Pinned Carrera D124 er Chassis von Karosserie entkoppeln

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    • Carrera D124 er Chassis von Karosserie entkoppeln

      Hallo,

      ich suche jetzt schon länger nach Möglichkeiten das Chassis von Digital 124er Autos zu entkoppeln und wollte meine Erfahrungen hier teilen bzw. nach weiteren Tipps fragen.
      Die Notwendigkeit des Entkoppeln ergibt sich bei mir i.d.R. aus folgendem Umstand. Ohne Karosserie fahren die Autos leise und butterweich, verschraube ich die Karosserie habe ich zum einen Vibrationsgeräusche und zum anderen in Kurven teilweise kreischende Geräusche vom Zahnrad.
      Folgende Maßnahmen funktionieren prinzipiell auch für andere Slotcars, z.B. alte Carrera 124er (außer die Sache mit dem Zentrierring)

      Ursachen:
      1. Hauptursache ist immer, dass die Karosserie starr mit dem Chassis verbunden ist.
      2. Manche Geräusche entstehen einfach dadurch, dass die Karosserie wie ein Resonanzkörper funktioniert. Der Wagen liegt sonst gut auf der Straße.
      3. Manche Geräusche entstehen dadurch, dass Achsen, Karosse und Chassis nicht beweglich sind und insbesondere bei Kurven die Steifheit des Gesamtkonstrukts zu Geräuschen führt. Zahnkränze schleifen und führen sogar zu Geschwindigkeitsverlust. Reifen schrabbern am Chassis etc...

      Welche Möglichkeiten gibt es bei den Originalbauteilen. In folgender Reihenfolge würde ich vorgehen, um die Geräusche zu minimieren:

      1. Reifenabstand zur Karosserie kontrollieren.
      Manchmal schleifen einfach nur schlecht sitzende Reifen an der Karosserie (ist zwar selten aber sollte man als erstes kontrollieren)

      2. Motorschrauben und Hinterachseinheit kontrollieren
      Der Carrera Motor und die Hinterachseinheit sind mit Schrauben am Chassis befestigt. Manchmal sind diese nicht ganz gerade verschraubt und die Achse steht leicht schief bzw. der Motor sitzt schief zum Ritzel. --> Ausrichten!

      3. Schrauben lösen und Zentrierring wegdremeln.
      Die Befestigungschrauben der Carrera Karo einfach ein Stückchen rausdrehen. Da Chassis und Karo jedoch mit 4 Zentrierringen an jeder Schraube ineinander greifen, muss man diesen Zentrierring wegschleifen so da Karo und Chassis aufeinanderliegen. Dann kann das Konstrukt an dieser Stelle etwas atmen. Es gibt auch spezielle Wackelschrauben die einen Gewindelosen Teil haben. (in meinen Augen bringt das nicht viel, besser wären Schrauben die einfach einwenig Spiel im gesamten haben.

      4. Karosserie und Chassis ausrichten.
      Verzogene Plastikbauteile von Carrera sind ebenfalls häufig anzutreffen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Sachen gerade zu bekommen.

      a) Ausrichten des Chassis: Man befestigt das Chassis auf einer Stahlplatte (bspw. mit Magneten) und stellt es anschließend in ein heißes Wasserbad oder in den Backofen bei 80 Grad.
      b) Ausrichten der Karosserie: Die Karossen kann man leicht mit der Hand gerade drücken. Oftmals ist das verzogene Chassis auch Schuld am Schiefstand
      c) Inlay kontrollieren, ob diese schief eingeklebt sind oder am Ritzel oder sonst wo kratzen.

      5. Chassis ringsherum abschleifen.
      Die Karosserie umschließt bei den Carreraautos das Chassis vollständig. Guckt man von unten drauf, so erkennt man ganz gut, dass zwischen Karo und Chassis kein Spiel ist.

      Die Punkte 1 und 2 sind Standardsprozeduren, die einfach dazu gehören. Punkt 3 ist m.E. der entscheidende Ansatz, um das Fahrzeug zu entkoppeln.
      Punkt 4 nur dann notwendig, wenn das Chassis extrem verzogen ist. Punkt 5 ist die allerletzte Option.

      Was kennt Ihr noch so?

      Grüße!

      The post was edited 1 time, last by Schlitzpiste ().

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    • Hallo erstmal.

      Kontrollier mal ob das kreischende Geräusch nicht von dem Inlay der Karosserie kommt, bei mir schliff das auf dem Zahnrad.

      Hatte @umpfi nicht Schrauben wo man die Carrera Karosserien mit entkoppeln konnte ?
      __________________________________________

      Bis dann mal !!! :rallye:

      Gruß,

      Slotbahnschleicher :coffee: 8|

      Dualbetrieb Heizer :rock:

      BRO, “The Racing BROthers“
    • Slotmike hat die auf jeden Fall - und erst wenn die Kisten nach dem Entkoppeln mithilfe dieser Schrauben auch einen Wackel bekommen, lohnt sich der Aufwand des Entkoppelns wirklich.

      Von daher kann ich die Aussage, die würden nichts bringen, nicht so ganz nachvollziehen. Bei mir bringen die sehr wohl was: die Autos werden durch den Wackel schlicht schneller.
    • Die original 124er Autos hatten Blechschrauben, die einfach durch längere ersetzen und nicht ganz fest ziehen.

      Gruß Ralf

      :auto25: :auto3:
      "Der 2. Platz ist eine Ehrentafel auf der Damentoilette"
    • Ich hab vorher „Steckdosenschrauben“ benutzt (die haben auch nur ein Teilgewinde), aber die musste man immer kürzen, was man bei denen von Mike nicht muss. Und da ich auch gerne mal faul bin... :whistling: :saint:
    • Ja, alles richtig, was ihr schreibt. inlay schleift (leider) nicht..

      Wichtigste Maßnahme beim Entkoppeln: Der Zentrierring muss definitiv weg, sonst hab ich an vier Stellen eine bombenfeste Verbindung, unabhängig von den Schrauben...

      Ich spreche hier von den Gewindeschrauben, wenn Karo anständig entkoppelt, dann gehts auch mit denen (Unterschied liegt darin,dass das Loch in der Karo bisserl größer sein muss)
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    • Dann sprichst du auch nicht von originalen Carrera 124er Autos wie am Anfang sondern von irgendwas modernen wie Exclusive oder D124 :wacko: .

      Gruß Ralf

      :auto25: :auto3:
      "Der 2. Platz ist eine Ehrentafel auf der Damentoilette"
    • Das würde mich auch interessieren.Welches Fahrzeug,eventuell auch mit Fotos.
    • Ich glaube, Schlitzpiste meint einfach die aktuellen D124er von Carrera und das "Original" bezieht sich dabei schlicht auf den Zustand ootb.

      Oder nicht?
    • Schlitzpiste wrote:

      b) Ausrichten der Karosserie: Tja....hier hab ich noch nix gefunden....

      Habe hierzu gesamt 6 D124er untersucht (GTs auf FS-Achsen, Modelljahre ca. 2016/17). Auslöser waren 2 Autos, die deutlich sichtbar an der Vorderachse "hoppelten".
      Bei beiden waren nicht alle 4 Räder gleichzeitig am Boden, ein Rad stand jeweils 0,5-1 mm hoch.
      Die anderen 4 waren i.O.

      Die beiden Chassis der n.i.O.-Autos waren leicht verzogen. Sie konnten von Hand dauerhaft zurückgebogen werden - das ging leicht, sie "wollten" wieder zurück, daher denke ich dass die D124er Chassis tendenziell gerade sind.

      Ursachen:

      Beide Chassis wurden durch Karo-Fehler verzogen: Die Karo ist deutlich steifer als das Chassis, dieses legt sich an die Karo an.

      1. Ein Chassis wurde beim Anschrauben der Karosserie dadurch verzogen, dass in der Karo eine der Messing-Gewindebuchsen für die Karosserieschrauben ca. 0,5 mm herausstand. Abhilfe: Gewindebuchse bündig eindrehen.

      2. Das andere verzogene Chassis hob beim Anschrauben der Karosserie (A8 LMS) das linke Vorderrad an. Das lag an der Karosserie, auch sie stand vorne links hoch (verzogen beim Inlay einschweißen? Denn ein anderer A8 LMS war gerade). Abhilfe: Eine 3er Unterlegscheibe, ca. 0,5 dick, wurde in die 'Zentrierung' am Chassis vorne links geklebt. Damit wurde zwar das 'falsche' Teil behandelt, aber es ging eben einfacher, die Scheibe passte wunderbar in die Zentrierung, und an der Karo hätte ich aufpassen müssen dass kein Kleber ins Gewinde läuft.


      Grüße, Daniel
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    • Oft genügt es auch schon, die vier Karo-Schrauben nicht satt anzuziehen bzw. das Chassis über unterschiedlich stark angezogene Schrauben zu justieren.

      Da helfen dann wiederum die o.g. Wackelschrauben und das eigentliche Entkoppeln der Karo durch entfernen der Zentrierringe und aller anderen Berührungspunkte von Chassis und Karo - sobald die Karo frei wackeln kann, ist das Chassis (meistens) auch wieder gerade.

      Wenn dann immer noch ein Rad nicht den Boden berührt, wird es Zeit sich um andere Maßnahmen zu kümmern - erst von Hand mit sanfter Gewalt, dann im Heißwasserbad und schließlich beim Niedertemperaturgaren im Backofen (am besten, wenn die holde Gattin gerade shoppen ist :D ).
    • Einen kleinen Streifen Isolierband über die Schraubenlöcher dann verteilen sich die Schrauben nicht über die Bahn. Wer Schrauben auf der Bahn verliert zahlt einen Euro in die Kaffeekasse.
    • beheim wrote:


      Loctite?
      Hab ich mal versucht, würd ich nicht empfehlen - das Aufbohren der festgefressenen Schraube macht keinen Spaß und fällt in die Kategorie "unnötige Mehrarbeit". ;(

      Hab damals den Tipp bekommen, Schrauben mit TippEx zu sichern. Das funzt tatsächlich ziemlich gut. Aber Tesa o.ä wie von Mc.Bier empfohlen ist praktischer. :D
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    • Huhu,

      ja natürlich mein ich die D124er. Sorry, das verwirrt natürlich alle. Sehr geile zusätzliche Tipps hier - vielen vielen Dank. Werde beizeiten den Eröffnungspost aktualisieren, dann ist alles in einem.
      Grundsätzlich passen die Tips für alles, die Wackelschrauben gibt es zb von Umpfi für 124er und von Frankenslot für D124. Da sieht man gut den Unterschied bei den Schrauben.

      LG!
    • Hm, bei Umpfi seh ich nur die M2,2-Schrauben (für NSR oder andere "Nicht-Carreras" glaub ich). Die hat er ja immer schon.

      Aber D132er und D124er haben doch M2,5 als Karosserieschrauben, so wie die, die Mike anbietet.

      Hab ich da bei Umpfi was übersehen?
    • Nimm die 2,2er, dann wackelt es noch mehr :D . Aber schön das du dich an meinen Tipp Ex Tipp erinnerst :thumbup: . Das nutze ich gerne bei NSR GT3 wenn ich Federn am Motorträger verwende, ein Tropfen von oben auf die Spitze der Schraube und die lösen sich nicht mehr von alleine.

      Gruß Ralf

      :auto25: :auto3:
      "Der 2. Platz ist eine Ehrentafel auf der Damentoilette"