Erster Revoslot auf digitaler Heimbahn. Welcher darfs sein?

  • Hallo zusammen,


    Ich will mit über die Feiertage ein neues Auto gönnen und bin hier über eure Berichte zu den Revoslots gestolpert.


    Liest sich alles super und das mit dem Metallchassis interessiert mich.


    Habe zu den Fahrzeugen allerdings ein paar Fragen:


    1) ist der Motor für eine digital 132 zu giftig oder gut kontrollierbar? Am schönsten läuft bei mir der Babyking von NSR. So als Referenz


    2) Bodenfreiheit. Da meine Bahn auf dem Dachboden eine Stufe hoch und runter führt Arbeite ich mit 2 Überfahrten an denen sich mein Slot.it R18 schwer tut und auch ein NSR Mosler leicht schabt. Erfahrungen damit?


    3) Reifen. Lese hier immer von den top Revoslot reifen. Alle bisherigen Autos haben bei mir Ortmann PU drauf. Sind das auch PU Reifen.


    Btw. Ist ein Mischbetrieb auf Carrera Plastikschienen egal oder kontraproduktiv?


    4) Benötigt man zum digitalisieren noch mehr Zubehör als den Decoder und evtl. Licht? Denke z.b. an einen passenden leitkiel oder Schleifer.


    5) Toyota GT One oder Porsche GT1? Finde beide schick. Gibt's einen Vergleich zwischen denen? Könnte mir den Toyota als Gegner für den Mosler vorstellen.


    Viele Grüße
    Thomas

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  • Moin.


    Zu1:
    Die Revoslot laufen bei 12 Volt sehr schön auf ner d132.


    Zu2:
    Kann ich nichts zu sagen, kenne deine Bahn nicht.


    Zu3:
    Fahre nur Gummireifen.


    Zu4:
    Du brauchst nen Decoder und Licht, wenn du Licht willst.
    Bastelanleitungen gibt es hier zu Hauf.


    Zu5:
    Ich würde Revoslot gegen Revoslot fahren
    und NSR gegen NSR.
    Die NSR sind Ootb schneller und spritziger.


    Die Revoslot fahre sich alle schön.
    Du kannst dich also von deinem Geschmack leiten lassen.

  • Ich würde noch den Kiel auf FS NSR umstellen, den Weichen zu liebe. Die Schleifer hab ich übernommen, funktioniert (NSR Porsche GT2)


    Ich fahre sowohl D124 PUs als auch NSR Gummi und BRM Gummi. Geht problemlos, halt wie üblich ein paar Runden fahren und den Staub ab den einzelnen Spuren wegfahren (Abziehen mit Klebeband).


    Gruss Hermann

  • Aus meiner bisherigen Erfahrung an einer reinen PU-Bahn:
    Wenn du bisher nur PU fährst und sehr viel PU-Grip/Abrieb vorhanden ist funktionieren die Gummireifen nicht - zumindest so lange nicht wie die Reifen den PU-Staub aufnehmen...

  • 1) Ist ein 21K-Motor, der im Digitalbetrieb bei 12 Volt gut läuft. Analog auf kurvigen Bahnen reichen meist auch schon 10.5 bis 11V. Digital bei 14.8V wirst du ihn vermutlich ein wenig über die Speedeinstellung an der CU runter regeln müssen, wenn du ihn wie ab Werk vorgesehen ohne Magnete fahren willst (ein Magnet zum Einkleben liegt zwar bei, fand bei mir aber noch nie Verwendung in einem der Autos).


    2) Die Revos sind zwar tief, aber eigentlich nicht so tief. Ich fahr zwar ohne Überfahrten, aber wenn du bei GTs bleibst, sollte das eigentlich passen (maximal die Viper könnte wegen ihrer Länge bei im Bereich des Heckdiffusors leicht kratzen). Bei den LMPs wär ich da etwas skeptischer, vor allem beim GT One - da wirst du wohl nicht um trial & error herumkommen, falls sich hier niemand findet, der die Überfahrt verbaut hat und verschiedene Revos darauf fährt.


    3) Wie schon erwähnt wurde: bei einer reinen PU-Bahn wird es Anfangs nur sehr wenig Grip mit Gummis geben. Werden PUs und Gummis regelmäßig abwechselnd gefahren, genügt es bei einem Reifenwechsel, die Bahn für 10 bis 20 Runden sauber zu fahren und alle drei oder vier Runden die Reifen mit Klebeband abzuziehen.


    Wenn du aber Blut leckst - und das wirst du, sofern du mit der Revoslot-Technik klarkommst und die Tipps bezüglich Zerlegung und sauberem Neuaufbau beherzigst - und weitere Revoslots Einzug halten, lohnt es sich aber, beizeiten die Zähne zusammenzubeißen und deine Bahn für den Mischbetrieb vorzubereiten, indem du sie erst absaugst, nebelfeucht abwischt und dann einfach mit Gummis fährst, abziehst, fährst, abziehst, fährst, usw. - solange, bis die Intervalle zwischen fahren und abziehen immer länger werden und es irgendwann kaum noch nötig ist, die Reifen abzuziehen. Ich hatte seinerzeit auch nur FS-PUs auf den Autos, bis mein erster BRM-Zwerg kam - heute fahr ich 50/50, weil die BRM-Reifen wirklich klasse sind und ich bin froh, dass ich mich damals auf das anfängliche "Eisbahnfahren" eingelassen hab, weil die Rundenzeiten mit BRM-Gummis dieselben oder besser sind, als die mit PUs (alle meine Bahnrekordhalter haben übrigens Gummireifen).


    4) Auf digitalen Carrerabahnen mit Weichen würde ich unbedingt den Leitkiel tauschen, da der originale sich gerne mal in die Weichenzunge schiebt (was bei hohen Geschwindigkeiten nicht nur das Auto beschädigt, sondern auch die Weiche unbrauchbar macht). Allerdings würde ich niemals den FS-Leitkiel für NSR verwenden, da dieser sowohl einen geringeren Schaftdurchmesser, als auch eine geringere Schafthöhe hat, weshalb er nicht richtig in der LK-Hülse sitzt und viel zu viel Seitenspiel hat. Ideal ist der FS-LK für BRM, der sich an den originalen LKs orientiert, dessen Kiel aber dicker ist und das Auto im Slot besser führt.


    Die Schleifer kannst du übernehmen, die Steckhülsen auch. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, die Motorkabel zu befestigen (siehe Link weiter unten). Die Feder über dem LK-Schaft kannst du übrigens getrost weglassen, auf der C-Schiene ist die eher kontraproduktiv und kann dir sogar das Fahrzeug aus dem Slot hebeln.


    5) Als Revoslot-Neueinsteiger würde ich dir ja den Marcos empfehlen, der nach wie vor vom Fahrverhalten her mein Favorit ist, aber der GT2 ist auch ein tolles Auto. Aber generell würde ich im Digitalbetrieb wie Thorsten schon ganz richtig geschrieben hat Revoslots nur gegen Revoslots fahren lassen. Das Fahrverhalten ist komplett anders als bei einem Mosler und fühlt sich nach etwas deutlich größerem an als 1/32 (die Revoslots schlagen hier tatsächlich eine Brücke zwischen den Maßstäben und werden auch von 1/24-only-Fans gerne gefahren). Der GT One könnte je nach Bahncharakteristik evtl. mithalten, aber der Mosler wird wohl allein aufgrund des geringeren Gewichts einen Tick schneller sein (meine Thunderslots sind es jedenfalls).



    Hier noch zwei Links, die dir vielleicht helfen können, sowohl bei der Erstinbetriebnahmen, als auch bei der Digitalisierung und dem LK-Umbau:


    - Aufbau


    - Leitkiel

  • Ist eigentlich schon alles gesagt, beim Thema Leitkiel muss ich Vau Acht zustimmen, auch seine verlinkte Aufbau-Anleitung ist perfekt. Beim Thema Reifen inzwischen nur eingeschränkt. ;) Hab´s auch mit den originalen BRM-Gummis versucht. Da ich aber ansonsten überwiegend PU fahre, halte ich es für sinnvoll, das auch bei den Revoslot zu tun. Erleichtert den Betrieb mit unterschiedlichen Marken.
    Und ja, ein NSR ist schneller, wenn auch zumindest bei mir nicht dramatisch. Der Revoslot-Motor läuft bei mir sogar mit den 14,8 Volt relativ gut kontrollierbar. Die Autos gehören zu meinen absoluten Lieblingen.

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  • Deswegen schrieb ich ja, dass man für Mischbetrieb erst mal die Zähne zusammenbeißen muss, weil das Fahren mit Gummis auf einer reinen PU-Bahn amfangs Eisbahncharakter hat und man wirklich Disziplin und Durchhaltevermögen braucht. Ich schätze mal, dass es bei mir gut 500 bis 1000 Runden auf jeder Spur waren, bis der Grip für Gummis da war, wo er sein sollte. Aber dann purzeln auch wirklich die Zeiten und die Reifen zeigen ihr wirkliches Können.


    Will man sich das nicht antun, bedeutet das eben bei jedem neuen Revoslot auch immer einen Satz PUs, den man idealerweise verkleben und auf einer RSM schleifen sollte, um aus dem Auto das Potential schöpfen zu können, das es mit den originalen Gummis unverklebt und ungeschliffen eigentlich von Haus aus schon hätte. Und bevor nun Einspruch kommt: man kann die PUs natürlich auch "lose" aufziehen und ungeschliffen fahren, aber dann wird das Auto eben immer hinter seinen Möglichkeiten bleiben und das wäre gerade bei einem Revoslot sehr schade.


    Übrigens wäre ein weiterer Grund, seine Bahn für den Mischbetrieb PU/Gummi tauglich zu machen, dass es ja auch andere Anbieter mit ganz hervorragenden Gummireifen gibt wie z.B. Thunderslot. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst wissen und entscheiden, auch weil es eben einen gewissen Aufwand erfordert, um dann tatsächlich beurteilen zu können, dass sich dieser Aufwand auch wirklich gelohnt hat.

  • Danke für die zahlreichen antworten und wow was für eine konkrete Anleitung V8.


    Nun überlege ich Mal welcher es letztendlich wird.


    Viele Grüße
    Thomas

  • Hallo zusammen,


    ich hänge mich hier mal an, da ich bislang auch noch keinen Revoslot besitze und es mir die neuen Marcos angetan haben (auch wenn Phantasiemodelle).
    Ich besitze bislang nur Carrera D124er (un)-getunt, BRM auch Carrera D132er, ungetunt und Sideways. Besonders letztere sind recht bissig bei ~12 V (LNT) auf meiner Digitalbahn- daher meine Frage: könnte jemand etwas Vergleichendes sagen zwischen Sideways und Revoslots im Hinblick auf das Fahrverhalten? Sind die Revos gutmütiger oder ähnlich unterwegs wie die Sideways?


    Danke und Grüsse


    Carsten

  • Hallo Carsten !


    Ich habe einen Sideways Ferrari 512BB und einen Revoslot Supra. Für den sideways habe ich keine passenden PU`s gefunden und somit ist er gehandicapt.


    Bei mir hat der Revoslot ( kleiner 13D ) einen größeren Grenzbereich, ist gutmütiger aber insgesamt langsamer. Der Sideways hat einen langen 13D von Slotit ( Boxer ) und ist wesentlich aggressiver in der Beschleunigung und beim Bremsen ( beide auf 14,8 V und analog ). Den Sideways fahre ich am liebsten mit einem Mittelmagneten um den spitzen Motor zu kompensieren. Den Revoslot fahre ich mit oder ohne Magnet sehr gerne. Beide Karos sind allerdings sensibel und verlieren gerne Teile...
    Grundsätzlich hat der Slotit-Boxer deutlich mehr Drehmoment und Spitzenleistung und nach meinen Erfahrungen bleibt dieser Effekt auch digital erhalten....


    Michael

  • Hallo,
    ich hab als Anfänger 2 911er GT2 und 2 911er GT1. Die fahren ohne Magnet, sind total angenehme Autos, technisch super, weil kein Plastik, find ich schön.
    Dann hab ich ein paar 1/24er BRMs, sind ähnlich aber ja größer, fast gleich zu fahren, nicht ganz so spritzig.....
    Dann hab ich 2 NSR GT40, die sind leichter, spritziger und wieder anders zu fahren....Carrera Magnetbomber hab ich nur GhostCars und zum Strecke sauber fahren............
    Aber probiere die Revos aus, a bissl basteln und die fetzen cool.......
    Bei meiner Überfahrt haben die nicht gestreift, und wenn dann maximal ganz, ganz leicht............


    LG aus Wien

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  • ...daher meine Frage: könnte jemand etwas Vergleichendes sagen zwischen Sideways und Revoslots im Hinblick auf das Fahrverhalten? Sind die Revos gutmütiger oder ähnlich unterwegs wie die Sideways?


    Wie schon gesagt sind Revoslots nicht vernünftig mit Autos anderer Hersteller vergleichbar. Die Philosophie dahinter ist eine vollkommen andere, als bei Sideways oder NSR, was nicht zuletzt an der Ausführung des Chassis liegt. Da du bereits BRMs besitzt, werden dir die Revos sofort sehr vertraut sein, mit dem Unterschied, dass sie eben kleiner sind,und weniger "exotisch" im Konzept, weil sie an keiner Achse einen Sturz haben und vom Prinzip her wie "normale" Slotcars funktionieren. Trotzdem sind sie anders, weil ihr Chassis eben nicht auf filigranen Leichtbau setzt, sondern auf ein 2-teiliges Metall-Fahrwerk (ich hoffe, es gibt jetzt nicht wieder Diskussionen, ob gehärtetes Aluminium nun ein Metall ist, oder nicht ;) ), das dem von BRM/TTS nicht nur ähnlich ist. Dabei sind beide Achsen kugelgelagert und sowohl vorne als auch hinten bringen sie geschraubte Alufelgen mit. Die Technik basiert aber auf den sonst eigentlich nur bei 1/24ern üblichen 3 mm-Komponenten (während z.B: Sideways auf den bei 1/32 üblichen 2,38 mm setzt), was wohl mitverantwortlich dafür ist, dass sich ein Revoslot viel größer anfühlt, als er eigentlich ist und sich eher wie ein 124er fährt, als ein 132er.


    Darum werden viele dir hier auch empfehlen, die Revos als eigene Klasse zu betrachten und sie nur untereinander ins Rennen zu schicken - Revos unter sich machen einen Heidenspaß, gehn wie die Hölle, wenn sie ordentlich aufgebaut wurden und lassen sich trotz unterschiedlicher Modelle recht gut untereinander mischen (wobei ich GT2, Marcos, Supra, Viper und F40 nicht unbedingt mit 333, GT One und GT1 mischen würde, weil es da doch das eine oder andere Zehntel geben kann, das dazwischen liegt). Aber zusammen mit ultraleichten Sideways oder NSR ist es einfach zu unausgewogen: auf der Geraden ziehen die leichten Kisten davon, in den Kurven die schweren - echte Zweikämpfe kommen da einfach nicht auf, wodurch es schnell öde und langweilig wird.

  • Danke Sascha!


    Dann werde ich wohl mal einen Testkauf machen.
    Wie Du schon geschrieben hast, sind die Sideways sehr spritzig und mir fast zu spritzig/ aggressiv, daher bin ich beruhigt zu hören, dass die Revos gutmütiger sind. Und kombinieren mit anderen Fabrikaten hatte ich nicht vor- von den Sideways wurden aus einem Testfahrzeug auch 4 und evtl. passiert bei den Rebos ähnliches...


    Viele Grüsse
    Carsten


    p.s: als Chemiker sage ich, dass Al ein Metall ist ;)

  • wirst sehn die Revos sind geil.......... Ich hab die auchh auf Empfehlung gekauft, mit FT Decoder und dem Leitkiel ausgerüstet...... Enkerl, Tochter und Freunde finden die cool.........

  • Jaaaaa, GT2 und Supra rennen sehr gut zusammen...möchte sie nicht missen :daumen::daumen::daumen:

  • War ja mal bei nem „ baue mein Revoslot Ootb vernünftig zusammen“ Seminar.
    Da waren gute und kritische Baumeister zugegen,
    der alte Gallier Trppelix zum Beispiel, um nur einen zu nennen.


    Dort wurde mein, oh Wunder, von mir zusammengeschusterter Supra für wirklich gut befunden....


    E75CD4DC-DE2F-4114-BA82-AE2DE9105431.jpeg


    Der läuft wirklich richtig gut!


    Aber die 333p, gut und neu aufgebaut, laufen noch besser. :)


    Das sind keine NSR oder ThunderSlot, die sind ja auch viel leichter,
    aber die machen richtig Spaß!


    Nie, niemals ein Fehler, ein Auto der Firma Revoslot zu kaufen.
    Meine persönliche, subjektive Meinung.


    Und wie man nen Revoslot in seine Einzelteile zerlegt
    und ordentlich wieder zusammensetzt,
    kann man hier überall nachlesen.


    Unter anderem,
    wortgewaltig und gut bebildert bei Herrn Sascha aka VauAcht. :)

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  • Ich hätte ja kurz und knapp geschrieben:


    Kauf Dir einen, der Dir gefällt.
    Denn es wird nicht der Einzige bleiben.


    :D

    :winke2: The only difference between men and boys is the price of their toys.

  • Sag das nicht so laut. Wär nicht das erste Mal, dass jemand seinen Revo wieder verkauft, weil er mit dessen Technik und dem sauberen Neuaufbau nicht so wirklich klarkommt. ;)

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