BRM-Gruppe 2-WM in Badia Polesine/Italien, 30. November/1.Dezember 2019

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    • BRM-Gruppe 2-WM in Badia Polesine/Italien, 30. November/1.Dezember 2019

      Hi Zwergenfans,

      ich weiß, die WM mit den BRM-Modellen wurde bereits hier kurz angeschnitten... wurde aber darum gebeten, sie hier nochmals publik zu machen.

      Die Vorlaufzeit bis dorthin ist wie immer zu kurz, das kommentiere ich auch nicht weiter... immerhin scheinen die Regelmacher ein ähnlich einfaches Reglement gestrickt zu haben wie die hiesigen. :thumbup:

      BRM-WM-Reglement Englisch.pdf

      VG,

      Frank

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    • Für 2020 würde ich mich schon sehr interessieren. Das aktuell ist nicht zu machen, schade ;(
      Beste Grüße,

      Ecki



      Beschleunigung ist, wenn die Tränen der Ergriffenheit waagrecht zum Ohr hin abfliessen (Walter Röhrl) :D

      spf-mittelhessen.de/

      backwoods-slotcar-racing.de/
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    • Was mich jetzt etwas verwirrt, die Kadett sind im Reglement, von Escort liest man nichts. Würde ja bedeuten, dass mindestens ein Kadett sehr bald ausgeliefert werden müsste. :/
      Gruß Stefan

      Ich leide nicht unter Geltungssucht, möchte einfach nur weiterhelfen... :rolleyes:
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      Auch wenn es natürlich schön wäre, dass die Teilnehmer diesen
      Autos einen Ehrenplatz im heimischen Wohnumfeld bescheren,
      ich denke, der eine oder andere wird später bei eBay zu haben sein.

      Warum sollte das auch anders sein? ;)
      Niveau ist keine Creme und Stil nicht das Ende vom Besen. :tongue:
      __________________________________________________________________________


      2016 - Linden Park Speedway - Planungsthread
      2016 - Linden Park Speedway - Bauthread
      bis 2015 - Linden Park Speedway 2010-2015
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      Hallo Günter,

      danke Dir!

      Ein Bericht ist in Arbeit. Vier Tage und 120 Bilder zusammen zu fassen, dauert halt etwas.

      Zumal ich nach der Rückfahrt erst einmal etwas platt war.

      Gruß

      Wolfgang
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      G - E - R Team SLOT32


      Plötzlich lag sie auf dem Tisch - die Ankündigung der Austragung der 1. BRM Gruppe-2 WM
      in Badia Polesine / Italien, dem Heimatort des Herstellers BRM.

      Es war schon Mitte Oktober, trotzdem kam bei mir sofort der unbändige Wunsch auf, dort zu
      starten.
      Als ein Initiator der "Zwergen-Rennen" in Deutschland, war es ein "Muss" !
      "Back to the routes" hieß das Motto. Die Zwerge sollten ihre Geburtstätte sehen!

      Das Reglement war klar und übersichtlich, nur BRM-Modelle und -Teile durften eingesetzt werden.
      Damit fiel der Escort durch's Sieb, der Opel durfte starten.
      Durch die Bezeichnung "Gruppe 2" entsteht in Italien keine Diskussion, ob der Kadett und Co bei
      diesem Wettbewerb starten sollten oder nicht.

      Dazu kamen einige neue Teile, die eingesetzt werden durften: der Alu-Hinterachshalter für 2-fach
      Kugellager, ein neues Achsritzel aus Alu, Wackelhülsen in 1,0 - 2,0 - 2,5 - 3,0 mm (- Serie 1,5 mm ).
      Die Leitkiele von Revoslot durften ebenso verwendet werden wie die VA-Einzelradhalter des Mini
      mit
      Doppelkugellager.( außer beim Opel ).


      Über einen der Händler meines Vertrauens, Slot32, fragte ich an, ob die neuen Teile kurzfristig
      verfügbar seien.
      Er sicherte dies zu und lieferte innerhalb kürzester Zeit die bestellten Teile.
      Schließlich mussten 4 Fahrzeuge für die Veranstaltung vorbereitet werden, denn die 4 Rennen,
      2 x auf der Holzbahn und 2 x auf der Scaleauto Plastikbahn, mussten jeweils mit einem separaten
      Auto gefahren
      werden.

      Die logistischen Voraussetzungen waren also gegeben, jetzt hieß es noch 2 Teampartner zu finden,

      die so kurzfristig abkömmlich waren und die Lust zu diesem Event hatten.
      Zu meiner großen Freude sagten aus meiner "Wunschliste" Michael F. (Jean Pierre ) aus Eching / München
      und Klaus G. aus Gladbeck / Westfalen zu.

      Damit konnte ein G - E - R Team an den Start gehen. ( G-ladbeck / E-ching / R-iedelbach )

      Luc von Slot32 übernahm die Formalitäten der Anmeldung und besorgte die Hotelzimmer in "La Nave".
      Günstig, modern, sauber, freundliches Personal und ausreichend ausgestattet. Ein typisches Hotel für
      Italienische Reisende. Nur 5 min entfernt vom Renncenter.

      In Riedelbach wurde nun geschraubt und getestet, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis vorlag.


      Zeitsprung : 28.11.2019

      Klaus G. hatte die längste Anfahrt. Um 08:00 Uhr stand er wie verabredet vor der Tür. Nach einem

      Frühstück starteten wir um 09:30 Uhr. Damit wollten wir alle Ballungsgebiete außerhalb der rusch hour
      passieren.
      Es gelang; Frankfurt und Nürnberg ohne Probleme und nach der Aufnahme von Michael in Eching gab es
      auch rund um München (noch) keinen Stau Richtung Kufstein.
      Noch einmal getankt, Vignetten gekauft und rauf auf den Brenner Richtung Italien.....

      Überschaubarer Verkehr, schlechtes Wetter in Italien, Nebel, stockfinstere Nacht, trotzdem gut im
      Zeitplan, bis.....
      ....8,7 km vor der Autobahnabfahrt unsere flotte Fahrt erst einmal gestoppt wurde. Ein Unfall, nur 3,7 km
      vor
      unserem Haltepunkt, verhinderte für 1,5 Std die Weiterfahrt. Als wir drei ziemlich ramponierte PKW
      passierten, waren wir froh, "nur dabei statt mittendrin" gewesen zu sein!

      Etwa 3 min Fahrzeit haben darüber entschieden!

      So rollten wir die letzten 90 km zum Hotel, dass wir nach 945 km und exakt 12 Std erreichten.
      Im Restaurant wurden wir schon erwartet und von Luc, einigen Teilnehmern und BRM-Angehörigen
      begrüßt!

      1. Tag in Badia Polesine

      - Freies Training

      Ausschlafen und spätes Frühstück war möglich, da das freie Training erst ab 14:00 Uhr begann.

      Rechtzeitig anwesend, bezogen wir unseren Serviceplatz, großzügig bemessen, mit 4-fach Stromanschluss
      pro Platz.
      BRM hat die Halle seit Anfang des Jahres in Betrieb und sie hat uns beim Betreten sofort begeistert!


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      Holzbahn und Scaleauto - Bahn in jeweils 2-facher Ausführung


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      An den Wänden schmückten schöne Bilder mit BRM- und Revoslotfahrzeugen den Raum


      P1000352.1.jpg

      Wir freuten uns sehr, dass Pacco mit seinem Team von Slot Up die Rennleitung inne hatte!
      Wir kennen ihn von den NSR 24h Rennen aus 2013 und 2014, wo er uns schon mit seiner
      kräftigen Stimme und seinem bestimmtem Auftreten begeistert hat. Man könnte glauben,
      dass der
      "Speaker" des britischen Parlaments bei Pacco gelernt hat......

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      Ein wichtiger Punkt war die Überprüfung des Regleranschlusses.

      Nach den Erfahrungen bei den besagten NSR Rennen hatte uns Harald M. ( Mr. Muntzter ) mit
      3 perfekt vorbereiteten Adaptern ausgerüstet, die - natürlich!! - sofort funktionierten.
      Eine Sorge weniger für uns!
      Auch von hier ein großes Danke an Harald!!

      Wir einigten uns schnell auf unsere 4 Fahrzeuge für das Rennen, die nun geprüft werden sollten.
      Abarth, Mini, Simca und Renault. Es galt nun, zu entscheiden, welche Fahrzeuge auf den Holz-
      bahnen und welche auf den Scaleauto Bahnen fahren sollten.

      Zum Trainingsbeginn erhielten wir 4 Satz der Rennreifen, wie sie auch im Wettbewerb gefahren
      werden
      sollten.
      Punkt 14:00 Uhr wurde der Strom zum Training eingeschaltet.
      Uns war die Bahn 2 - Scaleauto - und die Spur 2 als Anfangsspur zugewiesen worden. 10 min
      pro Spur waren angesetzt, dann 2 min zum Spurwechsel.
      Die neuen Reifen und der ungewohnte Untergrund erforderten erst einmal etwas Eingewöhnung.

      Aber die Reifen waren Spitze! Eine Neuentwicklung für diese Veranstaltung, ca 25 shore und mit
      einer
      speziellen Gummimischung für die Kombination Scaleauto - Holzbahn.
      Sie bauten sehr schnell Gripp auf und liefen sofort rund.
      Die Scaleauto-Schienen erforderte mehr Umstellung, da der Gripp mehr an eine Ninco-Schiene als
      an die Carrera-Schiene erinnerte. Es galt sehr exakt zu fahren, auch leichte Drifts führten zum
      Abflug durch Kippen des Autos. Es musste ja ohne Gewichte und mit unversiegelten Vorderreifen
      gefahren werden.
      Wir gewöhnten uns trotzdem schnell an die Verhältnisse und bekamen auch ein paar "gemeine"
      Ecken nach und nach in den Griff.
      Dabei half auch, dass wir uns schon vor Trainingsbeginn auf die Spurverteilung geeinigt hatten
      und sich jeder "nur" auf seine Spuren konzentrieren musste.
      Leider hatten 5 Teams abgesagt und so wurden nur jeweils 5 Spuren pro Bahn befahren.

      Nach und nach wurden die Fahrten flüssiger. Auch die Holzbahn ließ sich gut fahren. Kürzer als die
      Scaleauto - Bahn erinnerte der Gripp an Bahnen in Deutschland.
      Anders als zunächst überlegt, entschieden wir uns für die "Kleinen Zwerge" auf der Holzbahn und
      die "großen Zwerge" auf den Scaleauto - Schienen.
      Denn auch die Holzbahn bot auf der Innenspur einige sehr enge Ecken, die sich mit den "Kleinen"
      sauberer und schneller anbremsen und umrunden ließen.
      Die etwas schwereren und behäbigeren "Großen" passten besser auf die Scaleauto - Schiene.
      Dieser Eindruck verfestigte sich im Laufe des Trainings.
      Nachdem alle 4 Bahnen absolviert waren, gab es noch einmal 4 Minuten pro Spur und alle Bahnen
      als Nachschlag. Wir nutzten die Gelegenheit, um die Bahnkenntnisse zu vertiefen.
      Die Autos liefen perfekt und als wir um 20:30 nach 280 min Training die Autos einpackten, hatten wir
      nicht einmal das Training für eine Reparatur unterbrechen müssen.

      Zufrieden mit dem ersten Tag genossen wir den Abend bei gutem Essen im Hotel.

      Fortsetzung folgt.

      Wolfgang


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      BRM Gruppe 2 WM, Teil 2


      2. Tag in Badia Polesine

      Freies Training - Abnahme - 2 Rennen

      Ein langer Tag stand den Teams bevor.

      Erst waren noch einmal 6 min Training pro Spur für alle Bahnen angesetzt.

      Ein Zugeständnis an die Teams, die nicht den ganzen Freitag zum Training
      nutzen konnten.
      Wir nutzten die Zeit, um uns an das jeweils für die Bahn vorgesehene Auto zu gewöhnen.


      Um 12:00 Uhr wurde der Strom abgeschaltet und es begann die Vorbereitung auf den hektischsten Teil

      der Veranstaltung, die Abnahme.
      Zunächst die alten Reifen von der Hinterachse, Motoren auslöten, Reinigung, kleiner Schmierdienst, neue
      Schleifer.


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      Am Abnahmetisch gab es dann 4 Motoren mit Ritzel und Motorkabel sowie 4 Paar neue Reifen.

      Für die Motoren durften auch die eigenen Kabel verwendet werden, was die Neumontage der
      Leitkiele vermied.

      Abnahme2, Mich.DSC02457.JPG P1000427.1.jpg


      Für jedes Fahrzeug gab es eine Abnahmekarte, auf der 11 Prüfpunkte vorgegeben wurden.
      Die sich jeweils gegenübersitzenden Teams nahmen sich gegenseitig die 4 Fahrzeuge ab
      und bestätigten auf der Karte deren reglementskonformen Zustand.
      Bei Uneinigkeit entschied ein Offizieller des Veranstalters.

      Die dafür vorgesehenen 30 min waren eine sehr stramme Vorgabe, zumal Pacco vom
      Veranstalter Slot Up die Teams immer wieder mit seiner gewaltigen Stimme antrieb.

      Jetzt war Zeit für die "Presse" !

      80 Fahrzeuge von 20 Teams mit 60 Fahrern stehen im Parc ferme.

      brm-locandina-gruppo-2.1.jpg
      P1000405.1.jpg

      Interessant ist die Verteilung der Modelle im Starterfeld! Zu den "Kleinen"
      Abarth und Mini gesellt sich der neue Grp-2 Kadett.

      P1000415.1.jpg P1000412.1.jpg

      Das Auge wird von vielen schönen Lackierungen verwöhnt! Ob Eigenlackierungen
      oder Fertiglackierung, man weiß nie, wohin man zuerst hinsehen soll!


      Ab 14:30 begann das Qualifying.

      P1000400.1.jpg P1000402.1.jpg

      Auf einer Scaleauto - Bahn mussten 2 Fahrer eines Teams mit den für die Plastikbahnen
      bestimmten Fahrzeugen auf den Spuren 2 und 5 in einer Minute möglichst viele Meter
      machen. Das Team mit der größten Strecke konnte sich die Startbahn und Spur aus-
      suchen, die im Quali folgenden Teams schlossen auf den Polesetter auf.
      So entstanden 4 Startgruppen zu je 5 Startern, die über die gesamte Renndauer
      beibehalten
      wurde. Es gab kein Regrouping oder dergleichen.

      Ein Detail am Rande: im Bild rechts befindet sich am linken Rand der Lichtschranke
      eine Kamera. Damit wurden die eingesetzten Fahrer registriert und sicher gestellt,
      dass jeder Fahrer die geforderten 12 - 16 Stints absolvierte.

      Wir haben die Fahrzeuge vorsichtig bewegt und Klaus und ich fuhren damit als 16. des Quali
      auf die Startspur 1 der Bahn 1, einer Holzbahn.

      Dadurch erhielten wir leider keinen Überblick über die übrigen Teams, da die 3 Fahrer eines
      Teams stets zum Fahren, Einsetzen und als Stand-by gefordert wurden.


      Wolfgang



      Fortsetzung folgt.

      The post was edited 4 times, last by Wolfgang53 ().

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      Super , vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht :thumbup: .

      Gruß Ralf

      :auto25: :auto3:
      "Der 2. Platz ist eine Ehrentafel auf der Damentoilette"