Geiz ist geil, oder wohin geht das Slotracing ?

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    • Geiz ist geil, oder wohin geht das Slotracing ?

      Hallo an alle Mitleser hier,

      zuerst möchte ich klarstellen das ich hier niemanden persönlich ansprechen will. Ich erwarte auch keine Antwort auf eventuelle Fragen im Text, sie sind hypothetischer Natur.
      Ich möchte hier nur mal meine Gedanken los werden, die mich schon geraume Zeit beschäftigen. Man kann auch nicht sagen das nur Sloter davon betroffen sind, es ist mir nur hier gerade wieder aufgefallen und daher muss ich das jetzt hier los werden.

      Da ich kein digitalisiertes Slotcar besitze und demnächst mal versuchsweise an einem Rennen teil nehmen möchte, musste ich mir natürlich eines besorgen. Es soll ein 124er Carrera sein, ein aktueller GT Renner. Da ich keine Ansprüche an das Auto hatte, hätte ich auch einen gebrauchten genommen. Also mal auf die Suche gemacht im Netz. Komisch, gebraucht geht nix. Was von Privatpersonen angeboten wird sind Sammlermodelle oder total überteuert. Selbst bei Auktionen die für einen € starten und ein total verranztes und beschädigtes Auto anbieten gehen die Preise Richtung 50 €. Ein ordentlich gebautes Slotcar mit Metallfahrwerk bringt manchmal weniger. Alternativ bieten gewerbliche Anbieter pfuschneue Autos für 55 € an, inkl. Fracht 59,90 €. Gestern ist das Auto bei mir eingetroffen. Original verpackt und pfuschneue. Eine Corvette C7 von Carrera.

      Wie ist das möglich ?

      Ist hier jemand verrückt ?
      Oder bin ich verrückt ?
      Oder sind alle anderen verrückt ?

      Wenn stimmt was man so hört, ist das unter dem EK den normal Händler an Carrera bezahlen. Soweit ich das mal gelernt habe braucht man als kleines Handelsunternehmen eine Spanne von durchschnittlich 25% um zu überleben. Wenn ich also einmal schludere, muss ich das an anderer Stelle wieder rein holen. Das geht noch recht gut wenn ich eigene Produkte habe. Wenn ich aber nur handele ?

      Okay, der eine will sein Lager räumen, der nächste hat Konkursmasse aufgekauft ein dritter hat noch einen anderen Grund aber in der Häufigkeit, in der das inzwischen läuft suggeriert das doch den Leuten das solche Preise normal sind und die Verkäufer dabei sogar noch verdienen.

      Mir kommt vor das daß inzwischen alles etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Ich verstehe gut das inzwischen einige Händler im Slotcarbereich Autos bestimmter Hersteller aus dem Programm genommen haben oder den Verkauf von Automodellen gleich ganz einstellen. Wir erwarten immer und überall Schnäppchen bei den höherpreisigen Artikeln. Gefühlt will keiner mehr den normalen Preis bezahlen. Es ist aber auch schwierig für die Hersteller unser Kaufverhalten vorher zu sehen. Wenn ein Typ gut geht, werden wir damit überschwemmt. Oft sorgen solche falschen Planungen für Ladenhüter die am Schluss verramscht werden müssen. Dazu war aufgrund wirklich fehlender interessanter Neuheiten, besonders bei den 124er. die Luft raus. Immer auf Nummer Sicher wieder ein Porsche und ein Ferrari. Fahrwerkstechnisch entweder Spielzeug oder extreme Bastelware aus gestanztem Stahlblech. Gerade kommt wieder Bewegung in unser Hobby, ich hoffe das der Hersteller sich das nicht selbst durch unüberlegtes Handeln kaputt macht.

      Es wurde zuletzt immer wieder darüber diskutiert ob das Slotracing auf dem absteigenden Ast ist. Manches von dem oben beschriebenen deutet darauf hin. Aber gerade hat ein laues Lüftchen dafür gesorgt das neue Hobbyisten den Weg an die Clubbahnen finden. Ich hoffe darauf das sich das langsam aber stetig weiter entwickelt.

      Lasse mich überraschen ;)

      Beste Grüße,

      Ecki
      Beschleunigung ist, wenn die Tränen der Ergriffenheit waagrecht zum Ohr hin abfliessen (Walter Röhrl) :D

      spf-mittelhessen.de/

      backwoods-slotcar-racing.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ecki ()

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    • Es gibt ja auch das andere Extrem; in jeder Branche, aber gerade bei Slotcars und ähnlichen Nischen besonders auffällig: Ein neuer (Klein-)Händler, der ernsthaft denkt, er braucht nur ein paar Carreras zum UVP auf einer todlangweilig-generisch gestalteten Homepage samt Werksfotos anbieten und schon brummt der Laden.

      ich war mal beruflich recht intensiv in der Computerbranche unterweg, genauer gesagt den Endkunden-Komponenten wie Grafikkarten, CPUs,Festplatten etc.
      Da war es praktisch IMMER so, dass der billigste Preis auf einer Vergleichsseite quasi gleichzeitig der übliche Händler-EK war. Und in diesem extremen Preiskrieg waren nicht nur dubiose Krauterer, sondern auch größere, seriöse Händler aktiv. Die hats dann auch reihenweise dahingerafft.

      Ich hasse normalerweise diese "das ist halt typisch Deutsch"-Platitüden; aber in dem fall stimmts wohl tatsächlich. Dieses Geschachere bis zum letzten Cent hat hier seine Blüte. hab vor kurzem gelesen, dass Deutschland z.B. auch die mit Abstand höchsten Retourquoten bei Online-Paketen hat. Passt mMn ganz gut mit in diese Schiene.
    • Im Slot-Bereich bin ich zwar noch Rookie, aber ich habe knapp 15 Jahre beruflich in der RC-Branche gearbeitet, wo es ja ähnlich abgeht.
      Was in der Slot-Branche offensichtlich noch viel mehr verbreitet ist, sind nebenberufliche Onlineshops die ein viel geringeres wirtschaftliches Risiko haben als würde man ausschließlich davon leben.

      Die Krankenversicherung und die Wohnung zahlt der eigentlichen Arbeitgeber und der Ertrag aus dem Slot-Shop finanziert nur das Hobby selbst. Da kann man sich schon mal leisten sich bei den Fans mit unterirdischen Preisen beliebt zu machen.
      Eigentlich müsste die Branche auf diesem Weg den Bach herunter gehen, aber es wachsen für jeden sterbenden Händler wieder neue nach, die keinerlei wirtschaftlichen und kaufmännischen Kenntnisse haben, sich aber trotzdem gerne am liebsten den ganzen Tag mit dem liebsten Hobby beschäftigen. Wird auf Händlerseite also wohl noch ne Weile so laufen.

      Aber das Problem ist daß die neuen Entwicklungen und wirklich großen Sprünge bei den Herstellern irgendwann ausbleiben, weil so richtig viel zu verdienen ist so natürlich nicht.
    • naja, soweit ich da nen einblick im moment habe, sind die hersteller im modellbaubreich auch seit 20jahren stehn geblieben.. moderne IT zum senken der Vertriebskosten wird nicht eingesetzt. wäre aber dringend nötig um: 1. kosten zu sparen, 2. kosten zu senken, 3. eine hohe und breite Verfügbarkeit der produkte zu gewährleisten ....

      naja mal sehn, ob man da mit dennen reden kann.

      das zweite Problem ist natürlich, dass nur über den Preis im Internet gekauft wird.
    • Wozu soll ich denn die Vertriebskosten senken, wenn es keinen Absatzmarkt gibt. Für mich sieht das so aus, als geht es Carrera/Stadlbaur nur darum ihr B2C Geschäft zu pushen, siehe Black Friday Aktion. Muss wohl so ein Vorschlag in den Vertriebsseminars gewesen sein....dieses Verhalten sieht man heute ja bei diversen Unternehmen. Was aber Carrera/Stadlbaur evtl. komplett übersehen hat, dass ihre Fachhändler außer dem Vertrieb zum Endkunde, auch eine Art "Dampf-Filter" der Endkunden sind.

      Wenn der Endkunde mit dem Produkt nicht zufrieden ist, weil es nicht so funktioniert wie er sich das vorstellt oder defekt ist usw., dann muss und will er irgendwo Dampf ablassen. Wenn ich dann keine gute Endkunden-Service-Abwickung habe, kann es richtig bös ins Auge gehen. Gerade heute, wo jeder völlig anonym im Netz Dampf ablassen kann. Dann kommt noch hinzu, die Händler, die sich ja mittlerweile schon verarscht fühlen, weil der Hersteller auf einmal den B2C Kanal für sich entdeckt hat oder pushen will, schlägt seinen sich reklamierenden Kunden die Endkunden-Service-Abwicklung vom Hersteller vor. Oder der Endkunde hat diese Idee selbst, weil er beim Händler im Netz eingekauft hat und keinen vernünftigen Kontakt zu diesem hat. Rest der Abwicklung brauch ich jetzt nicht niederschreiben, wer wen auf wen verweist, wer jetzt einen hochroten Kopf hat und lauthals Servicewüste Deutschland schreit.

      Das ist kein von mir ausgedachtes Szenario, sondern so geschehen meinem Arbeitgeber, Google Rezession 1,9 =O . Hab gerade nachgesehen, von Carrera/Stadlbaur gibts zum Glück keine Google Rezession.
    • Ich kaufe nur Ersatzteile und Merchandise im C - Shop. Der große Spielwarenhändler vor Ort hat Carrera, aber eben nur als Nebengeschäft. Alles ist lieblos hingestapelt und Beratung ist Fehlanzeige.
      Daher kaufe ich Fahrzeuge im Netz.
      Die Reklamationen mache ich grundsätzlich direkt mit dem Carrera - Service.
      Gruß Torsten
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    • Aurigarius schrieb:

      ...sind nebenberufliche Onlineshops die ein viel geringeres wirtschaftliches Risiko haben als würde man ausschließlich davon leben.
      Die Krankenversicherung und die Wohnung zahlt der eigentlichen Arbeitgeber und der Ertrag aus dem Slot-Shop finanziert nur das Hobby selbst.

      heathunter86 schrieb:

      das zweite Problem ist natürlich, dass nur über den Preis im Internet gekauft wird.
      Beides kann man ständig beobachten,
      -alleine in meinem Bekanntenkreis sichern sich einige mit "Minimaleinsatz" am eigentlichen Arbeitsplatz die soziale Absicherung um dann im Nebenerwerb "loszulegen".
      Das Internet erleichtert den Preisvergleich immens und führt eben zu verbraucherfreundlichen Preisen, da verändert sich die Kultur unserer Gesellschaft,
      eben auch im Hobbybereich.

      Gruß
      Ingo :cowboy:
    • Die Grenze zwischen "verbraucherfreundlicher" Preis und "unternehmerfeindlicher" Preis
      verschwimmt dabei immer mehr. Was letztendlich dazu führt, dass Anbieter entweder
      gewisse Artikel aus dem Sortiment streichen oder den Betrieb gleich ganz einstellen.
      Das ist schon mal eine merkwürdige "Kultur".....
      Keiner macht, was er soll, jeder macht was er will und alle machen mit


      [Blockierte Grafik: https://up.picr.de/30313241tj.jpg]

    • Welche C7.R war das? 23818, 23819 oder 23828? Die 3 sind aus dem Sortiment und werden billigst verramscht.

      23836 oder 23860 sind die zwei aktuellen. Listenpreis ist ja bekannt bei D124 von 53,50€ Netto. Ein kleiner Händler hat wenn es gut geht zwischen 5 bis 9% Rabatt. Meist sogar unter 5%....

      55 brutto => 46,22€ Netto
      53,50 - 9% => 48,69€ Netto

      Guter Unternehmer, hat über 2€ Verlust gemacht. :dbdg:
    • ich denke mal, dass hier die Geiz ist Geil Mentalität keinen Einfluss hat,

      in den beiden großen Modellbahnläden in Düsseldorf + Hilden wird Carrera über
      das Produktspezifische Wanddisplay verkauft. Erfreulich ist ,dass ein Teil der D124
      Modelle hierbei in die ca. € 60,- Preisstufe ausgepreist werden. Diese stehen dann
      auch Abseits und verlocken natürlich zum Spontankauf.

      Die neueren Versionen stehen dann im Displaybereich zum Sollverkaufspreis.
      Demzufolge steht doch die Vermutung nahe, dass der Händler auf Anweisung
      des Herstellers handelt und durch seinen Verkaufsraum die überzähligen
      Einheiten am Markt zu unserem Vorteil absetzen soll. Wer also in der älteren
      Version ein gutes Slotcar sieht spart halt was.

      Ich darf noch erwähnen, dass auch bekannte Slotcarhändler, die hier vielleicht
      im Verdacht stehen reine Onlinehändler zu sein auch das 4 - 5 spaltige Displayregal
      von Carrera in Ihrem Laden stehen haben.
      Soko-Keller die Bahn im Herzen von Düsseldorf, LG Ingo

      Slotten im Bergischen Verbund - auf den Bahnen in - Duisburg - Düsseldorf - Haan - Heiligenhaus - Velbert
    • Ich habe einen großen Carrera-Laden in der Nähe, der hat ein riesen Angebot, weil eben nur Carrera verkauft wird.
      Die Preise sind sagen wir marktüblich, also hoch.
      Alle anderen Spielwarenläden, die es mal gab, sind mit den Jahren von der Bildfläsche verschwunden. Da war Carrera aber eben auch nur ein Produkt von vielen und stand neben Modelleinsenbahn, Brettspielen und Stofftieren. Im letzten großen Spielwarenladen hier bei uns, hatte Carrera eine kleine Ecke, da war das Angebot von Märklin deutlich größer.

      Wenn ich als Hobbyfahrer Autos usw. kaufe, schau ich natürlich erst mal bei Onlineshop, weil mein Geld finde ich auch nicht auf der Straße und muss dafür auch arbeiten gehen.
      Die meisten Onlineshops, gerade bei ebay , sind nebenberufliche Verkäufer, die das aus dem Wohnzimmer oder Keller machen und somit keine Kosten für Personal, Laden usw. haben. Dann können die auch andere Preis anbieten und müssen nicht 25% Gewinn machen um zu leben, denen reichen vielleicht schon 5 oder 10%.
      Die verkaufen dann eben lieber 10 Autos mit 5% Gewinn als ein Auto mit 25% - der Aufwand hält sich ja eben in Grenzen.

      Mir als Kunden ist das doch ehrlich gesagt, vollkommen egal.
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    • Ich versteh das sowieso nicht. Wenn ich in der Bucht ein RENNAUTO anbiete, also ein voll hergerichtetes Teil das wirklich richtig gut geht, bekomm ich vieleicht den halben Preis meiner Ausgaben. Da kaufen die Neueinsteiger lieber neue originalverpackte Autos und stehen dann da und wissen nicht wie sie die Kiste zum laufen bringen. Dann werden teure Hinterachskomplett Sätze verbaut mit mäßigem Erfolg. Dann die Toptunig Teile in der Bucht, wo die Reifen auf den Lochfelgen beidseitig 1cm. überstehn, Grausahm aber die gehen weg.
      Ich verkaufe, oder besser Tausch eigentlich nur noch mit meinen Mitstreitern untereinander, sollte wer ein top Gerät benötigen in 1:32 meine Jungs wissen Bescheid.
    • ...und genau da liegt doch der Hund begraben, niemand ist mehr bereit für eine fachkundige Beratung auch nur 1€ mehr bezahlen. Ich kenne Umpfi noch aus der Zeit als er einen Laden betrieb. Wenn du Beratung brauchtest war er direkt bei dir und nahm sich soviel Zeit wie du brauchtest. Ich persönlich schätze das sehr, das Internet hat hier sehr viel kaputt gemacht. Wir sind da noch lange nicht am Ende des Weges, diese "Kultur" beschränkt sich ja nicht nur auf unser Hobby. Ich arbeite im KfZ Bereich und berate Tag für Tag Kunden, ca 30% nutzen meine kostenfreie Beratung um mir zwei Tage später einen Preis aus dem Onlineshop unter die Nase zu halten. Ich kann in sofern absolut nachvollziehen warum die Fachhändler reihenweise ihre Geschäftslokale aufgeben.


      Gruß Joachim
    • Wahrscheinlich liegt das an dem guten Gefühl ein Schnäppchen gemacht zu haben wenn man etwas deutlich unter dem Listenpreis erworben hat.

      Es gibt derzeit drei Hersteller von 1:24 Fertigfahrzeugen und man kann diesen Trend bei allen Dreien beobachten.

      Mich wundert eher etwas anderes: Gerade durch den aktuellen Hype um die BRM Zwerge bin ich darauf aufmerksam geworden daß es offenbar Leute gibt die durch diese schönen Autos zum Masstab 1:24 kommen. In den einschlägigen Threads kann man häufig lesen dass es da Leute gibt die sich gleich mehrere Farbvarianten einer Formneuheit kaufen und sich dann beklagen das diese Autos aus der Schachtel heraus nicht laufen. Das ist ein bischen weltfremd. Jeder der etwas überlegt wird darauf kommen das diese Autos wohl nicht von Slotracern montiert worden sind. Wenn man ein vernünftig laufendes Auto haben will bleibt eigentlich nur die Möglichkeit sich so ein Auto in der Szene zu besorgen.

      Ich baue seit über 15 Jahren Slotcars im Masstab 1:24. Inzwischen sind das weit über 150 Autos. Ich habe es von Anfang an abgelehnt Auftragsarbeiten auszuführen weil der Bau eines solchen Fahrzeugs so zeitaufwändig ist dass man diesen Aufwand beim Verkauf des Fahrzeugs auch nur halbwegs vergütet bekommt. Ich habe also jedes Auto für meinen Eigenbedarf gebaut. Das war bei den ersten Autos auch ganz ok, aber die Flotte wuchs und wuchs und mein Interesse an verschiedenen Rennserien änderte sich immer wieder mal. Kurzum: Irgendwann einmal war ich an dem Punkt das ich Platz schaffen mußte und da habe ich das ein- oder andere Auto an Kollegen im Club oder in der Szene verkauft. Mein Argument war: Weil ich dieses Auto für mich persönlich gebaut habe könnt ihr sicher sein daß ich dabei mein bestes gegeben habe. Schließlich will ich mit dem Teil Spaß haben (anders als jemand der Auftragsarbeiten ausführt (Auto vom Basteltisch verkauft - nächstes Projekt...). Das Feedback war durchaus positiv und ich hatte sogar den Vorteil daß ich meine Krationen bei den Clubrennen im Einsatz sehen konnte und oft überkam mich ein gewisser Stolz wenn der neue Besitzer eine gute Platzierung erzielte.

      Ich habe dann auch eine Zeitlang Autos auf Ebay verkauft. Das war mir aber irgendwie zu stressig und weil ich nicht wirklich Platz brauche ist das ganze wieder eingeschlafen. Was mich stutzig macht ist etwas anderes: Seit geraumer Zeit habe ich in mein Profil den Zusatz "Verkaufe Slotcars" eingefügt. Die Reaktion darauf tendiert gegen Null. Ich erkläre mir das so: Der Interessent legt größten Wert auf ein Nagelneues Fahrzeug (Stichwort "Mint and boxed"). Die Erwartung ist so hoch daß die Enttäuschung groß ist wenn an der Neuerwerbung das Getriebe klemmt oder die Räder an den Radhäusern schleifen. Viele sind dann regelrecht hilflos und wissen nicht wie sie diese Mängel beheben können.

      Ich denke der Preis ist auch eher zweitrangig. Bei Neuerscheinungen ist nur wichtig wer das Rennen (habe mein Schätzchen als Erster im Freeslotter präsentiert) gewinnt. Das nahm ja neulich als der BRM Mini rauskam fast schon krankhafte Züge an. :D
    • jrcb1 schrieb:

      ... ca 30% nutzen meine kostenfreie Beratung um mir zwei Tage später einen Preis aus dem Onlineshop unter die Nase zu halten. Ich kann in sofern absolut nachvollziehen warum die Fachhändler reihenweise ihre Geschäftslokale aufgeben.

      Genau dies ist Teil des Geschäftsmodells unseres "Expert" - Händlers vor Ort.
      Ich denke er hat diesen Spielraum schon in seiner Kalkulation drin.
      Das ist Marktwirtschaft in den Zeiten des Internets, das wird noch zunehmen u. der klassische stationäre Einzelhandel wird in 5 - 10 Jahren tot sein.
      Die Geschäfte betreiben dann Amazon , Weltbild u. Co auch vor Ort.
      Wer hat es so gewollt? Wir, die Konsumenten/Kunden, denn wir verhalten uns entsprechend.
      Zur Beratung: auch die funktioniert doch, gerade im Modellbau, Online mittlerweile besser als vor Ort.
      Ich erhalte doch mehr Infos hier im Forum als beim Händler.

      Gruß
      Ingo :cowboy:
    • "Wahrscheinlich liegt das an dem guten Gefühl ein Schnäppchen gemacht zu haben wenn man etwas deutlich unter dem Listenpreis erworben hat."

      Ich glaube das liegt ehr daran das in der heutigen Zeit das Freizeit und Hobbyangebot vielfältiger ist denn je. Und es gibt Mensche die halt auf vielen Hochzeiten tanzen müssen. Wenn man sich all dies Leisten möchte, muss man natürlich Abstriche machen. Oder halt zum Schnäppchenjäger werden um auf einem Level "mitspielen" zu können. Ich habe für mich festgestellt - alles geht nicht - und so habe ich mich auf nur noch zwei Hobbys fokussiert. Da stört es mich nun auch nicht mehr wenn ein Artikel eine Gewisse Wertigkeit / Preis hat. Wenn ich es haben will... kauf ich es mir, und zwar dann wenn ich es will.

      Deswegen bestellt ich auch meine Autos sobald diese gelistet sind bei Michael einfach vor und kann beruhigt schlafen. Ob ich nachher 5 Euro mehr bezahlt habe als woanders, juckt mich dabei eigentlich wenig. Es ist ein Hobby! Sollte ich das Geld Sinnvoll ausgeben, würde ich es ja nicht mit den Hobby verbrennen?! :)
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    • Mir ist schon seit langem bewusst, dass die Preise, egal ob Internet oder stationärer Handel nicht auskömmlich sind. Das führt zwangläufig zum erwähnten Verdrängungswettbewerb. Mit jedem Ausscheiden eines Slotracing-Händlers aus dem Markt stirbt ein Teil der Slot-Szene. Mitstreiter, die dann nicht mehr versorgt werden können, beenden dann tieftraurig das Hobby Slotracing. Ich feilsche also nie mit den Händlern um den Preis, nehme aber den günstigsten Anbieter. Das hört sich besser an als es ist. Im letzten Jahr musste ich Ersatzteile in Italien bestellen, um überhaupt die benötigten Teile zu bekommen. Die Händler in Deutschland optimieren auch Ihre Bestände. Manchmal ist die Bestellung ein Kompromiss zwischen Verfügbarkeit und Preis.

      Das von Poldi erwähnt Problem der Überbestände hatte ich auch zu beklagen. Überbestände kamen durch Kaufwut und günstigen Angeboten und plötzlichem Zeitmangel aufgrund von Projektarbeit zustande. Die Lösung schaffe ich mir durch Teilnahme an der Ruhrslot in Oberhausen. Der vermeintliche Gewinn bleibt dann in der Slotracing-Familie. Amazone kenne ich nur als Hersteller von Landmaschinen : amazone.de/
      :daumen3:
      Georg
    • Ja das ist, wie ich finde, eine traurige Entwicklung. Auch ich kaufe ab und an online, aber größtenteils doch lieber im Laden. Vielleicht bin ich "altmodisch", aber ich liebe es einen Kauf zu "planen", dann in die Stadt oder den entsprechenden Laden zu gehen und die gewünschten Produkte anzuschauen, anzufassen und ausgiebige Beratung zu genießen.

      Dabei ist es mir egal, ob ich ein Auto, einen Staubsauger, ein Slotcar oder eine Uhr kaufe, das Einkaufserlebnis gehört für mich einfach dazu. Das Internet dient meist nur der Vorauswahl.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von technox ()

    • Sucht Euch EINEN Händler mit dem Ihr gut klarkommt. Wie man so schön sagt: Support your local dealer. In unserem Fall sollte es besser heißen: Support your Slotcar Dealer. Und wenn möglich NICHT die großen Online-Shops die mit Slotcars eigentlich nichts am Hut haben.
      Ich prohezeie Euch ruhige, grübelfreie Nächte in denen man keinen Gedanken daran verschwendet wo man jetzt wieder was am billigsten bekommt.
      Die kleinen/mittleren Händler sind die die unser Hobby am Leben halten. Ohne die kein Hobby. Easy story.
    • jrcb1 schrieb:

      ...und genau da liegt doch der Hund begraben, niemand ist mehr bereit für eine fachkundige Beratung auch nur 1€ mehr bezahlen...
      Kommt drauf an, was Mann/Frau kaufen will.

      Wenn ich Autos, Schienenteile oder Ähnliches kaufen will, brauch ich keine Beratung, das zählt für mich einzig und alleine der Preis und nichts anderes.

      Wenn ich allerdings als Neueinsteiger mir ein Starterpaket kaufen will und mich beraten lasse möchte/muss, sieht das anders aus.
      Da kann ich auch viele Geschäfte verstehen, die sich aus Erfahrung heraus dazu entschlossen haben, Beratunsgzeit bezahlen zu lassen und das beim Kauf anzurechnen - die Auswirkung haben genau die Leute zu verantworten, welchen nämlich im Laden Beratungg wollen und dann online kaufen.

      Und diese Neueinsteiger kaufen sich im Internet dann später auf erst mal nur Neufahrzeuge und keinen getunten Fahrzeuge für einen deutlich höheren Preis. Ist hier aber genauso wie wahren Autoleben, für Tuning und Zubehör bekommt man nie den Preis auf dem gebrauchtmarkt, den man reinegsteckt hat.