Zusatzeinspeisung

Forwared from „ZES“

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  • Direktanschluss entfernter Schienenteile an die Haupteinspeisung der Bahn um auf längeren Bahnen (>8m Streckenlänge) überall dieselbe Spannung zu haben.
    Die Leiter in der C Schiene bestehen aus Edelstahl, was diese zwar rostfrei macht, aber auch für einen relativ schlechten Stromfluss sorgt. Spezialisten murmeln jetzt irgendwas von Übergangswiderstand. Der Strom geht von einem Schienenteil zum nächsten nur durch die Steckzapfen in den Leitern. Theoretisch sind diese so gebogen, dann sie anliegen, aber diese verbiegen schnell und brechen auch gerne mal ab, so dass dann nur wenig Kontakt zwischen den Leitern besteht. Indem der Bahnstrom an vielen Stellen eingespeist wird, wird der Stromfluss besser und der Strom ist im Idealfall auf allen Teilen der Bahn identisch.

    Faustformel für den Digitalbetrieb:
    Immer zwei Schienen vor jeder Weiche und an dem oder direkt vor/nach dem Schienenteil an dem nicht vom Bahnstrom abgekoppelte Digitalkomponenten (z. B. Driver Display, Position Tower) angeschlossen sind, sonst alle 6-10 Schienenteile eine ZE setzen. Lieber eine "zuviel" als eine zu wenig.
    Mit zwei Adern je Slot (also vieradrig bei einer zweispurigen Bahn) für Analog- bzw. Dualbetrieb, zweiadrig mit Brücken in den Anschlussschienen zwischen den Slots nur(!) für reinen Digitalbetrieb.
    Achtung: Bei Einbau von AKS (s.u.) in eine Weiche muss auch hinter die Weiche eine ZE, denn für die Funktion der AKS wird der Sensorbereich vom Bahnstrom abgekoppelt und der Slot hinter der Weiche hat dann auf dem Slot des Sensorbereichs keinen Strom mehr.

    Tip:
    Abzapfen kann man, wenn man nicht direkt an die CU-Ausleitung ran will, die Versorgung der ZE entweder von der CU-Schiene oder von einer Schiene direkt neben der CU.
    Die einfachste Variante ist, 1,5qmm Boxenkabel unten in beide Leiter der Slots zu stopfen. 6cm abisolieren, den abisolierten Teil mittig umknicken (nicht verdrillen!), bis zur Isolierung in den Leiter stopfen, ein kleines Stück zurückziehen damit sich der Draht etwas auffaltet und fixieren. Damit hat man dann einen sauberen Stromfluss. 1,5qmm sind perfekt um einmal geknifft den Leiter Innen auszufüllen.

    Diese Kabel legt man sich in eine Verteilerdose und schließt dort dann die weiteren ZE an. Das geht mit großen Lüsterklemmen, bequemer sind Wago-Klemmen.
    Dabei die Kabel sauber markieren, damit es keinen keinen Kurzschluss gibt!
    Die ZE führt man dann mit derselben Stopfmethode in eine beliebige Schiene ein.

    Ich (@HuGorera) habe hier einige Fragen zum Thema im Thread meiner ersten Bahn beantwortet und auch bebildert.

    @RCE hat zur Frage nach dem sinnvollsten Kabelquerschnitt hier mal die Widerstandswerte fpr 6m Leitung bei 5A aufgelistet:

    rce wrote:

    mit Querschnitt von 0,75 mm2 mit 6m Länge hast du ca. 0,14 Ohm Widerstand,
    mit Querschnitt von 1,50 mm2 mit 6m Länge hast du ca. 0,07 Ohm Widerstand,
    mit Querschnitt von 2,50 mm2 mit 6m Länge hast du ca. 0,042 Ohm Widerstand,
    mit Querschnitt von 4,00 mm2 mit 6m Länge hast du ca. 0,026 Ohm Widerstand,

    Dies ergibt dann bei einem Strom von 5 A folgende Spannungsabfälle :
    mit Querschnitt von 0,75 mm2 einen 0,7 V Spannungsabfall,
    mit Querschnitt von 1,50 mm2 einen 0,35 V Spannungsabfall,
    mit Querschnitt von 2,50 mm2 einen 0,21 V Spannungsabfall,
    mit Querschnitt von 4,00 mm2 einen 0,13 V Spannungsabfall

    Im Forum werden Zusatzeinspeisungen als ZE, ZES oder ZSE abgekürzt. Jede der drei Abkürzungen ist aus dem Langwort ableitbar, ZE ist aber die kürzeste und wie ich finde auch einleuchtendste.

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