatzend mit dem nächsten verbunden ist entstehen im realen Aufbau Unterschiede zum Planer. Größer als 2-3cm sollte so ein Spalt jedoch nicht sein. Als optische Orientierung: Eine einzelne Spur ist ca. 10cm breit.

      Anhand von zwei Beispielen möchte ich im Folgenden zeigen, was man bei einem Versatz tun kann.


      Beispiel 1
      Hier haben wir einen recht großen Versatz. Das würde so nicht zusammenpassen.
      Schauen wir mal, was man tun kann…

      #02a

      #02a Lücke_schließen01.jpg

      Möglichkeit 1
      Wir kürzen einfach die Gerade und füllen die Lücke mit Drittel Geraden. Es bleibt ein kleiner Versatz über (Wie wir diesen wegbekommen sehen wir in Beispiel 2).
      Diese Möglichkeit bietet sich an, wenn ich auf keinen Fall mit der Bahn weiter nach rechts kommen darf.

      #02b

      #02b Lücke_schließen02.jpg

      Möglichkeit 2
      Wenn ich mit meiner Strecke ruhig etwas weiter nach rechts rutschen darf, tausche ich einfach die K2 am Kurveneingang gegen eine K3. Da die K3 länger ist, verschiebt sich die Strecke weiter nach rechts und unsere Lücke verschwindet.

      #02c

      #02c Lücke_schließen04.jpg

      Möglichkeit 3
      Es gibt zwei weitere K2, mit der gleichen Ausrichtung wie unsere K2 in Möglichkeit 2.
      Egal welche dieser Kurven wir tauschen, wir erzielen mit allen den gleichen Effekt.
      Bei der blau gefärbten K2 müssten wir allerdings den Radius auf K1 verkleinern, denn hier müssen wir die große Kurve nicht nach Außen schieben, sondern nach innen ziehen.

      #02d

      #02d Lücke_schließen05.jpg

      Es gibt noch weitere Möglichkeiten, die aber mitunter unserer großen Kurve schaden. Mein Favorit in diesem Fall wäre die Möglichkeit 3, mit der K3 am Eingang der Schikane, aber das kann zum Glück jeder selbst beurteilen…


      Beispiel 2
      Die „Spaltverschiebemethode“
      In diesem Beispiel haben wir nur einen kleinen Spalt. Die Bahn könnte man so fast zusammenbekommen, es könnte aber auch eng werden.

      #02e

      #02e Spaltverschiebung_01--.jpg

      Wir beginnen jetzt einfach damit, die Bahnteile eines nach dem anderen anzureihen. Wir verschieben so unseren Spalt an eine andere Stelle, wo er uns nicht so stört. Durch die Überfahrt wird sich der Spalt an dieser Stelle sogar eher noch verkürzen.

      #02f

      #02f Spaltverschiebung_02--.jpg

      Wenn wir den Spalt noch weiter verschieben, bekommen wir irgendwann statt einer Lücke sogar einen Überstand. Wir tauschen die beiden Viertel gegen ein Drittel und haben den Spalt so merklich verkleinert.

      #02g

      #02g Spaltverschiebung_03--.jpg


      Fortsetzung folgt...

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Jay F K ()

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    • # 03 – Austauschbarkeit von Radien Teil1

      Wie wir aus dem Tutorial wissen, gibt es vier verschiedene Kurvenradien, die uns die Möglichkeit bieten öffnende oder schließende Kurven zu bauen. Der eigentliche Hintergrund dieser verschiedenen Radien stammt aus der Analogzeit, und sollte einen Mehrspurigen Ausbau der Bahnen ermöglichen. Daher passen die einzelnen Radien auch exakt ineinander. Genau diesen Umstand kann man sich bei der Planung zu Nutzen machen.

      Nehmen wir folgendes Layout mal als Grundlage:

      #03a
      #03a Basis_01.jpg

      Das Layout ist sicher nicht perfekt, aber als Beispiel ist es gut geeignet.
      Rechts, rot markiert, sehen wir eine leichte Überlappung, die ich gerne wegbekommen möchte.
      In diesem Layout habe ich gleich mehrere Möglichkeiten das hinzubekommen, ohne das gesamte Layout groß zu verändern.

      Beispiel 1
      Die beiden markierten Kurven liegen exakt gegenüber. Durch den oben beschriebenen Umstand, dass die Kurvenradien genau ineinanderpassen, habe ich jetzt die Möglichkeit diese beiden Kurven gegen den nächstgrößeren Radius zu tauschen.

      #03b
      #03b Basis_01a.jpg

      Ergebnis: Der komplette rechte Teil rückt weiter nach Außen, die Strecke passt aber weiterhin perfekt zusammen.
      Ihr könnt das gerne selber ausprobieren, die Spurlängenangabe zeigt es einem nach dem Tausch an, ob die Bahn wieder verbunden ist oder den Kontakt verliert.
      Es muss irgendwas mit Mathematik zu tun haben, ich weiß nicht was, aber Hauptsache es funktioniert.

      #03c
      #03c Basis_02a.jpg

      Beispiel 2
      Den gleichen Effekt erzielen wir auch, wenn wir diese beiden Kurven gegen den nächsthöheren Radius tauschen.

      #03d
      #03d Basis_01b.jpg

      Da die Kurven hier jedoch nicht gegenüberliegen, verkürzt sich die markierte Gerade. Die Passgenauigkeit ist hier nicht bei 100%, kann aber durch 1/3 oder ¼ meist ausgeglichen werden.

      #03e
      #03e Basis_02b.jpg

      Beispiel 3
      Bei den beiden ersten Beispielen ist jeweils die äußere rechte Seite nach außen gerutscht. Was aber, wenn wir außen keinen Platz mehr haben?
      Ganz einfach! Dann wenden wir das System einfach im Infield an.

      #03f
      #03f Basis_03.jpg

      Auch hier liegen sich wieder zwei Kurven direkt gegenüber.
      Radius getauscht, diesmal gegen einen Kleineren, und: Passt!

      #03g
      #03g Basis_03a.jpg

      Beispiel 4
      Das Ganze funktioniert auch über eine größere Entfernung.
      In diesem Fall aber mit einem kleinen Unterschied: Da wir wollen, dass die Überlappung rechts verschwindet tauschen wir die K3 gegen eine K2. Dadurch verrutscht jedoch das komplette Infield nach links.

      #03h
      #03h Basis_05.jpg

      Wir müssen diesmal also nicht beide Radien verkleinern, sondern einmal verkleinern, und einmal vergrößern.
      Aus K3 wird K2, aus K2 wird K3.
      Auch hier wieder 100% Passgenauigkeit.

      #03i

      #03i Basis_05a.jpg


      Teil 2 im nächsten Post
    • # 03 – Austauschbarkeit von Radien Teil2

      Beispiel 5
      Im vierten Beispiel haben wir durch unsere Tauschaktion an der markierten Stelle eine Kurve erhalten, die nicht ganz so schön aussieht.
      Was können wir tun?
      Genau, wir tauschen!

      #03j
      #03j Basis_04.jpg

      Die K3 und die K2 liegen auch wieder genau gegenüber, also schnell getauscht, und schon sieht das wieder besser aus.
      Der Einfachheit halber habe ich hier die ganze Sektion gedreht, kommt aber aufs Gleiche raus.

      #03k

      #03k Basis_04a.jpg


      # 04 – Drei weitere Radien


      Die Existenz der Kurvenradien K1; K2; K3; K4 setze ich mal als Grundwissen voraus. Mit einem einfachen Trick lassen sich aber drei weitere Radien realisieren, nämlich K1,5; K2,5; und K3,5.

      #04
      #04 3Radien.jpg

      Zugegeben, die Übersicht im Planer leidet sehr darunter, und selbst benutze ich solche „halben“ Radien auch nur selten. Mitunter können sie aber hilfreich sein, wenn man z.B. einen Spalt mal gar nicht geschlossen kriegt.
      Der Vergleich im Bild zeigt: Man kommt schon mit etwas weniger Platz für fast die gleiche Kurve aus. Ein weiterer Vorteil: Man spart sich die Randstreifen.



      # 05 – Drittel- und Viertelstücke aus Kurven wegbekommen


      Im Tutorial haben wir gelernt, dass Kurven, die von kurzen Geraden unterbrochen werden ihren Fluss verlieren. Außerdem sieht es, so finde ich, nicht schön aus. Oftmals sieht man diese unterbrochenen Kurven bei Planungs-Neulingen, weil sie irgendwie versuchen ihre Strecke wieder zu schließen.
      Grundlegend kann man sagen: Die Unterbrechung einer Kurve mit sogenannten Stummelgeraden lässt sich immer irgendwie verhindern! Und in den allermeisten Fällen ohne große Änderungen am Gesamtlayout.
      Zuerst sollte man sich einmal vor Augen führen, dass eine Kurve mit anschließender Viertel- oder Drittelgeraden von den Abmessungen her fast gleich mit dem nächsten höheren Radius ist.
      Das Bild veranschaulicht das ganz gut.

      #05a
      #05a Stummel-Basics.jpg

      Im Folgenden behandeln wir wieder einige Beispiele

      Beispiel 1
      a. Hier haben wir eine Drittelgerade zwischen unseren K2.
      b. Wir ersetzen einfach eine K2 plus das Drittelstück durch eine K3. Dabei habe ich mit Absicht die rechte K2 getauscht. Man kann natürlich auch die linke K2 gegen eine K3 ersetzen, würde dann aber eine Kurvenkombination von K2-K3-K2 erhalten, was eher ungewöhnlich ist.
      Da die Passgenauigkeit nicht 100% ist, entsteht ein kleiner Versatz.
      c. Der Versatz ist vernachlässigbar. Mit der „Spaltschiebemethode“ kann er sogar noch etwas optimiert werden.

      #05b
      #05b Stummel-Basics2--.jpg

      Beispiel 2
      a. Hier macht eine Gerade unsere Schikane „kaputt“.
      b. Als erste Möglichkeit können wir dort einfach eine K3 einsetzen. Auch diesmal entsteht wieder ein kleiner Versatz. Durch Verschieben der K1 an die K3 können wir den Versatz optimieren.
      c. Wir haben aber noch eine weitere Möglichkeit:
      Unsere zweite Option ist die K2 am anderen Ende der Schikane. Wir tauschen diese gegen eine K3 und entfernen die Drittel-Gerade. Es entsteht wieder ein Versatz, den wir auch hier durch Verschieben optimieren können, wir Rücken nämlich die K2 an die K1 heran.
      d. Wenn wir den Versatz besonders gut lösen wollen, nutzen wir eine K1,5 plus eine Viertel-Gerade.

      #05c
      #05c Stummel-Lek1a--.jpg

      Beispiel 3
      Schwieriger wird es schon, wenn unsere Stummelgerade innerhalb einer K4-Kurve sitzt. Hier gibt es ja keinen größeren Radius mehr, den wir als Ersatz nehmen könnten.
      Was also tun…?

      #05d
      #05d Stummel-Basics3.jpg

      Ganz einfach:
      Wir suchen uns eine Stelle in unserem Layout, wo wir einen Radius tauschen können.

      #05e
      #05e Stummel-Basics3a.jpg

      Fortsetzung folgt....
    • # 06 – Layout Optimierung Schritt für Schritt Teil1

      In diesem Abschnitt möchte ich einmal Schritt für Schritt aufzeigen, wie ich bei der Optimierung eines Layouts vorgehe. Dazu habe ich das folgende Layout kreiert, was auch von einem X-Beliebigen Neuling stammen könnte. Es ist übrigens gar nicht so einfach ein Layout absichtlich mit Fehlern zu versehen…

      Kurz zum Layout: Die Randstreifen habe ich extra weggelassen, damit wir die einzelnen Schritte besser analysieren können.

      Ich bin von folgenden Annahmen ausgegangen: Der Neuling hat das Tutorial gelesen und versucht anzuwenden. Er wollte gerne eine Schnecke haben und eine große K1-freie Kurve. Außerdem noch Spurlängenausgleich und eine Gerade für eine Pit-Lane. Randstreifen sollen verbaut werden und es stehen ca. 3,7m x 2,5m zur Verfügung.

      Schritt 1:
      An erster Stelle steht die Analyse. Was fällt uns auf?

      #06a
      #06a Layoutoptimierung.jpg

      Die Schnecke sieht ziemlich gut aus, unser Neuling hat anscheinend mit diesem Abschnitt begonnen. Dann kommt (immer alles aus meiner persönlichen Sicht. Anmerk.) der erste Fehler. Nach der Schnecke geht die Strecke parallel zur Start/Ziel-Geraden weiter und auch im weiteren Verlauf haben wir immer wieder parallele Geraden, die nicht sehr schön anzusehen sind. An der Großen Kurve hat unser Proband dann ganz offensichtlich die Bahn nicht wieder zusammenbekommen und hat sich mit kurzen Geraden beholfen. Das Fazit: Erste Ansätze sind zu erkennen, der Platz wurde recht gut ausgenutzt. Die Schnecke ist das Beste am Layout, aber es geht besser. Jetzt starten wir mit der Optimierung.

      Schritt 2:
      Ich nehme mir die K2‘s und die kurzen Geraden aus der großen Kurve und ersetze sie, wie unter Punkt # 05 beschrieben, durch K3. Den entstehenden Versatz ignoriere ich einfach.
      (Ich bin mir sicher, die Strecke würde so sogar zugehen. Anmerk.)

      #06b
      #06b Layoutoptimierung_Step1.jpg

      Schritt 3:
      Die Parallele Gerade gefällt mir nicht, also verlängere ich die Schnecke einfach um eine K4 und führe die Gegengerade weg von der Start/Ziel. Als Nebeneffekt erhalte ich gleich noch etwas mehr Luft für die Pit-Lane. Den in Schritt 2 entstandenen Versatz rücke ich einfach durch, bis zur jetzt offenen Stelle. Da ich eine K4 hinzugefügt habe, muss irgendwo noch eine K4 eingebaut werden (oder entfernt).

      #06c
      #06c Layoutoptimierung_Step2.jpg

      Schritt 4:
      In der großen Kurve ist noch verschenkter Raum vorhanden, also führe ich die Strecke wieder etwas nach unten. Dabei kann ich auch gleich meine notwendige K4 verbauen. Um keine Überlappung in der großen Kurve zu bekommen muss ich dann aber auch schon wieder eine Kurve in die andere Richtung einplanen.

      #06d
      #06d Layoutoptimierung_Step3.jpg

      Schritt 5:
      Ich habe schon eine Idee, wie ich mit dem Rest der Bahn wieder zusammenkomme. Ich entferne den senkrechten Part und die einzelne Gerade oben, die mir sowieso ein Dorn im Auge war. Die K3 rücke ich an die K2 heran und hoffe, dass meine Bahnteile zusammentreffen. Leider stelle ich fest, dass noch ein gutes Stück fehlt.

      #06e
      #06e Layoutoptimierung_Step4.jpg

      Schritt 6:
      Ich versuche die K1 gegen größere Radien zu ersetzen, umso weiter nach oben zu kommen. Der Abstand ist leider immer noch zu groß.
      Es muss eine andere Lösung her, denn wenn ich an dieser Stelle weiter die Radien erhöhe verdecke ich mir die Kurve.

      #06f
      #06f Layoutoptimierung_Step5.jpg

      Schritt 7:
      Ich nehme kurzerhand die komplette Kurve und füge sie einfach am anderen Streckenende an.
      Ob ich so besser zusammenkomme?
      Bahnplanung ist halt manchmal „Try and error“.

      #06g
      #06g Layoutoptimierung_Step6.jpg

      Schritt 8:
      Beim Betrachten des Versatzen in Schritt 7 kommt mir die richtige Idee. Ich muss die Gerade vor der großen Kurve einfach schräg nach oben führen. Dazu nehme ich die K4 an der großen Kurve weg und setze sich ans andere Streckenende. Das Drittel-Stück scheint mir jetzt über zu sein, ich schiebe es erst mal zur Seite.

      #06h
      #06h Layoutoptimierung_Step7.jpg


      Teil 2 im nächsten Post
    • # 06 – Layout Optimierung Schritt für Schritt Teil2

      Schritt 9:
      Durch Ändern der Radien versuche ich jetzt die Große Kurve zu schließen.
      Mmmh… noch ein kleine Stückchen mehr.

      #06i
      #06i Layoutoptimierung_Step8.jpg
      Schritt 10:
      Wenn ich jetzt unten die Gerade mit einem Viertel verlängere, dann müsste da doch genau das Drittelstück….
      …. Ach nein, genau das wollten wir ja nicht ;) !
      Schnell weiter mit Schritt 11…

      #06j
      #06j Layoutoptimierung_Step9.jpg
      Schritt 11:
      Ich schließe die Kurve natürlich nicht mit dem Drittelstück, sondern tausche einfach die K3 gegen 2x K4 und …. PASST!

      #06k
      #06k Layoutoptimierung_end.jpg
      Schritt 12:
      Jetzt nur noch Randstreifen dran. Sieht doch super aus. Die kleine Überlappung über der Schnecke ist nicht weiter schlimm und auch der Kurvenausgang unter der Überführung sollte noch in Ordnung sein.
      Aber halt…. Das sieht jetzt aber ganz schön breit aus!? Ich hatte doch nur 3,7m ….

      #06l
      #06l Layoutoptimierung_final.jpg
      Schritt 13:
      Da müssen wir wohl nochmal ran.
      Jetzt geht das aber recht schnell, nur die Geraden vor und hinter der großen Kurve etwas kürzen und dann brauchen wir nur einen einzigen Radius zu verändern um es wieder zusammen zu bekommen.
      Die Innenrandstreifen der großen Kurve lassen wir einfach weg.

      #06m

      #06m Layoutoptimierung_final_opt.jpg

      Ich hoffe bis hier her hat es euch gefallen und ich habe nicht zu sehr Dinge beschrieben, die eigentlich keiner Beschreibung bedürfen.
      Evtl. ergänze ich das hier noch um weitere Kapitel (ich hab da schon was im Kopf).


      Danke fürs Lesen!


      Viele Grüße, und schöne Feiertage euch allen!


      Jens
    • Welch' schönes Geschenk zu Weihnachten. Danke, Jens.


      Jay F K schrieb:

      Regel Nr.1 – Ruhe bewahren! Als erstes solltet ihr euch davon verabschieden, in 10 Minuten mal eben was zusammenzuwürfeln.
      Wie wahr. Vor dem Layout meiner aktuellen Bahn = der 5. Festaufbau habe ich 150 verschiedene Entwürfe
      gezeichnet. Da gab es vollkommen unterschiedliche Varianten und welche, die sich nur in Details unterschie-
      den.

      Auch ganz wichtig: Von eingefahrenen Gedanken und Vorstellungen lösen. Oft steht man sich damit selbst im Weg.

      Jay F K schrieb:

      Regel Nr.2 – Das Auge fährt mit!
      Ergänzung zu dieser Regel:
      Wenn man das Layout mit dem Finger nachfährt, kann man Flow/Schwung spüren/erfahren.
      So mache ich das bei der Prüfung neuer Layouts, wenn die Optik stimmt.


      VG
      Thomas
      Niveau ist keine Creme und Stil nicht das Ende vom Besen. :tongue:
      __________________________________________________________________________


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    • Danke Thomas!

      Das mit dem Flow ist auch eine gute Idee. Ich versuche die Strecke in Gedanken auf Skiern nachzufahren :)
    • Jay F K schrieb:

      Danke fürs Lesen!
      Viele Grüße, und schöne Feiertage euch allen!
      danke fürs Schreiben :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: ... und gerade habe ich die letzten Stunden damit verbracht, mein zwar flüssig zu fahrendes, aber mit vier Parallelen optisch weniger schönes Layout, an Hand Deines Tutorials neu zu planen ...

      Gruß, Wolfgang
    • Jay F K schrieb:

      Ich versuche die Strecke in Gedanken auf Skiern nachzufahren
      Ich muss das sehen. Wenn ich dann meinem Finger folge, klappt das besser für mich.

      Im Lauf der Zeit entwickelt man ja schon einen Layoutgeschmack ;)

      Ich denke gerade da an den Thread vom Schneehasen (Verker), der gefühlt auch
      "Thread der 1.000 und 1 Layout" heißen könnte.

      Den Finger nehme ich immer erst, wenn das Bild der Strecke irgendwo im Dach-
      stübchen einen Klick auslöst.

      VG
      Thomas
      Niveau ist keine Creme und Stil nicht das Ende vom Besen. :tongue:
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    • Ja, der Thread von Dieter war klasse. Da waren teilweise phänomenale Layouts dabei, die ich mir auch heute noch gerne ansehe und sofort bauen würde, wenn ich den Platz hätte.

      VG
      Jens
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    • Hallo zusammen es geht weiter. Ich hatte ja schon ein neues Kapitel angekündigt. Jetzt bin ich endlich dazu gekommen.

      Viel Spaß beim Lesen!

      #07 - Grundpackung sinnvoll erweitern

      Es ist getan, die lang ersehnte Grundpackung steht zu Hause und die ersten Runden sind gedreht. Jetzt kommt der Wunsch nach mehr.
      Im Netz locken unzählige Angebote von Standardgeraden und Kurven mit Radius 1 für wenig Geld. Doch genau wie Stelladriver im Tutorial, möchte auch ich davon abraten vorschnell sein Geld dort zu investieren.

      Diesen Schritt der Erkenntnis setze ich jetzt einfach mal bei euch voraus, und gehe davon aus, dass ihr eure Bahn sinnvoll bzw. effizient erweitern wollt. Doch was ist sinnvoll? Auch hier ist natürlich wieder erlaubt, was gefällt. Ich beschreibe hier eine aus meiner Sicht sinnvolle Erweiterung. Dabei geht es mir vorrangig darum, wie man (oder Frau) seine Grundpackung Stück für Stück ergänzen kann, ohne gleich das Konto für die Altersvorsorge zu plündern. Ziel ist also Kosten für Material zu vermeiden, dass später nicht mehr gebraucht wird. Nichtsdestotrotz sollte sich jeder im Klaren sein, dass das angestrebte neue Hobby mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Wenn ihr also lieber den "billigen Weg" gehen und gerne eine 30m Bahn nur aus Geraden und Kurve 1 haben wollt, könnt ihr jetzt mit Lesen aufhören. Wenn Geld bei euch keine Rolle spielt und ihr gleich in die Vollen gehen wollt, ist dieses Kapitel auch nicht zwingend für euch gemacht.

      Schritt 1
      Schön, ihr lest weiter! Schauen wir uns zunächst einmal den Inhalt einer durchschnittlichen Grundpackung an:

      #07a
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      Wir haben im Beispiel 8x Kurve 1, 9x Standardgerade (weiter als SG bezeichnet), 1x Control Unit (CU) und 1x Kreuzweiche. Wenn wir CU und Weiche auch als SG betrachten, kommen wir also auf 12 SG in der Grundpackung. Auf Dauer sind damit natürlich nicht viele Variationen möglich. Wir benötigen also weiteres Schienenmaterial.

      Schritt 1a
      Zugegeben, wir könnten jetzt einfach hergehen und uns zwei K1 und 3 SG kaufen, und könnten dann für unter 20€ (alle Preise Internet Stand 27.12.2017) aus unserer Startpackung dieses Layout zaubern:

      #07aa
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      Das ist natürlich auch eine Erweiterung, aber schon bald werdet ihr feststellen, dass auch das langweilig wird, weil man im Grunde jede Kurve mit dem selben Tempo durchfährt und die Möglichkeiten zur Kombination der Teile bleibt begrenzt, egal wie viele K1 und SG man ergänzt. Der einzige Vorteil, den ich in einer Bahn aus SG und K1 sehe ist, dass man in beinahe jeder Kombination ohne Drittel und Viertel auskommt.

      Wie bekommen wir jetzt aber Abwechslung in die Bahn? Aus dem Tutorial wissen wir: Größere Kurvenradien sind die Lösung.

      Schritt 2
      Vorausgesetzt, man will nicht gleich mehrere hundert Euro ausgeben, wäre der nächste Schritt eine Packung K2 (Inhalt 6 Stk.) zu kaufen. Mit zusätzlichen 6x K2 und 2SG habe ich das folgende Layout erstellt:

      #07b
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      Die Kosten liegen jetzt bei etwas über 50€, aber ich habe den ersten Grundstock für einen weiteren Ausbau meiner Bahn gelegt, denn die K2 werde ich immer wieder brauchen. Außerdem verändert sich das Fahrverhalten jetzt schon merklich. Durch die K2 am Kurveneingang haben wir jetzt nicht mehr das harte Abbremsen, sondern können in die Kurven sanfter hineingleiten. Wie wir sehen, haben wir aber bereits jetzt eine K1 über. Stört euch nicht an Teilen die über bleiben, es ist halt nicht immer möglich alles unterzukriegen.

      Schritt 2a
      Wenn ich bereit bin, ein wenig mehr Geld in die Hand zu nehmen, kann ich die beiden SG weglassen, und stattdessen die Pitlane oder eine weitere Weiche kaufen. Alle Erweiterungen wie Pitlane, Weichen oder Adapterunits entsprechen ja auch immer einer oder mehrerer Standardgeraden. Ich kann also unter Umständen eine 17-18m lange Bahn bauen, ohne eine einzige weitere SG kaufen zu müssen (Für Analogbahnen gilt das natürlich nicht).

      Das gleiche Layout wie zuvor, jetzt jedoch mit Pitlane statt 2 zusätzlichen SG:

      #07bb
      #07bb.jpg

      Neben der K1 haben wir jetzt sogar noch eine SG aus unserem Starterpack übrig, denn die Pitlane ist drei Standardgeraden lang.

      Schritt 3
      Ein nächster Schritt der Erweiterung könnte es nun sein, weitere Möglichkeiten zum Spurwechsel einzubauen. Spätestens jetzt sollte man auch den Kauf von Drittel und Viertelstücken anstreben, denn ohne geht es irgendwann nicht mehr. Jeweils ein Zweierpack sollte aber erstmal für die meisten Anwendungsfälle ausreichen.

      Im folgenden Beispiel haben wir unser Layout um zwei Weichen und je ein Drittel und Viertel zum Ausgleich erweitert.

      #07c
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      Inzwischen verfügen wir, inkl. Weichen und Pitlane, bereits über 19SG in unserem Materialbestand. Weitere Geraden brauchen wir also erst mal nicht. Jetzt könnte man einen neuen Kurvenradius ins Spiel bringen.

      Schritt 4
      Unserem bisher angeschafften Schienenmaterial fügen wir jetzt noch ein Paket K3 (Inhalt 6 Stk.) hinzu. Dies bringt uns viele weitere Optionen in der Layoutplanung. Wir können jetzt, wie im folgenden Beispiel, auch schon mal eine Kurve komplett ohne K1 realisieren.

      #07d
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      Wie ihr seht, steigt mit der Streckenlänge allerdings auch der Platzbedarf. Das gezeigte Layout benötigt immerhin schon eine Fläche mit gut 5m Länge.

      Schritt X
      Dieser Schritt ist variabel (darum auch X), denn es geht hier um die Randstreifen. Aus meiner persönlichen Sicht sollte dieser Schritt schon parallel zu Schritt 2 erfolgen, spätestens aber nach Schritt 4. Ich finde, dass Randstreifen ein elementarer Teil einer Bahn sind, denn erst mit der zusätzlichen Fläche am Fahrbahnrand kann man das volle Potential der Fahrzeuge ausschöpfen. Das Fahren mit oder ohne Magnet will ich jetzt nicht weiter thematisieren, nur so viel: Probiert es einfach mal aus!
      Die 124er Fahrzeuge gehen übrigens auch im Magnetbetrieb mal in den Drift. Hier sind die Randstreifen unerlässlich. Nicht umsonst sind sie in den 124er Grundpackungen schon enthalten.
      Man muss jetzt natürlich gestehen, dass Randstreifen einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor darstellen. Es ist aber auch gar nicht nötig die komplette Bahn mit Randstreifen zu versehen. Wie Randstreifen anzuordnen sind hat Stelladriver ja auch schon im Tutorial beschrieben.
      Das Layout aus Schritt 4 habe ich mal mit den, aus meiner Sicht, nötigsten Randstreifen für 132er Fahrzeuge versehen. Endstücke habe ich weggelassen.

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      Für 124er Fahrzeuge benötig man zusätzlich noch Innenrandstreifen, wenigstens an den K1 und K2.

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      Wie erwähnt, sind das die nötigsten Randstreifen, für eine bessere Optik sollte man ruhig noch zusätzliche vorsehen und die Kurven komplett bestücken.

      All denen, die von den hohen Kosten für Randstreifen abgeschreckt sind sei gesagt: Es gibt auch eine günstige Methode. Man kann auch einfach 8mm starke Sperrholzplatten (ich nehme Pappelsperrholz) aus dem Baumarkt nutzen und sich die Randstreifen selber bauen. Einfach Schienen auflegen, Kante anzeichnen und zusägen. Wer mag pinselt das Ganze noch an und fertig. Zur Not, oder erstmal zum Ausprobieren, kann man sich seine Randstreifen sogar aus dicker Pappe bauen (Tipp: Pampers-Karton doppelt nehmen). Ein Manko der Selbstbaustreifen ist natürlich, dass sie keinerlei Möglichkeit zur Befestigung an den Schienen bieten, hier ist Kreativität gefragt.

      Der letzte Schritt
      Im Grunde sind wir jetzt am Ende der Erweiterung unserer Grundpackung. Der nächste Schritt wären jetzt Kurven mit Radius 4, bzw. noch weitere K2 oder K3, und damit sind wir schon in der fortgeschrittenen Bahnplanung angekommen. Mit der K4 steigen die Möglichkeiten für unser Layout quasi ins Unendliche. Wenn ihr diesen Schritt erreicht habt, seid ihr inzwischen auch schon an dem Punkt wo euch der Virus erwischt hat und euch weitere Investitionen wahrscheinlich nicht mehr abschrecken.
      Abschließend für dieses Kapitel sei noch erwähnt, dass ihr alle Kurven bei diversen Händlern auch einzeln bekommt. Ihr müsst also nicht zwingend mit 6x K2 oder 6x K3 planen, sondern könnt nach belieben variieren.
    • # 07.1 - Layoutvorschläge - Grundpackung erweitert mit 6x K2

      Im Folgenden habe ich einige Layouts zusammengestellt, die eine anfängliche Erweiterung einer Grundpackung sein könnten. Nicht alle Layouts sind aus meiner Feder. Die Namen der Verfasser schreibe ich in diesen Fällen dazu.
      Ich habe darauf geachtet, dass immer das Aufbaumaß, Spurlängen und Materialliste eingeblendet sind. Alle Layouts sind mit Randstreifen und ohne Sonderschienen dargestellt. CU, Weichen usw. müsst ihr also jeweils abziehen. Außerdem ist es möglich, dass mehr K1 oder SG verbaut sind als in einer Grundpackung enthalten sind.

      Und ehe jemand fragt: Nein, es gibt keinen Link zu Softyroyal (siehe #01 - Regel Nr. 3)!



      #07.1a Die legendäre "Handvoll K2" von Slot-Johnny
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Jay F K ()

    • Hallo Jens, finde Deinen Bericht hier sensationell. Echt stark. Ich denke dass viele Anfänger von Deinen Tips und Ratschlägen provitieren werden.
      Auch natürlich das Bahnbautetorial von Stella ist für jeden absolut lesenswert. Vielen Dank,dass Ihr Euch die Mühe und Arbeit macht. Wollte ich mal loswerden. Wünsch Dir n Guten Rutsch und man liest sich.
      Gruss aus Hamburg :winke2:
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    • Tolle Initiative. Ich finds richtig klasse. Auch wenn ich selbst bereits unzählige Stunden vor dem Planer gesessen habe und inzwishen auf Holz meine Ronden drehe.
      8o Immer schön im Slot bleiben 8o
    • Toll, wie viel Mühe und Zeit du investierst, bin begeistert! Guten Rutsch!