Der ultimative Eigenbau-Mercedes SL Gruppe 5, faktisch alles selbst gemacht

  • Nabend alles,


    Ich als FDM-Chassis-Drucker hab ja sowatt von Respekt vor den Karo KonstrukteurenModelleuren :thumbup: , Ich kann ja nur geometrisch :saint:


    Frage an Alex : PA12 geht für Karos auch mit Chrashtest ? Der Knackpunkt dürfte der sein ... ? Watt kost dann sonne Karo ?


    Mag ja auch immer die alten Schule und die Kombi mit den aktuellen Möglichkeiten.


    Idee also ein gutes Formwerkzeug sehr genau aus hochwertigem 3D-Material und dann Handwerk: Resine oder GFK was hält... oder Tiefziehen


    Einfach nur als IdeenSpender wie gesacht Grosset Kino mittat Taxi :thumbsup:

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  • Tja

    Man muss Opfer bringen, aber es hat Sinn, denn ich möchte mehrere (viele) Karos selber fertigen und wennst hundert Stunden in ein Auto investierst, dann solls die Crashes, die da kommen ohne Schaden, außer Kratzer überstehen.

    Horrorvision, wenn beim ersten Crash, die Caro auseinanderbricht, weil so unglaublich spröde.

    SLS Druck wär noch eine Option, aber sehr schlecht bearbeitbar

    Also doch PA 12 vom HP JetFusion, oder ähnlichem

    LG

    Alex


    edit: Kosten ca. 120 Euro inkl. Anbauteile, ja nach Größe und Umfang in 124

  • nodrifts


    Die Diskussion hatte ich neulich mit einem Arbeitskollegen auch, der nicht fassen konnte, dass ich nen F1 aus einem Revell Bausatz gemacht habe (wie eigentlich alle).

    Auf sein "Aber bei einem Unfall ist doch alles kaputt.", meinte ich nur "ist doch in 1:1 auch so..."


    Wie gesagt, ich hätte nie gedacht, dass das so spröde ist. Wenn du dir überlegst, 5km/h beim Crash, was ist das schon.

    Wir hatten schon Rennen, da ist einer Deslottet, und der andere hat den Wagen über die Bande geschoben...


    Tolle Sache, die du hier machst, freue mich aufs "Endprodukt".

    Wie viele Karosserien waren das dann für 250€?

  • Hi Alex,


    :must: 120 pro Karo? oder habbIchdawattFalschverstanden ?

  • Erstens 5,5m/ s ist x 3,6 etwa 20km/h, das fahr ich mit meinen 124ern etwa bei 22 Volt, dasist schon was und es waren nur die 3 Karos

    Wir reden von Einzelstücken, die auf Profi Druckern (jenseits der 100000 Euro) von hochbezahlten Technikern gedruckt werden, nix mit 100000 Stk, oder mehr im Spritzgussverfahren, oder 1 Mann Betrieben, die das Abgießen- nicht falsch verstehen, das passt schon

    Also Industriequalität, was gerade an Festigkeit und Genauigkeit geht.

    die beiden Resine Karos haben 125 inkl. Versand gekostet, wobei das ein Insider Preis ist und man normalerweise durchaus 20-30% dazurechnen kann, die PA 12 Karo kostet mit ein paar Kleinteilen, die ich mit bestellt habe 140 inkl. MWST

    Hab mal ein Angebot meines Druckers reingestellt- Karos + Anbauteile für den SL und den Porsche 908


    LG

    Alex

  • happy_004happy_004happy_004



    Hui ein Angebot aus Fürstenfeld


    Langsam find't der Tag sei End und die Nacht beginnt

    In der Kärtnerstrass'n do singt aner "Blowing in the wind"

    Hat a greanes Röckerl an, steht da ganz verlorn

    Und der Steffl der schaut owi auf den oarmen Steirerbuam


    STS... Eine meiner Lieblingsbands Songs wie GroßVatter oder Irgendwann bleib I dann dort...


    Und Ich war schon auf der Wiesn als es das Lied schon gab aber keiner blööd auf den Tischen gestanden ist happy_004happy_004happy_004


    Wieder zurück zum Thema: Schön das du die Hochpreisigen Möglichkeiten der Herstellung hast !


    Ich für meinen Teil werde interessiert der Technik wegen deinen Thread verfolgen :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

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  • Hi, Respekt. Ganz schöner Aufwand.


    Hier mal ein Link, vielleicht spart es was

    https://3faktur.com/


    Ergänzung, hab da zuletzt fünf 132er Chassis und zwei 124er Chassis für gerade mal 120€, inkl. 14€ Versand, bezahlt.


    Ist auch HP Fusion. Ich würde allerdings die Einzelteile in die Karosserie innen reinpacken und per Stege zur Karosserie verbinden. Spart etwas Geld beim Drucken.

    Warum die Scheinwerfer nicht aus dem SLA Drucker, sparst dir das Schleifen, ggf. abformen und klar gießen?

    Und der Heckspoiler bzw. die Halter aus TPU?


    Gruß Alex

  • guten Morgen

    Ich weiß, dass Sallegger recht teuer ist, aber ich kriegs da sehr schnell und in der Qualität, die ich haben will. Zudem kriegen wir oftmals gratis Teile für unsere Diplomarbeiten in der Schule und etwa 15 Exschüler von mir arbeiten dort, aber natürlich schau ich mir auch billigere Hersteller an.

    Zum Thema Einzelteile. hab die extra gemacht, damit ich überall glatte Flächen zum Schleifen hab. Bin ja nicht der große Schleifer und Lackierer.

    ist mal ein Test. Viele Kleinteile mit geringeren Belastungen werden auf Resin gedruckt.


    Dieses Projekt dient auch dazu, eine klare Vorgehensweise herauszuarbeiten.

    Lg Alex

  • Guude,


    zunächst: die ganzen Fachausdrücke bzgl der 3 D Drucker oder Druckmaterialen sagen mir alle überhaupt nix.


    Ich habe von Maenni eine Karo aus PLA bekommen.

    Wenn ich diese nackische Karo aus 1,5 Meter ohne irgendwelche anderen Anbauteile auf den Fliesenboden fallen lassen würde, geht die mit Sicherhait auch kaputt.

    Aber wenn ich eine Revell oder andere Plastikmodellkaro oder gar eine superleichte GFK Karo in nackisch genauso fallen lassen lassen würde, dann stelle ich mal die Behauptung auf, dass da genau so auch was kaputt geht.


    Alex, du stellst doch deine Chassis selbst her.

    Bau doch einfach mal ein Chassis drunter und lass dann fallen.

    Ich vermute, dass dann viel weniger passiert, evtl sogar gar nix.

    So ein Chassis, verbunden mit der Karo ist doch insgesamt viel steifer als eine nackte Karo, oder siehst du das anders?

  • Hallo Gunther


    Grundsätzlich gebe ich dir Recht- der Test war wirklich brutal, aber für mich sehr aussagekräftig.


    Wir bauen uns Autos selber, verwenden 100h für den Umbau und dann crasht du einmal drauf und alles fliegt weg. Bevor jetzt wieder eine Crash Diskussion kommt: ich rede von DIG 124 mit 6-8 Autos auf der 2 spurigen Bahn


    Mir gehts hier auch um Weiterentwicklung:


    Kunststoffkaros können auf mehrere Arten hergestellt werden;


    1.)Kunststoffspritzguss: da brauchst eine sauteure Stahlform, gewisse Teile müssen extra gegossen werden, da man sonst nicht ausformen kann und die Wandstärke muß fast gleich sein, ansonsten entstehen sogenannte Lunker, das sind Hohlräume im Guss.

    Allerdings verbindet sich das flüssige Thermoplast perfekt und damit hast eine hohe Festigkeit, was aber wichtiger ist eine hohe Zähigkeit, also wie groß kann die Belastung sein, bevors bricht- da red ich von Verbiegen, verdrehen usw.

    Übrigens- Eine Revell Karo wurde genauso malträtiert, die hält


    2.) Tiefziehen: da brauchst eine Form und eine Kunststoffplatte- Festigkeit und Zähigkeit sehr gut, aber auch hier massive Einschränkungen bei Hinterschneidungen- zudem kannst hier die Wandstärken gar nicht verändern und die Wandstärke muss zudem klein sein, sonst gehts nicht, Anschraubpunkte usw. sind nicht machbar. Für eine leichte Hülle mit Metallchassis geeignet, aber nix für mich


    3.) GFK: hier brauchst auch ne Form und dann legst Schichten von Folien übereinander und verbindest die mit einem Harz- ZB Bootsbau, sehr aufwändig und nicht ganz ungiftig- auch die obigen Einschränkungen spielen hier rein

    Festigkeit und Zähigkeit allerdings ausgezeichnet.


    4.) 3D Druck: es gibt 3 mögliche Arten des 3D Drucks

    a) der den die meisten kennen; Filamentdruck- hier wird ein fester Thermoplast Draht zähflüssig gemacht und dann wie eine Zahnpasta Würstchen für Würstchen auf die untere Schicht aufgebracht- die Festigkeit muss sich hier in Grenzen halten, da die beiden Schichten unterschiedliche Temperaturen haben und sich nicht extrem fest verbinden Materialeien können PLA, ABS usw sein


    b) Resin Druck: ist das älteste der Verfahren, hier wird ein flüssiges Bad durch Licht punktuell verfestigt und somit immer eine neue Schicht auf die untere aufgebracht- es sind sehr feine Strukturen möglich, aber das Material ist extrem spröde- spröde ist kritisch weil bei einer Belastung das Material schlagartig bricht- das sieht man auch an den beiden zerstörten Karos, die brechen bei Überlast wie Glas.


    c) SLS Druck- Selektives Laser Sintern, hier wird eine Pulverschicht abgezogen (ca. 0,05mm) und mit einem Laser der Punkt für Punkt (Voxel) die notwendige Verfestigung der jeweiligen Schicht macht- das ist eigentlich ein Aufschweissen auf die untere Fläche- der HP JetFusion ist kein echter SLS, der hat ein Pulver, das nicht PLA ist und bringt statt des Laserlichts Chemietröpchen auf und dann härtet das Voxel chemisch aus und wird dann erst zu PLA

    Vorteil dieser Drucker ist, dass hier jegliche Form bis Wandtärken 0,4mm , OHNE STÜTZKONSTRUKTIONEN gedruckt werden können- hier stützt das nicht verwendete Pulver

    PLA ist zudem ein ausgezeichneter Kunststoff mit hoher Festigkeit und Zähigkeit. Nachteile gibts nur bei der Oberflächenrauhigkeit, allerdings bei guter Schleifbarkeit, bei SLS Druckern ist die Oberfläche besser, aber Schleifen mühsam


    Fazit für mich: alles was geklebt ist (zB bei Revell) fliegt dir um die Ohren, Carrera hat da wirklich gute Crash Qualitäten, aber auch hier brechen dir oft die Stoßstangen weg. Teifziehen und GFK sind mir zu dünn, ich baue Konkurrenten zu Carrera mit Karo Gewichten von ca. 50g in 124; Resin und Filamentdruck kommen nach diesen Tests nicht infrage


    Bleibt also nur SLS mit besserer Bearbeitbarkeit vom HP.


    Hoffe, dass damit ein paar Unklarheiten aufgeklärt sind


    LG

    Alex

  • Guude,


    Danke für die ausführlichen Erläuterungen.

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  • Beim Spritzguss sind durchaus Hinterschneidungen möglich, bis zu einem gewissen Grad. Nur wird dann eben auch das Spritzgusswerkzeug teurer. Aber eine originalgetreue Karosserie als einfaches Auf-Zu-Werkzeug zu realisieren ist sehr utopisch, geht eigentlich nicht.

    Achtung, Bausatzkarosserien für Standmodelle sind in der Regel Polystyrol und im Vergleich zu Carrera Karosserien tendenziell eher dünnwandiger. Hinzu kommt, dass Carrera, ich meine, entweder schlagzähes ABS oder ABS/PC Blend verwendet. Hat den Benefit, macht eine schöne Oberfläche, sieht fast wie lackiert aus.

  • Servus Slottolution

    Hinterschneidungen natürlich möglich, aber nur mit ausziehbaren Kernen, da wird dann lieber geklebt, was eine Sollbruchstelle darstellt; das ist eben der Riesen Vorteil von 3D Druck- aber halt langsam, für Großserie nicht geeignet, aber für kleinere Stückzahlen bis 5000 Stk. deutlich besser als Formen bauen.


    By the Way die Carrera Karo hats auch nicht ausgehalten, auch die ist schlagartig an einer Stelle gebrochen, war allerdings schon 5 Jahre alt- tja war schon ein heftiger Test


    Es ist aber auch was weitergegangen; Hab die Lichter gelötet und eingebaut und auch die ersten Meter auf der Bahn absolviert, läuft super das Ding


    Wird mit Lack und Fensterscheiben so um die 222g haben, damit genauso schwer, wie die Carrera Capris, perfekter gehts nicht mehr


    LG

    Alex

  • Super geworden, Alex :thumbsup:

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