132er PreWar-Oldtimer

  • ja, das habe ich mir auch so gedacht.


    Zumal du handwerklich sehr begabt bist und die Ruhe und Zeit dafür mitbringst. Dies ist aber nicht jedem Freeslotter in die Wiege gelegt worden, wenn ich es mal so formulieren darf.


    Aber jetzt ist alles klar für mich.


    Viele Grüße,
    Carsten

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  • Na ja, die Wiege ist nicht unbedingt eine Voraussetzung für eine gelungene Arbeit.
    Da steckt auch viel Erfahrung und learning by doing drin.
    Wenn ich so zurück blicke, dann habe ich auch viel Erfolg mit dem Sprung ins kalte Wasser gehabt.
    Hat etwas nicht gut gefunzt, dann habe ich das nach etwas Bedenkzeit nicht akzeptiert.
    Dann bin ich auch noch mal an fertige Arbeit dran gegangen und habe einen Totalschaden riskiert.
    Manchmal war es auch ein Totalschaden, aber sehr, sehr oft ist ein Erfolgserlebnis daraus entstanden.
    Und .... ich habe mir dadurch neue Techniken angeeignet.


    Vermutlich blicken viele User mit einer gewissen Ehrfurcht auf einige Bastlerobjekte.
    Der Berg zu einem eigenen Erfolg erscheint dadurch viel zu hoch.
    Das schreckt vermutlich sogar evtl. begabte Bastler ab.
    Da muß man einfach mal etwas anfangen und mit Geduld daran wachsen.
    Das 5.Objekt sieht mit Sicherheit deutlich besser aus als das Erstlingsprojekt.
    Dann sieht man auch, das die sogenannten "Profis" auch nur mit Wasser kochen, und man traut sich dann auch mehr zu. :thumbup:



    Mal ein Vergleich ....
    Viele träumen von einem Ferrari, Porsche usw.
    Wenige habe so ein Fahrzeug.
    Haben die Anderen deswegen kein Fahrzeug?
    Nein!
    Viele fahren ein deutlich günstigeres Fahrzeug.
    Viele hätten aber gerne den Ferrari zum Preis des Polo oder Fiesta.
    Viele sind aber auch mit ihrem Polo oder Fiesta zufrieden, weil er uns für den günstigeren Preis auch von A nach B bringt. :thumbup:

    Gruß Udo



    "If everything seems under control, you're just not going fast enough." (Mario Andretti)

    Edited 2 times, last by Road Runner ().

  • Moin Slotter.


    The next One. ;)


    Auch bei dem nächsten Fahrzeug von Marcelo Monreal fehlt nur noch der Fahrer und das Lenkrad.
    Wie bei dem Miller sind auch bei dem gelben Duesenberg diverse Anbauteile als DieCast und photoetched vorhanden.
    Ohne Bauplan war die Netz-Recherche der richtigen Bauteilanordnung an einem schwarzen Chassis doch ziemlich schlecht erkennbar.


    In der Verarbeitung ist der Miller hochwertiger.
    Bei dem Duesenberg fehlt irgendwie der (anfängliche!?) Enthusiasmus des Slotcar-Konstrukteurs.
    Vermutlich hat Marcelo fast sein ganzes Herzblut in den zuerst entwickelten Miller gesteckt.


    Manches wirkt an dem Duesenberg improvisiert, wie z.B. der Karosserie-Chassisadapter aus Resin, oder auch teilweise vereinfacht wie die nur flach ausgeführten vorderen Speichenfelgen.
    Der prepainted Lack ist nicht nur zu blaß, sondern auch nicht so dolle lackiert.
    Aber ich würde es mal als verwöhntes Jammern auf hohem Niveau beschreiben.


    Die Nacharbeit an dem Chassisadapter war doch sehr intensiv, da er letztendlich fast saugend in die Karo passen mußte, und das Chassis dann auch fast saugend in den verbauten Chassisadapter gesteckt werden mußte.
    Und das Ganze aus dünnwandigem Resin.


    Nun ja, der Duesenberg ist ja nahezu fertig.


    Peter DePaolo hat mit dem Duesenberg Eight Speedway Roadster die Indy 500 im Jahre 1925 gewonnen.
    Bei vielen Racern dieser Zeit wurden Motoren mit 8 Zylindern in gerader Anordnung (Straight Eight) verwendet.
    Das Indy-Reglement von 1925 sah noch eine Hubraumbegrenzung auf 121.3 cubic inches (2.000 ccm) vor.
    Daraus hat der Duesenberg Eight 225 PS heraus geholt.

  • Super! Das gefällt mir ausgesprochen gut. Auch in rosa wäre das Fahrzeug doch noch super! Egal, wäre schön wenn auch z.B.BRM sich mal den Vorkriegsfahrzeugen annehmen würde. So eine Rennserie wäre schon großes Kino.

  • Hallo,
    in der wunderbaren Rennpiste in Duisburg läuft seit Jahren eine Prewar Serie im Maßstab 1/24. Dort gab es/ gibt es (nach Corona) tolle Fahrzeuge zu sehen. Dafür mal einen Riesen Dank an PK und RE.
    Eine weitere Möglichkeit besteht hier:
    A32ABBAC-80C0-4D39-B40F-B3F401EF6139.jpeg
    Beste Grüße
    Frank B.

  • Der Duesenberg ist fertig ..... ^^

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  • Schaut klasse aus.
    Da soll noch mal einer sagen, früher war schwarz/weiß ;)

    Die wahre Kunst der Fahrzeugbeherrschung erkennt man im instabilen Fahrzustand! (Walter Röhrl)

  • schwarz/weiß

    Oups, farbig ist ja gar nicht stilecht! ;)

  • Moin Thomas.


    Davon kann man ausgehen.


    Insbesondere in den 20er Jahren haben die Autolacke einen großen Fortschritt gemacht.
    Lack – Wikipedia


    Die noch marktüblichen RAL-Lacke wurde 1924 veröffentlicht.


    Mal etwas anderes ....


    Ich habe gerade gelesen, das Peter DePaolo bei seinem Indy-Gewinn 1925 die Hände voller Blasen hatte. ;(

    Gruß Udo



    "If everything seems under control, you're just not going fast enough." (Mario Andretti)

  • Moin Slotter.


    Der Renault von George Turner Models ist auch fertig. 8)


    Gefahren wurde der Renault Typ AI 35V von Louis Raffalovich bei den 24 Stunden von Morris Park (New York) im Jahre 1907.
    In den Jahren bis 1910 hatte man in den USA viel Freude an Autorennen auf Trabrennbahnen.
    Morris Park war auch so ein Ovalkurs.


    Bekannt ist der Renault eigentlich als Typ AK 90CV.
    Mit diesem Fahrzeug hat Ferenc Szisz den ersten Le Mans Gewinn für Renault im Jahre 1906 eingefahren.
    Äußerlich sind jedoch nur ganz wenige Unterschiede zum Typ AI vorhanden.

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  • Super Model, Udo!


    Aber es erstaunt mich doch sehr, dass Renault damals schon soviel Wert auf ein eng anliegendes Blechkleid gelegt hatte. Waren das erste aerodynamische Hintergründe oder Styling oder "Blechersparnis"?

  • Moin Carsten.


    Die Rennwagen aus der Zeit bis ca. 1920 sahen ihren zivilen Ausführungen doch ziemlich ähnlich.
    Es fehlten hauptsächlich die Abdeckungsbleche der Räder, Scheiben und das Dach.
    Optisch weicht der Renault von dem damaligen Mainstream ab, aber die Franzosen waren schon immer etwas eigenwillig im Design. ;)
    Ich glaube nicht, das bei den Fahrzeugen die Aerodynamik bis 1920 eine nennenswerte Rolle gespielt hat.
    Danach sahen die Rennwagen gegenüber ihren zivilen Brüdern doch unterschiedlich aus.
    Daher wurde z.B. das Indy-Reglement für das Jahr 1930 abgeändert.
    Die Rennwagen mußten dann optisch annähernd ihren Zivilversionen entsprechen.
    Hmmm, diese Diskussion kennt man doch auch aus jüngeren Tagen. :D

    Gruß Udo



    "If everything seems under control, you're just not going fast enough." (Mario Andretti)

    Edited once, last by Road Runner ().

  • ihr seid ja total irre! ;)


    Wirklich faszinierender Thread. Es steckt auch genug Information drin und ich möchte sofort anfangen.
    Will auch irre sein. :))


    Allerdings bin ich nicht so begabt in der Karosseriebearbeitung und den Details.
    Mit Resine habe ich noch keine Erfahrung.
    Aber ich kann Fahrwerke löten.
    Die Smerbausätze hatte ich schon mal gemacht.
    Auch den Eagle von Dan Gurney hatte ich erfolgreich auf die Schiene gebracht. Alle 3 sind 1/24.


    Aber 1/32 ist ja deutlich filigraner und damit schwieriger...


    Habt ihr einen Tip für mich, mit welchem Bausatz ich anfangen könnte, der zu den nicht ganz so schweren Herausforderungen zählt?

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  • Moin.


    Bei den Bastelarbeiten an meinen bisherigen 132ern Pre-War-Cars haben die Kits von George Turner die wenigste Nacharbeit.
    Die Bauteile sind präzise und detailliert verarbeitet. Man muß die natürlich von den überschüssigen Gußanhängseln mit einem Skalpell befreien.
    Desweiteren müssen noch zusätzliche Bauteile bei anderen Händlern beschafft werden.
    Z.B. Reifen von Pendle Slot Racing, den Sloting Plus Standard-Leitkiel, Hinterachse usw. gem. Auflistung von George bei der Artikelbeschreibung zum Modell.
    Das liest sich vielleicht etwas aufwändig, aber es ist tatsächlich die einfachere Kit-Variante. ;)

    Gruß Udo



    "If everything seems under control, you're just not going fast enough." (Mario Andretti)

  • Hab mich entschieden. Es wird zwar erstmal kein George Turner Model werden, aber ein PreWar Jaguar SS 100, BJ 1935. Den musste ich nicht importieren.
    Sobald der da ist, gibt es ein Bild vom Bausatz.
    Das ist ein aussergewöhnlich schöner Bausatz mit Fotoätzteilen.


    Das hat neben der deutlich kürzeren Lieferzeit gegenüber England-Importen auch den Vorteil, die Felgen und Einsätze des Bausatzes verwenden zu können.
    Ausserdem gibt es für diese Art Vorkriegs-Sportwagen recht schöne weitere Modelle wie den Alfa Romeo 6C und noch einige andere.
    Als Kind hatte ich den Mercedes SSK von Carrera Uni und den Bugatti. Auch die beiden gibt es als Bausätze.
    Und mit dem Bugatti komme ich dann den puren Rennschleudern immer näher. :)


    Dieser Thread hat meine Leidenschaft für Vorkriegswagen ganz neu inspiriert.
    happy_004
    Merci a tous!

  • Es wird zwar erstmal kein George Turner Model werden

    Na ja, das ist vermutlich eine gute Entscheidung. ;)


    Über George bin ich im Moment etwas verwundert bzw. verärgert.


    Zur Zeit habe ich den Edwardian Delage in Arbeit.
    Der bekommt dann natürlich auch eine Aufbewahrungsbox mit seinem Typenschild.
    Na, da habe ich mich doch bei Tante Google mal nach einem passenden Delage informiert.
    Speichenräder und Kettenantrieb lassen den GTM Delage bis ca. 1914 einsortieren.
    Tja, ..... alle 3 Delage-Typen dieser Zeit haben keine Ähnlichkeit mit dem GTM-Delage.
    Da dämmerte etwas in mir ......
    In der Entwicklungsphase hatte George ein ursprünglich als Itala bezeichnetes Modell, dann final als Alfa benannt.
    Hmmm, das kam mir schon etwas seltsam vor.
    Wenn man sich mit den Oldies etwas mehr beschäftigt hat, dann sehen die nicht alle gleich aus.
    Da gibt es doch erhebliche Unterschiede, ...... auch zwischen einem Itala und einem Alfa.


    Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe George mal um eine Stellungnahme zu seinem Delage gebeten.


    Seine Antwort war etwas überraschend. :/


    Ich denke nicht, das ich Dir helfen kann. Im Internet habe ich einige Bilder des Fahrzeugs gesehen. Es war einmalig, da ich nichts anderes finden konnte, aber ich dachte mir, das es eine interessante Gestaltung ist.
    Ein Freund von mir ist Fahrzeugrestaurierer von einigen Edwardian Cars. Er erkannte das Modell als Delage. Daher hat das Modell den Namen bekommen. Darüber hinaus bin ich mir selbst nicht sicher.
    "Lüge einfach die Leute an, und mache darum eine Geschichte" arbeitet für mich.


    Nach einigen Stunden der Recherche habe ich den GTM-Delage nun annähernd (!!) einem Lorraine-Dietrich, gefahren beim Grand Prix de l'ACF in Dieppe 1908 zugeordnet. ;(

    Gruß Udo



    "If everything seems under control, you're just not going fast enough." (Mario Andretti)

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