Dieselaffäre und kein Ende

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    • Dieselaffäre und kein Ende

      Hallo Leute,

      ich verstehe da was nicht und finde auch keine ausreichende Erklärung dazu.

      Okay, ein paar deutsche Autobauer haben ordentlich betrogen mit Mogelsoftware. Das habe ich kapiert. Jetzt sollen sie die Autos mit der Mogelpackung kostenlos nachrüsten. Das haben sie bisher nur per Softwareupdate gemacht. Richtig oder nicht, weiß ich nicht, kann ich nicht beurteilen.

      Als Konsequenz wird nun aber auch überall heftigst von ihnen gefordert, dass sie alte Euro 4 und 5 Diesel kostenlos mit Hardware nachrüsten, damit diese von der zu erwartenden Fahrverboten ausgenommen werden.
      Hmm??
      Warum denn das?
      Das wäre doch nur dann richtig, wenn ohne die Mogelei alle alten Euro 4 und 5 Diesel ebenfalls bei Fahrverboten noch fahren dürften. Das dürften die aber garantiert nicht. Und dafür kann VW nichts, sondern nur der Gesetzgeber, der damals die Bestimmungen für 4 und 5 gemacht hat. Das ist doch dem sein Mist, wenn diese alten Diesel jetzt nicht mehr in die Innenstädte dürfen und hat rein gar nichts mit der Mogelei zu tun.
      Wenn die deutschen Hersteller angeblich moralisch verpflichtet wären dafür zu sorgen, dass diese Alt-Diesel jetzt alle noch in die Städte dürfen, warum dann nicht auch die französischen, japanischen, koreanischen, chinesischen amerikanischen usw. Hersteller?
      Auch den Wertverlust von E4 und E5 Diesel lastet man VW und Co an. Aber die können doch nichts für die Fahrverbote dieser Altdiesel. Das hat einzig und alleine der Gesetzgeber zu verantworten. Warum hat er damals so lasche Bestimmungen gemacht. Jeder wusste doch, was ein E4 hinten raus pustet. Das waren doch keine Geheimnisse, die erst jetzt bekannt sind oder von den Hersteller irgendwie verschwiegen wurden. Das war alles schon lange bekannt.

      Also woher kommt die Forderung, dass die deutschen Autohersteller, und nur die deutschen (!!) ca. 3000 Euro pro Auto ausgeben sollen, damit die Käufer von früher so sauber rumfahren, wie die Käufer neuer Autos?
      Axel Umpfenbach
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    • Meine These, Ansatz ähnlich wie beim Euro (wobei ich ein Freund des Euro bin!)

      Zunächst die Fakten:
      • Die Grenzwerte für den CO2 Ausstoß kommen von der EU.
      • Die Grenzwerte in geschlossenen Räumen sind um vielfaches höher als im freien.
      • Deutschland hat einen Wahnsinns-Export-Überschuss.
      • Deutsche Autos sind betroffen, andere nicht.
      These: die EU möchte kein (industriell) übermächtiges Deutschland, dass ist unserer Geschichte geschuldet.Was macht also aus EU - Sicht mehr Sinn als die deutsche Schlüssel-Industrie, die KFZ-Branche, einzubremsen?
      Der Diesel ist nur der Anfang, auch weil den Grünen der ganze motorisierte Individualverkehr ein Dorn im Auge ist.
      Gruß
      Ingo :cowboy:



      P. S.
      autobild.de/artikel/co2-bilanz…html?r2028659675=16401439

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Slot-Car-König ()

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    • Ihr habt in den meisten Agumenten recht.

      Das Problem sind wir aber selbst.
      Wir, der kleine Bürger, läst es sich ja mit sich machen.
      Den kleinen Doofen kann man ja melken und den ganzen Mist kann er bei der Gelegenheit auch gleich ausbaden.

      Die Politiker (ist mir egal ob das Gesocks in der EU oder direkt unsere) haben die Grenzwerte festgesetzt.
      Langt nicht, ergo verbieten wir den kleinen Doofen einfach das Fahren.
      Wir sind auch noch so blöd und lassen uns das gefallen. Die Franzosen währen schon längst auf die Strasse gegangen und hätten ihren VOLKSVERTRETERN gesagt was sie von ihnen halten.

      So Feierabend. Ich mix mir`n Whiskey und reg mich wieder ab.
      Grüße und viel Spaß beim Slotten. :fahrer:

      Robert

      Der NW Raceway:freeslotter.de/gallery/index.p…1583290d724d2bb099721ef66

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von neuwulmstorfer ()

    • @Slot-Car-König

      CO² ist ein anderes Thema.
      Bei den Fahrverboten geht es um Stickoxyde.
      Und da ist der alte Diesel eben ein echter Stinker.
      Das war aber schon immer bekannt und gerochen hat man es auch.
      Axel Umpfenbach
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    • Das ganze Theater ging doch erst los, als VW in USA mit der Diesel Mogelpackung aufgeflogen war. Dabei hatten die schon den Fuß in der Ami Tür, wo doch jeder weiß, dass die doofen Amis so gegen Diesel Antriebe sind. Bis dahin war VW auf dem Weg, die meisten Diesel Fahrzeuge in USA zu verkaufen.
      Deshalb ging die Diskussion in der EU erst los und wir dürfen das jetzt ausbaden. Hätte VW nicht versucht die Amis auszutricksen, müssten wir uns jetzt keine Gedanken machen. Meiner Meinung nach ist VW Schuld an dem Dilemma. Zuerst verarschen die die Kunden mit dem Murks TSI und jetzt mit dem Diesel. Von mir aus, darf bei der nächsten VW Managersitzung einer mit Waffen den Raum betreten. :whistling:
      Gruß Stefan

      Keep on rocking on the road :rock:
    • In den USA müssen die Bosse Milliarden bezahlen und bezahlen Sie gerne, damit es nicht noch schlimmer kommt.
      Trotz allem macht die Autoindustrie weiterhin Milliardengewinne.
      Aber unsere beiden Vollpfosten von Verkehrsministern kuschen vor den Bossen und verarschen diejenigen, die von der Autoindustrie bereits verarscht wurden noch ein Weiteres Mal.

      (Um wieviel € sinkt der Wiederverkaufswert meines Diesels nochmal ?)


      Made in Germany mit aller Macht kaputt gemacht und die Regierung sieht stillschweigend.
      Sammelklagen zulassen und ab geht es auch in Deutschland und dann im Rest der EU

      Eines kapier ich nicht:
      Wie konnten die Autolobbyisten die EU Regeln zum Schadstoffausstoss kampflos durchlassen, wenn sie wussten, dass sie nur durch Nachtanken von Harnstoff und erhöhtem Verbrauch einzuhalten sind.
      Ich vermute, dass die damals direkt an der Schummelei gearbeitet haben und sich sicher waren, dass das nicht rauskommt wird weil es keinen interessiert..... und wenn die Amis nicht so unnachgiebig gewesen wären, wäre auch nichts rausgekommen. Nun, wer wird bestraft: nochmals der blöde Autokäufer durch Fahrverbote.... wie konnte der sich auch so eine Mogelei andrehen lassen.....

      Ob die amerikanische Unnachgiebigkeit etwas mit Deutschland's unerwünschter Exportstärke zu tun hat, überlasse ich anderen.

      Blutdruck senken...…

      Gruß
      Floyd
    • Hallo,

      ich verstehe bei den ganzen Mist mittlerweile nicht mehr, wer eigentlich die größeren Betrüger in dem Spiel sind. die Autokonzerne, die jeden Dieselkäufer bewusst mit falschen Anbgas - und Verbrauchswerten betrogen hat.
      Oder gar die Politik, die das ganze Spiel auch noch mitspielen und dank hervoragender Lobbypolitik der Autoindustrie alles dafür tut, das die Betrüger mit einem blauen Augen aus dem Spiel rauskommen und am Ende noch Straffrei bleiben.


      Beste Beispiel doch wieder gestern: Das EU-Parlament beschließt Senkung der Schadstoffausstöße aller Neuwagen bis 2030, Deutschland und weitere Ost-Euröpäische Ländern wehren sich mit Händen und Füßen gehen die Einführung und erzielen am Ende noch eine Senkung der Werte.

      Das ist für mich der größte Betrug, nämlich am Wähler und dessen Gesundheit.

      ( Ich kenne genug Leute, die in der Düsseldorfer Innenstadt leben und den Verkehrs-Smog da täglich erleben - mit teilweise schon gesundheitlichen Folgen ).



      Diese fandenscheinigen Begründungen, das Arbeitsplätze in Gefahr sein, ist doch lächerlich. Die Arbeitsplätze sind in Gefahr, weil die Deutsche Autoindustire den Zug verpasst hat, auf alternative Antriebe zu setzen.

      Klein-Serienhersteller und vor allem die Asiaten machen es denen vor, wie E-Mobilität geht und die werden auch den europäischen Markt überrenen, dann sind die Arbeitsplätze bei den deutschen Autobauern in Gefahr.
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    • umpfi schrieb:

      Also woher kommt die Forderung, dass die deutschen Autohersteller, und nur die deutschen (!!) ca. 3000 Euro pro Auto ausgeben sollen, damit die Käufer von früher so sauber rumfahren, wie die Käufer neuer Autos?
      Die Politik, die vor geraumer Zeit Euro 4 und 5 durchgewunken hat , fürchtet wohl, dass der
      gemeine Bürger nach dem x-ten Beschiss irgendwann auf die Barrikaden steigt, und nun wird
      auf diese Art versucht, beim (betrogenen) Wähler gut Wetter zu machen. Weil es ja damals hiess,
      Euro 4 und 5 erfüllen die (damals) neuen Grenzwerte nicht mehr, also kauft euch neue Euro 6 Stinker,
      die sind zukunftssicher. Nun stellte sich 2015 heraus, dass dem doch nicht so ist und die Hersteller
      betrogen haben, da kann beim Bürger schon mal die Frage nach der Sinnhaftigkeit früherer Neukäufe
      hochkommen.....und auch der ignoranteste Politiker wird zeitig spüren, wann es dem Wähler zu bunt
      werden könnte und er drastischere Maßnahmen vs. Politik und/oder Hersteller in Erwägung zieht.
      Auch im Hambacher Forst wird erstmal nix abgeholzt, vor einigen Jahren/Jahrzehnten wäre damit
      bereits nach der gewaltsamen Räumung schon längst begonnen worden, wider besseres Wissen natürlich.


      Keiner macht, was er soll, jeder macht was er will und alle machen mit


    • Umpfi stellt ja nicht unbedingt eine Frage, bestenfalls eine rethotische. Und er hat recht. Warum sollen damals ordnungsgemäss zugelassene Diesel - nicht die Schummeldiesel! - auf Kosten der Industrie nachgerüstet werden? Dazu gibt es für die Industrie keinen Anlass. Ich hätte sonst auch noch einen alten Kühlschrank mit hohem Stromverbrauch im Keller...
      Gruß
      Thomas
    • Der berühmt berüchtigte EA189 is aber ein Euro 5 Diesel, wie andere Schummeldiesel auch und einige davon sind auch noch gar nicht mal sooo alt,als das man die mit grossen finanziellen Abstrichen einfach einstampfen lassen muss

      Das finde ich ja grad auch noch die absolute Dreistigkeit, dass damals schon ein grosser Umtausch versucht wurde,auf die Euro 6 Diesel, die genauso Schund sind :cursing:

      Um Euro 4 Diesel kann ich den Aufriss auch nicht wirklich verstehen, irgendwann is auch mal rum,alles muss man auch nicht am Leben halten

      Und das sage ich mit drei PKW, deren Benziner auch grad mal E2 bis Euro 2 haben :/
      Gruss Thomas
    • @'tomato007

      Aber diese Tatsache wird weder von den Medien noch vom ADAC und auch nicht von den ganzen angeblichen Autofachleuten auch nur ansatzweise so erklärt. Immer hört man nur, die böse Autoindustrie soll gefälligst auch uralte E4 Diesel kostenlos nachrüsten und es wird so getan, als wäre diese geforderte Hardwarenachrüstung nichts weiter, als die Beseitung eines Produktmangels.

      Das ist aber demnach erstunken und erlogen.
      Auch ein absolut legaler E4 Diesel, ohne jede Schummelei, würde niemals von einem der zu erwartenden Fahrverbote ausgenommen. Genauso wie ein französischer E4 Diesel um keinen Deut besser da steht, als ein deutscher E4 Diesel.

      Ich frage mich nur, warum die deutsche Autoindustrie das ebenfalls mehr oder weniger schweigend über sich ergehen lässt. Warum nennen noch nicht einmal die die wahren Schuldigen. Sieht fast so aus, als hätte man mit der Politik so eine Art Schweigeabkommen getroffen. Die Politik darf allen Frust und alle Schuldzuweisungen auf der Industrie abladen und so tun, als wären sie selber Unschuldslämmer. So was macht die Industrie aber garantiert nicht selbstlos. Da muss also irgendwann eine Gegenleistung kommen, die das Ganze für die Industrie lukrativ macht.
      Axel Umpfenbach
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    • Moin,

      Habe einen 4 Jahre alten X1 Euro 5 Diesel, der ja von der Politik als sauber durchgewunken wurde. Jetzt soll ich nicht mehr damit fahren??? Scheiss drauf, selbst der Kauf eines Euro6 Diesel wird das Problem nicht lösen, nur neueste Euro 6 d temp, oder wie die heißen sind sauber. Davon gibt's aber nicht viele.

      Ich warte auf Hardware Nachrüstung,
      Baumot, früher Twintec, vertreibt die Nox Katalysatoren schon einige Zeit. Nur die Hersteller wollen nicht dafür bezahlen. Zweites Problem, die Politik erklärt die Diesel, wenn nachgerüstet wurde, nicht als sauber. Die Gesetzliche Grundlage fehlt, den Euro 5 Diesel in die bessere Schadstoffklasse zu hieven. Wenn das gehen würde, würden viele wohl nachrüsten wenn es gefördert würde.

      Mir ist es egal, ich Zahl nix, fahre den Diesel noch 10 Jahre, ein Neuer ist erstmal nicht drin.

      Und Umpfi, ja , der Hersteller ist verantwortlich. Er hat betrogen. Allerdings hat die Politik, Gesetzgeber, es ihm leicht gemacht.

      Beispiel: Der Gesetzgeber schreibt vor in einem bestimmten Temperatur Fenster muss die Abgasreinigung funktionieren.
      Der Hersteller nimmt 20Grad, das liegt im gesetzlichen Fenster. Also bei 20 Grad Außentemperatur erfüllt das Auto die gesetzliche Vorgabe auf dem Prüfstand.
      Jetzt prüft irgendeiner das Fahrzeug, Außentemperatur 10 Grad, Abgasreinigung arbeitet nicht richtig, Schadstoffausstoss wie wir sie jetzt kennen.
      Hersteller sagt, halten uns an die Gesetze, deswegen wollen sie auch immer die Testbedingungen erfahren, damit sie wissen wie getestet wurde.
      Also, laut Gesetz alles ok. Und deswegen weigern sich die Hersteller nachzurüsten.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dodge Viper DGTSM Reglement, Beetle auf Momo Chassis, LaFerrari Miniz auf Schöler Gt, Ferrari Enzo Miniz auf Werk, BMW I8 auf Momo, Corvette Grand Sport auf M-Tech, Cobra auf Plafit
    • Die wahren Schuldigen sitzen an erster Stelle immer noch in Wolfsburg, Rüsselsheim, Stuttgart, Neckarsulm,Ingolstadt und München

      In München sicher nicht nur Hersteller, sondern auch noch Abgesandte des Königreich Bayerns mit Draht in den hohen Norden :thumbdown:

      Politik spielt für mich hier die Rolle des Häuptlings,aber auch nur für uns Bauernopfer

      Sieht man schön an den erkämpften Tauschprämien oder aber auch an der Motivation der Verhandlungen unserer Umweltministerin in den letzten Tagen

      Das reichte zwar für kein zweiten Alleingang, aber man musste noch nicht einmal zwischen ihren Zeilen lesen, um ihre Meinung dazu zu erfahren
      Gruss Thomas
    • umpfi schrieb:


      Ich frage mich nur, warum die deutsche Autoindustrie das ebenfalls mehr oder weniger schweigend über sich ergehen lässt. Warum nennen noch nicht einmal die die wahren Schuldigen. Sieht fast so aus, als hätte man mit der Politik so eine Art Schweigeabkommen getroffen. Die Politik darf allen Frust und alle Schuldzuweisungen auf der Industrie abladen und so tun, als wären sie selber Unschuldslämmer. So was macht die Industrie aber garantiert nicht selbstlos. Da muss also irgendwann eine Gegenleistung kommen, die das Ganze für die Industrie lukrativ macht.
      Natürlich, das Ganze wird darin gipfeln, dass die Politik mit viel Tamtam einen Prozess vor einem beliebigen
      Gericht anzetteln wird, die unerfüllbaren Forderungen werden von diesem Gericht dann gekippt, mangels
      gesetzlicher Grundlage und die Politik stellt sich hinterher hin und wird behaupten: "wir haben doch alles getan
      und versucht, diese Unrechtmäßigkeiten zu beheben, nur leider....", den Rest kann man sich selbst ausmalen.


      Keiner macht, was er soll, jeder macht was er will und alle machen mit